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Nintendos nächstes großes Ding ist aus Pappe

(Foto: Nintendo)

Mit Nintendo Labo hat der japanische Konzern überraschend Kreativspielzeug aus Pappe angekündigt. Die Kombination aus Basteln und Hightech könnte sich zum Verkaufsschlager mausern.

Der massive Erfolg der 2017 veröffentlichten Hybrid-Konsole Nintendo Switch hat so manchen Beobachter überrascht. Während die Videospielkonkurrenz auf 4K-Auflösung und teure Virtual-Reality-Lösungen setzte, veröffentlichte Nintendo einen eher schwachbrüstigen Handheld/Konsolen-Hybrid – und brach damit gleich mehrere Verkaufsrekorde. Der neuste Streich des japanischen Videospielkonzerns ist sogar noch ungewöhnlicher. Die am Mittwoch vorgestellte Produktreihe Nintendo Labo kombiniert die Switch-Konsole mit Pappmaschee-Elementen.

Die Idee ist innovativ, aber simpel: Nintendo wird verschiedene Sets anbieten, in denen sich abgesehen von der notwendigen Software für die Switch vorwiegend aus Pappe bestehendes Zubehör befindet. Das Ganze ist klar auf Kinder beziehungsweise deren Eltern ausgerichtet und kombiniert Videospieltechnologie mit klassischem Basteln. Das Zubehör muss zunächst zusammengebaut werden. Natürlich unter Anleitung durch die mitgelieferte Software. Anschließend lassen sich damit unterschiedliche Mini-Games spielen.

Zum Verkaufsstart am 27. April 2018 soll es zwei Labo-Pakete geben. Beim sogenannten Multi-Set sind insgesamt vier unterschiedliche Papp-Projekte enthalten. Eines davon macht aus dem Controller der Switch beispielsweise ein Auto, dass durch Vibrationen angetrieben und über das Touch-Display der Switch gesteuert wird. Ein anderes erlaubt Kindern den Bau eines Pappklaviers. Das zweite Set enthält lediglich ein Projekt, das ist dafür allerdings etwas umfangreicher und besteht aus einer Art Pappmascheeanzug, mit dem Kinder durch Arm- und Beinbewegungen einen Roboter auf dem Bildschirm der Switch steuern können.

Pappe meets Gaming: Nintendo Labo in Bildern
(Foto: Nintendo)

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Nintendo Labo: Kreativspielzeug könnte Switch-Verkäufe weiter anheizen

Die mitgelieferte Software zeigt den Kids nicht nur, wie sie die Projekte zusammenbauen, sondern erklärt auch, wie das Ganze technisch funktioniert. So hat Labo auch einen gewissen Lernspielanstrich und könnte auch Eltern zum Kauf einer Switch animieren, die Videospielen an sich vielleicht weniger offen gegenüberstehen. Zumal Nintendo das Prinzip mit weiteren Sets beinahe endlos erweitern könnte.

Bei Erfolg wäre das kein schlechtes Geschäft für den Konzern. Die deutschen Preise sind noch nicht bekannt, in den USA sollen die beiden Sets jedoch 70 beziehungsweise 80 US-Dollar kosten. Obendrein wird Nintendo auch am Verkauf von Ersatzteilen verdienen – auch wenn Eltern beschädigte Pappteile in vielen Fällen einfach selbst ersetzen können.

Nintendo Labo konkurriert grundsätzlich vermutlich am ehesten mit Kreativspielzeug wie Legos Mindstorm-Reihe. Nur dass gleichzeitig auch die Konsolenverkäufe angeregt werden, was sich wiederum positiv auf die Verkaufszahlen von Videospielen auswirken könnte. Also zumindest, wenn die Idee wie erhofft bei Eltern ankommt. Wenn nicht, kann Nintendo die liegengebliebene Ware immerhin ganz einfach recyclen.

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