Ratgeber

Netzwerk-Konfiguration: So gelingt der Einstieg in Ansible

Ansible ist ein schlankes Tool zur automatischen Konfiguration und Administrierung von Netzwerken.

Die Konfiguration in Netzwerken kann schnell viel Zeit fressen. Dagegen kann euch Ansible helfen. Wir zeigen euch, wie ihr mit dem Tool starten könnt.

Ansible hat eine ähnliche Funktion wie Puppet: Es dient der Konfiguration der Infrastruktur innerhalb eines Netzwerks. Allerdings ist es im Vergleich mit Puppet weit weniger komplex, was schon dadurch deutlich wird, dass Ansible keinen Master-Server und Agenten auf allen anderen Geräten im Netzwerk benötigt. Stattdessen muss nur ein einziger Server Ansible installieren. Dort werden dann die Konfigurationsdateien, die sogenannten Playbooks, hinterlegt.

Die Kommunikation im Netzwerk löst Ansible per SSH, sodass auf den anderen Geräten keine Installation nötig ist. Neue Informationen werden dabei per Push gesendet, der einzelne Knoten im Netzwerk muss also selbst keine Anfragen stellen. Die Sprache für diese Playbooks ist YAML, eine Markdown-Sprache, die sehr grundlegend gehalten ist und eine Schreibweise mitbringt, die an Python erinnert: Einrückungen gelten als Klammern. Das ist vergleichsweise einsteigerfreundlicher als andere Varianten. Es gibt aber auch eine zweite Schreibweise für YAML, die wie üblich mit {} und [] arbeitet.

Tutorials für den Einstieg in Ansible

Zuerst bieten euch natürlich die Macher selbst ein Tutorial, um mit Ansible starten könnt. Die Installation wird noch einmal gesondert beschrieben. Wenn die erfolgreich verlaufen ist, lernt ihr alle wichtigen Eigenheiten von Ansible kennen und bekommt dabei auch sehr viele Hintergrundinformationen, anstatt nur schnell lauffähige Playbooks aufzusetzen. Wer nicht lesen möchte, kann auch Videos zu verschiedenen Themen anschauen.

Ihr seid bereits komplett im Thema Backend und wollt nur wissen, wie Ansible die Sache angeht? Dann ist das Tutorial von Servers for Hackers für euch gedacht. Hier wird sich nicht mit genaueren Erklärungen aufgehalten, sondern einfach nur erklärt, welche Tasks Ansible wie umsetzen kann. Das alles passiert interaktiv, ihr könnt also vom Download bis zur Erstellung von Playbooks jeden Schritt direkt umsetzen und seht Ergebnisse.

Digital Ocean bietet euch eine Anleitung zur Installation und eine, um erste Playbooks zu erstellen. Beide richten sich eher an Einsteiger und machen immer wieder Einschübe, um beispielsweise wichtige Begriffe zu besprechen, die für Ansible typisch sind.

Auf Github findet ihr schließlich auch ein Tutorial, das sich auch eher an erfahrene User richtet, die grundsätzlich mit Github und der Arbeit im Backend vertraut sind. Dann bietet das Tutorial aber eine sehr gute Übersicht und natürlich auch immer beispielhaften Code, mit dem ihr arbeiten könnt.

Arbeitet ihr mit Ansible oder habt ihr andere Automation-Tools? Postet eure Erfahrungen in die Kommentare!

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