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Neue Methode macht Personen unsichtbar für Gesichtserkennung

Facebook hat eine Methode entwickelt, um die Gesichtszüge von Personen in Videos so zu verändern, dass Gesichtserkennungs-Programme sie nicht erkennen.

1 Min.
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Die veränderten Gesichtszüge (untere Reihe) verstecken die Person vor der Gesichtserkennung. (Foto: Facebook AI Research und Tel-Aviv University)

Forschende von Facebooks AI-Research-Team und der Tel-Aviv University haben eine neue Methode entwickelt, um die Gesichtserkennung bei Videos auszutricksen. Dabei werden die Gesichtszüge ganz leicht verändert, sodass Gesichtserkennungs-Systeme die Personen nicht mehr identifizieren können, heißt es im Forschungsbericht.

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Es gibt demnach zwar bereits ähnliche Methoden für Fotos. Personen in Videos in Echtzeit zu anonymisieren, habe aber bisher niemand anderes geschafft.

Gesichtszüge werden leicht verzerrt

„Gesichtserkennung kann zum Verlust der Privatsphäre führen und die Manipulation von Gesichtern kann missbraucht werden, um irreführende Videos zu erstellen“, heißt es in dem Bericht. Zwar könne Gesichtserkennung nützlich sein – ethische Bedenken seien aber nicht von der Hand zu weisen. Die neue Methode ermögliche es Nutzern, sich an die Öffentlichkeit zu wenden und trotzdem anonym zu bleiben.

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Oran Gafni aus Facebooks AI-Research-Team hat ein Video veröffentlicht, das Originalvideos mit den anonymisierten Videos vergleicht.

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Dabei werden jene Gesichtszüge leicht verzerrt, die für Gesichtserkennungs-Systeme relevant sind. Das sind zum Beispiel die Nase, Augen und Mund. Eigenschaften wie Mimik, Gestik, Hautfarbe und die Lippenbewegungen bleiben dagegen unverändert. Die Veränderungen sind so gering, dass sie für menschliche Betrachter kaum zu erkennen sind, aber stark genug, dass ein Programm das Gesicht nicht wiedererkennt.

Facebook will Methode nicht nutzen

Facebook selbst wolle die Technologie nicht anwenden, sagte ein Sprecher gegenüber Venture Beat. Erst vor wenigen Wochen hatte Facebook die Gesichtserkennung als Default eingestellt. Seitdem werden auf Fotos keine Personen mehr zum Markieren vorgeschlagen. Trotzdem werden die Gesichter gescannt und Facebook informiert alle abgebildeten Nutzer, dass ein Bild von ihnen hochgeladen wurde.

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Bei der International Conference on Computer Vision (ICCV), die am Sonntag in Seoul startet, wollen die Forscher ihre Methode vorstellen.

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Kommentare (1)

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nk

„dass sie für menschliche Betrachter kaum zu erkennen sind“

Mit Blick auf das obige Bildbeispiel ein echt guter Witz.

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