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News-Discovery: Facebook empfiehlt Artikel, auf Basis von Likes und Shares

(Foto: west.m / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Ein neues Facebook-Feature empfiehlt Nutzern auf Basis ihrer Interessen vermeintlich lesenswerte Artikel externer Websites, die viel geliked und geteilt wurden. Und mit einem Mal wird deutlich, wie gut Facebook all die vorhandenen Daten zur News-Discovery nutzen kann.

Mit einem neuen Feature sorgt Facebook für Aufmerksamkeit. Im News-Feed einiger Nutzer erscheinen seit wenigen Tagen vermeintlich lesenswerte Artikel externer Websites, die das soziale Netzwerke auf Basis von Interessen und Viralität empfiehlt. So werden beispielsweise Musikfans beliebte Artikel empfohlen, die von ihren Lieblings-Künstlern handeln.

Facebook auf dem Weg zum News-Reader

Grundlage der Empfehlungen sind die von Nutzern per „Gefällt mir“ markierten Facebook-Seiten und die Viraltität der Artikel. Das unten stehende Beispiel von TechCrunch zeigt einen Artikel über Rapper Lil Wayne, der innerhalb von Facebook mehr als 1.500-Mal geteilt wurde. Er wird im Newsfeed eines Nutzers angezeigt, weil dieser in irgendeiner Art und Weise Interesse bekundet hat – beispielsweise per Like der entsprechenden Facebook-Seite.

Facebook versucht sich an News-Discovery.

Die Daten-Basis von Facebook ermöglicht in diesem Zusammenhang allerhand Spielereien: Denkbar ist unter anderem eine Art News-Reader, der dauerhaft relevante Inhalte auf Basis von Interessen und Viralität empfiehlt. TechCrunch spekuliert auf einen „news-only feed“, der sich zur Flipboard-Konkurrenz entwickeln könnte. Doch der Weg dahin ist weit. Im Raum steht nicht zuletzt die Frage: Will Facebook seine Nutzer auf der eigenen Plattform halten oder vermehrt auf externe Websites lenken?

News-Discovery mit Facebook: Wohin führt der Weg?

Facebook ist grundsätzlich daran interessiert, Nutzer länger auf der eigenen Plattform zu halten – vor allem, um Werbeeinnahmen zu steigern. TechCrunch spekuliert daher auf einen integrierten News-Reader, der durch Werbeanzeigen finanziert und über Vereinbarungen mit Publishern legitimiert wird. Diese Vorgehensweise erfordert aber sehr viel Arbeit aufgrund von Verhandlungen, was nicht zuletzt die anhaltenden Diskussionen um Discovery-Plattformen wie Google News beweisen.

Wahrscheinlicher erscheint mir deshalb die Positionierung von Facebook als News-Hub, das aufgrund der Daten-Power auch gestandenen Discovery-Plattformen Konkurrenz machen könnte. Diese Vorgehensweise würde die Besuchszeit langfristig reduzieren, aber die Besuchszahl steigern. Das Zusammenstellen von interessanten und relevanten Artikeln könnte für Facebook auf diesem Weg zu einer weiteren Einnahmequelle werden.

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