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Nvidia und ARM: 40-Milliarden-Dollar-Deal droht zu platzen

Laut dem Medienunternehmen Bloomberg bereitet sich der Chipentwickler Nvidia darauf vor, die Übernahme von ARM aufzugeben, da es kaum Fortschritte bei der Genehmigung des 40-Milliarden-Dollar-Chipgeschäfts gebe.

Von Christian Bernhard
2 Min. Lesezeit
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Nvidia wird ARM nicht übernehmen. (Foto: Ascannio/ Shutterstock)

Nvidia habe seinen Partnern mitgeteilt, dass das Unternehmen nicht davon ausgeht, dass die Transaktion zustande komme, erklärte eine anonyme, mit der Angelegenheit vertraute Person, gegenüber Bloomberg. Eine andere anonyme Quelle erklärte, Softbank verstärke unterdessen die Vorbereitungen für einen Börsengang von ARM – als Alternative zur Nvidia-Übernahme. Das Unternehmen ARM ist ein zur japanischen Softbank gehörender Anbieter von IP-Lösungen im Bereich Mikroprozessoren.

Börse reagiert heftig auf die Gerüchte

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Der Kauf, der bei seiner Ankündigung im September 2020 zum größten Halbleiter-Deal in der Geschichte werden sollte, hatte heftige Reaktionen von Regulierungsbehörden hervorgerufen. Die US-Bundeshandelskommission klagte im Dezember, um die Übernahme zu stoppen, da Nvidia nach ihrer Argumentation zu mächtig werden würde, wenn es die Kontrolle über die Chipdesigns von ARM erlange. Auch in China stoße die Übernahme auf Widerstand.

Sowohl die Nvidia- als auch die ARM-Führungsriege sind noch dabei, den Aufsichtsbehörden ihre Argumente darzulegen. Öffentlich haben die Unternehmen ihre Kaufabsichten bekräftigt. „Wir halten weiterhin an den Ansichten fest, die wir in unseren letzten behördlichen Einreichungen ausführlich dargelegt haben: Dass diese Transaktion eine Gelegenheit bietet, den Prozess zu beschleunigen und den Wettbewerb und die Innovation zu fördern“, sagte Nvidia-Sprecher Bob Sherbin. Ein Softbank-Sprecher teilte Bloomberg per E-Mail mit: „Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass die Transaktion genehmigt wird.“ Die Börse reagierte trotzdem heftig auf die Gerüchte. Nvidia-Aktien fielen am Dienstag in New York um bis zu 5,6 Prozent auf 220,70 US-Dollar, Softbanks US-Aktien rutschten um 4,9 Prozent ab.

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Andere Tech-Großkonzerne stellen sich auch gegen die Übernahme

Sollte Nvidia den Deal doch über die Bühne bringen, wäre das laut Bloomberg ein großer Coup für Geschäftsführer Jensen Huang, der aus dem Grafikkartengeschäft ein Chipimperium gemacht hat. Nvidia ist jetzt schon das wertvollste US-Unternehmen in der Halbleiterbranche mit einer Marktkapitalisierung von mehr als einer halben Billion Dollar. Dass Übernahmen in solchen Größenordnungen sehr komplex sind, wurde bereits 2018 deutlich, als Qualcomm seine 44 Milliarden Dollar schwere Übernahme von NXP Semiconductors nach fast zwei Jahren regulatorischer Hürden abgebrochen hatte.

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Die größten Tech-Konzerne sind auf ARM angewiesen

Der Verkauf von ARM steht auf dem Prüfstand, da die Chips des Unternehmens in allen Bereiche – von Telefonen über Autos bis hin zu Fabrikanlagen – zum Einsatz kommen. Die größten Technologieunternehmen der Welt sind auf die Technologie von ARM angewiesen und befürchten, dass sie unter Nvidia den uneingeschränkten Zugang verlieren könnten.

Diverse Tech-Großkonzerne haben sich deshalb gegen die Übernahme gestellt. Eine Gruppe, zu der Qualcomm, Microsoft, Intel und Amazon gehören, habe den Aufsichtsbehörden in aller Welt genug Munition geliefert, um das Geschäft zu verhindern, wie mit dem Prozess vertraute Personen berichten. Die Übernahme von ARM muss nicht nur in den USA und China genehmigt werden, sondern auch in der Europäischen Union und in Großbritannien, die beide das Geschäft genau prüfen.

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