Anzeige
Anzeige
News

Mögliche Absprache unter Vermietern: US-Justizministerium leitet Ermittlung ein

Die Software eines Immobilen-Tech-Unternehmens könnte es Vermietern erlauben, sich untereinander abzusprechen. Die Daten, welche die Software per Algorithmus verarbeitet, könnten dazu führen, dass Mietpreise unnötig in die Höhe getrieben werden.

2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige

Gegen RealPages wird momentan ermittelt. (Foto: Shutterstock / rafapress)

Die Kartellabteilung des US-Justizministeriums hat eine Ermittlung gegen das Immobilien-Tech-Unternehmen RealPage eingeleitet. Das Unternehmen bietet unter anderem Software für Vermieter an, die es vereinfachen soll, Preise für die Mietwohnungen zu bestimmen.

Anzeige
Anzeige

Die Software sammelt Daten von Immobilienverwaltern, die gleichzeitig Kunden des Unternehmens sind. Dazu gehört auch die Höhe der Mieten für einzelne Wohnungen. Diese Informationen werden dann anonymisiert und von einem Algorithmus verarbeitet, um Vermietern einen Mietpreis vorzuschlagen.

Das Ministerium möchte untersuchen, ob die Software damit gegen geltendes Kartellrecht verstößt. Was die Software tut, könnte einer Absprache unter Vermietern gleichkommen, die die Preise künstlich in die Höhe treibt.

Anzeige
Anzeige

Es ging mit einem Zusammenschluss los

Laut ProPublica hatten einige Mitglieder des Justizministeriums bereits 2017 Bedenken angemeldet, als RealPage ihren größten Konkurrenten kaufte und mit diesem verschmolz. So konnte das Unternehmen die verfügbaren Mietpreise in der Software quasi verdoppeln. Allerdings wurden die Bedenken von politischen Vertretern des damaligen Präsidenten Donald Trump außer Kraft gesetzt.

Seit Oktober setzen sich Mitglieder des Kongresses dafür ein, dass eine Investigation in RealPages stattfindet. In Briefen an das Ministerium und die Handelskommission meldeten die Kongressmitglieder Bedenken an, dass die Software Mieten über Wettbewerbsniveau treibt und es Vermietern erlaubt, sich untereinander abzusprechen.

Anzeige
Anzeige

„Wir befürchten, dass die Verwendung dieser Ratenfestlegungssoftware im Wesentlichen einem Kartell gleichkommt, um die Mietpreise in Mehrfamilienwohngebäuden künstlich zu erhöhen“, heißt es in einem der Briefe.

Nutzergruppe trifft sich regelmäßig

Zusätzlich äußert ProPublica Bedenken über die Nutzergruppe von RealPage. Das ist eine Gruppe von über 1.000 Mitgliedern, bestehend aus Vermietern. Diese treffen sich einmal jährlich und halten Telefonkonferenzen einmal im Quartal ab.

Anzeige
Anzeige

Neben den Briefen des Kongresses haben Mieter Klage gegen das Unternehmen in San Diego und Seattle erhoben. Ein Sprecher von RealPages sagte zu der Klage er „bestreitet die Vorwürfe entschieden und wird sich energisch gegen die Klage zur Wehr setzen.“

Auch in New York schießen die Mietpreise in die Höhe. Das hat auch den Hintergrund, dass es dort mittlerweile mehr Airbnb als Mietwohnungen gibt. Ein Gesetz, was die Kurzzeitmieten in Schach halten sollte, scheint nicht zu funktionieren.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige