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Neue Details zu Teslas Gigafactory: Kein Solardach und keine Zellfertigung

Tesla-Logo. (Foto: Shutterstock)

Zumindest im ersten Bauabschnitt wird Tesla bei der Gigafactory 4 in Brandenburg wohl auf ein Solardach und eine Akkuzellfertigung verzichten. Das geht aus Unterlagen hervor.

Mit dem näherrückenden Baubeginn für die geplante Gigafactory 4 von Tesla im brandenburgischen Grünheide werden immer mehr Details bekannt. So dürfte Tesla – zumindest im ersten Bauabschnitt – auf ein Solardach und eine eigene Akkuzellfertigung verzichten. Das berichtet das Manager-Magazin, das entsprechende Unterlagen zur Bau-Vorprüfung unter die Lupe genommen hat. Ob Tesla zu einem späteren Zeitpunkt eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach baut, dazu wollte der E-Auto-Hersteller zunächst keine Stellung beziehen.

Gigafactory: Gaswerk ja, Solardach nein

Laut den Unterlagen ist der Bau eines Gaskraftwerks geplant. Darüber hinaus will Tesla den Plänen zufolge Strom hinzukaufen. Bei den Gigafactorys in Nevada und Shanghai setzt Tesla dagegen auf selbsterzeugten Ökostrom. In Shanghai gibt es – anders als in Nevada – aber derzeit auch keine Zellfertigung. Stattdessen werden die für den Zusammenbau der Tesla-Batterien notwendigen Bauteile von Zulieferern bereitgestellt. Ein Hemmschuh bei der Zellfertigung: Das Verhältnis mit dem Fertigungspartner Panasonic soll sich laut Manager-Magazin abgekühlt haben. In China sieht sich Tesla daher angeblich schon nach Alternativen um.

Ein weiterer Grund für den Verzicht auf Solardach und Zellfertigung dürfte der Zeitdruck sein, unter dem Tesla steht. Denn die Gigafactory in der Nähe von Berlin soll im Juli 2021 mit der Produktion von Elektroautos beginnen. Entsprechend habe Tesla schon mit der Rodung einer Fläche von 90 Hektar begonnen, obwohl mit der Genehmigung des Bauantrags frühestens im März zu rechnen sei, wie es heißt.

Gigafactory wird 744 Meter lang und 312 Meter breit

Insgesamt wird das Tesla-Werk eine Grundfläche 380.000 Quadratmetern einnehmen, wie aus den Unterlagen weiter hervorgeht. Das Hauptproduktionsgebäude soll 744 Meter lang und 312 Meter breit sein. In der eingereichten Umweltverträglichkeitsprüfung heißt es, dass künftig täglich 463 Lkw zu dem Werk fahren werden, um es mit Nachschub zu versorgen. Ebenfalls täglich sollen sechs Züge mit Elektroautos das Werk wieder verlassen. Und: Pro Schicht – als drei Mal am Tag – sollen rund 2.800 Fahrzeuge der Mitarbeiter zu der Fabrik fahren. Kein Wunder, dass sich die Anwohner um einen Anstieg von Verkehr und Emissionen sorgen.

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