
Wissenschaftler haben ein Geheimnis des Mondes gelüftet. Dabei dreht sich alles um das Alter des Erdtrabanten. (Foto: Elena11 / Shutterstock)
Obwohl schon Menschen auf seiner Oberfläche gelaufen sind und zahlreiche Forschungsmissionen zur Ergründung seiner Entstehung gestartet wurden, birgt der Mond auch heute noch viele Geheimnisse. Ein Thema, das Wissenschaftler:innen nach wie vor beschäftigt, ist das Alter des Erdtrabanten. In einer neuen Studie hat ein Team aus drei Wissenschaftlern neue Erkenntnisse dazu veröffentlicht.
Wie alt ist der Mond wirklich?
Die Wissenschaftler aus Deutschland, den USA und Frankreich gehen davon aus, dass der Mond etwa 80 bis 180 Millionen Jahre älter ist, als bislang in vielen Studien und Forschungen angenommen wurde. Kalkuliert man diesen Altersanstieg mit in die bisherigen Schätzungen ein, könnte der Mond in der Zeitspanne vor 4,43 und 4,53 Milliarden Jahren entstanden sein.
Laut den Wissenschaftlern soll der Mond nach seiner Entstehung deutlich näher um die Erde gekreist sein. Durch die Gezeitenwirkung kam es zu einer Erhitzung im Inneren des relativ neuen Mondes. Das Magma im Inneren wurde an die Oberfläche transportiert. Dementsprechend werden diese erkalteten Magmagesteine heute vornehmlich auf der Mondoberfläche gefunden und verfälschen die Altersbestimmung des Erdtrabanten.
Schon vor geraumer Zeit hatten chinesische Forscher:innen Gesteinsproben des Mondes analysiert. Die älteste Probe wurde auf ein Alter von rund 4,2 Milliarden Jahren bestimmt. Dabei soll es sich auch um Gesteinsbrocken handeln, die erst nach der Entstehung des Mondes durch vulkanische Aktivitäten an die Oberfläche gefördert wurden.
Aufschluss über das echte Alter würden laut dem Forscher-Trio aber schon die Mondgesteinsproben geben, die von den Apollo-Astronauten gesammelt wurden. Denn diese enthalten eingeschlossene Zirkone, die älter sind und laut den Wissenschaftlern das echte Alter des Mondes verraten.