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Neue Rekordfinanzierung: N26 ist jetzt 2,7 Milliarden Dollar wert

N26-Gründer und CEO Valentin Stalf. (Foto: dpa)

N26 kassiert im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde weitere 300 Millionen Dollar von Investoren. Damit steigt das Berliner Fintech auf Anhieb zu einer der wertvollsten deutschen Banken auf. 

Um 5:59 Uhr am Donnerstagmorgen ließ N26 die Bombe platzen: Per Mitteilung an Journalisten verkündete die Berliner Smartphone-Bank eine neue Kapitalerhöhung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar (umgerechnet 260 Millionen Euro). An der inzwischen vierten Anschlussfinanzierung beteiligten sich demnach federführend die in New York ansässige Venture-Capital-Firma Insight Venture Partners sowie GIC, ein Staatsfonds aus Singapur. Nach Angaben von N26 handelt es sich bei dem Deal um eine der größten privat geführten Finanzierungsrunden für ein europäisches Fintech.

N26 jetzt eine der wertvollsten deutschen Banken

Das allein wäre als Meldung schon beachtlich gewesen. Immerhin kassiert N26 mit 300 Millionen Dollar zum Jahresstart allein knapp ein Drittel des Geldes, das alle deutsche Fintechs in 2018 zusammengerechnet bei Investoren eingeworben hatten. Doch weit mehr aus der Reihe fällt die neue Unternehmensbewertung, die N26 auf nicht weniger als 2,7 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) beziffert.

Sollte dies stimmen, wäre die 2013 gegründete Smartphone-Bank laut finanz-szene.de plötzlich wertvoller als die drittgrößte börsennotierte Bank in Deutschland. Die Wiesbadener Aareal kam dem Branchenblog zufolge gestern Abend auf eine Marktkapitalisierung von 1,65 Milliarden Euro. Damit hat N26 seine Bewertung binnen weniger Monate mehr als verdreifacht. Im April 2018 war inoffiziell noch von 610 Millionen Euro die Rede. Berücksichtigt man zudem das zuletzt beachtliche Wachstum auf 2,3 Millionen Kunden (im Mai waren es noch eine Million), ist das ein mehr als deutlicher Fingerzeig auf die traditionelle deutsche Bankenbranche – und sicherlich auch einer der Hauptgründe für die Zahlungsbereitschaft der Investoren.

Banking-App startet in den USA

„Heutzutage sehen wir immer seltener, dass eine so große Branche noch nicht durch Technologie revolutioniert wurde. N26 ist klarer Marktführer im Mobile Banking in Europa; das Unternehmen ist bestens gewappnet, um in diesem Jahr auf den US-Markt zu expandieren und eine der führenden digitalen Marken weltweit aufzubauen“, begründet Harley Miller von Insight Venture Partners das Investment.

Die Frage, was N26 jetzt mit den 300 Millionen Dollar anstellt, ist damit auch beantwortet. Zwar unterhalten die Berliner bereits seit längerem ein Büro in den USA. Doch der offizielle Launch steht dort noch aus. Das soll sich 2019 ändern. Noch im ersten Halbjahr werde die App in den USA starten, teilt N26 mit. Für die kommenden Jahre peilt das Fintech angeblich ein Wachstum auf rund 100 Millionen Kunden an. Das wäre zumindest für deutsche Verhältnisse eine weitere Pressemitteilung wert.

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2 Kommentare
Peter
Peter

Schön für sie. Als ich ein Konto eröffnen wollte und vorab ein paar Fragen hatten, hat es fast 6 Wochen gedauert, bis jemand geantwortet hat. Sorry, aber das ist auch KEIN Einzelfall, wie ich anschließend erfahren habe. Wenn jemand möchte, dass ich mein Geld bei ihm ablege, erwarte ich auch, dass er immer erreichbar ist. VOR ALLEM dann, wenn es kein Filialgeschäft gibt, an das ich mich bei einem Notfall wenden kann.

Mich haben sie nicht gekriegt. Dafür kann ich die DIBA empfehlen. Tolle Bank, toller Support, tolle Funktionen.

Antworten
Sebastian
Sebastian

Same here. Katastrophaler Kundenservice mit 0 Erreichbarkeit.
Ebenfalls wird ein Businesskonto angeboten, welches nicht auf eine Firma laufen kann. Was ist das dann für ein Businesskonto? Es ist ein Privatkonto mit tollem Namen.

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