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Kleine, kräftige Set-Top-Box: Das kann Nvidias Shield Android TV

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Hardware und Zubehör der Nvidia Shield Android TV: Viele Anschlüsse, Mini-Remote kostet extra

Nvidia Shield Android TV – die kleine Fernbedienung kostet extra. (Foto: t3n)

Nvidia Shield Android TV – die kleine Fernbedienung kostet extra. (Bild: Nvidia)

Die Set-Top-Box besitzt auf der Rückseite allerhand Anschlüsse – von jeweils einem HDMI-2.0- und microUSB-2.0-Anschluss, zwei USB-3.0- (Typ A) sowie einem Gigabit-Ethernet-Port und einem microSD-Kartensteckplatz für Karten bis 128 Gigabyte ist alles dabei. Auch ein Infrarot-Empfänger ist an Bord, mit dem sich die Box per Logitech-Harmony-Fernbedienung steuern lassen kann.

So sieht die Rückseite mit allen Anschlüssen der Nvidia-Shield-Android-TV-Box aus. (Foto. t3n)

So sieht die Rückseite mit allen Anschlüssen der Nvidia-Shield-Android-TV-Box aus. (Foto. t3n)

Außerdem besitzt die Nvidia Shield Android TV 2,5 und Fünf-Gigahertz-WLAN nach ac-Standard mit 2 x 2 MIMO. Zur Ansteuerung des Controllers ist auch ein Bluetooth-4.1-LE-Modul integriert. Der Controller ist Bestandteil des Lieferumfangs und ideal fürs Gaming. Was jedoch fehlt, aber ein aus meiner Sicht wichtiges Bedienelement ist, ist die kleine Fernbedienung, die Nvidia sich zusätzlich 50 Euro kosten lässt. Die kleine Remote ähnelt der Apple-TV-Fernbedienung, besteht aus gebürstetem, schwarz eloxiertem Aluminium und hat neben Bedienknöpfen auch ein Mikrofon verbaut, mit dem ihr die Box per Sprache steuern könnt – und das funktioniert besser, als manch einer sich vielleicht vorstellt. Mit einem Wisch über die mittige Metallleiste könnt ihr außerdem die Lautstärke regulieren. Wie auch der Controller lässt sich die Remote via microUSB-Anschluss schnell wieder aufladen.

50 Euro gut angelegt: Die kleine, hochwertig verarbeitete Fernbedienung. (Foto: Nvidia)

50 Euro gut angelegt: Die kleine, hochwertig verarbeitete Fernbedienung. (Foto: Nvidia)

Das Herzstück der Android-TV-Set-Top-Box ist der von Nvidia entwickelte X1-Prozessor, der 256-Grafikkerne besitzt und von drei Gigabyte RAM unterstützt wird. Wer die kleine schwarze Kiste mit ihrem grünen Leuchtschlitz nur zum Streamen von Videos oder zum Zocken von Android-Games nutzt, wird ihr nicht gerecht, denn sie hat viel mehr Power unter der Haube.

GeForce Now: Das „Netflix für Gaming“ funktioniert gut auf dem Nvidia Shield Android TV

Um die Power auszutesten, solltet ihr euch beim Game-Streaming-Portal GeForce Now, einer Art Netflix für Games, anmelden, wofür ihr einen NVIDIA-Account braucht. Der monatliche Preis für den Service beträgt 9,99 Euro, die ersten drei Monate sind dabei kostenlos. Mit diesem Dienst habt ihr Zugriff auf allerhand AAA-Game-Titel wie „Borderlands: The Pre-Sequel“, „Operation Flashpoint: Dragon Rising“, „The Witcher 3“ und viele weitere. Außerdem könnt ihr auch euren Rechner mit dem Shield Android TV verbinden und PC-Games per GameStream-Funktion auf der Konsole zocken.

AAA-Gaming-Titel lassen sich auf der NVIDIA Android Shield TV auch spielen. (Bild: Nvidia)

AAA-Gaming-Titel lassen sich auf der Nvidia Android Shield TV auch spielen. (Foto: Nvidia)

Während ich letztere Funktion nur der Vollständigkeit halber erwähne, sie aber Mangels Gaming-PC nicht testen konnte, funktionierte GeForce Now überraschend gut. Für den Dienst sei allerdings dringend eine schnelle Internetverbindung empfohlen – und entweder eine stabile WLAN-Verbindung mit Top-Signalstärke oder eine Verbindung der Shield-Box per LAN. Für Gaming in Full-HD-Qualität mit 60 Frames pro Sekunde muss eine 50-Megabit-Leitung vorliegen, für HD-Gaming mindestens fünf bis zehn Megabit. Im Test funktionierte GeForce Now ohne große Probleme. Die bei mir vorliegende suboptimale WLAN-Verbindung machte sich im Spiel durch leichte Aussetzer, nicht aber durch regelrechte Abbrüche des Games bemerkbar. In Verbindung mit einem LAN-Kabel lief der Service allerdings rund.

Neben den Top-Gaming-Titeln stehen außerdem diverse Games aus dem Google-Play-Store zum Zocken bereit, die auf der Box gespeichert werden und so nur beim Download oder beim Speichern der Spielstände in der Google-Cloud-Platform eine Internetverbindung benötigen. So könnt ihr auch eure Android-Lieblingsspiele auf einem großen Display genießen.

Fazit zur Nvidia Shield Android TV

Nvidia Shield Android TV. (Foto. t3n)

Kleines Detail zum Schluss:  Das kleine Metalldreieck mit dem Nvidia-Logo dient als kapazitiver Powerbutton. (Foto. t3n)

Nvidias Android-TV-Set-Top-Box gehört ohne Zweifel zu den besseren Lösungen auf dem Markt – Googles eigene Lösung, der Nexus Player, sieht dagegen alt aus. Der Hersteller koppelt den Funktionsumfang der Android-TV-Plattform und erweitert sie um sein eigenes Gaming-Angebot, das zwar noch nicht das Größte ist, User aber dennoch viele Stunden vor dem Fernseher verweilen lassen kann.

In puncto Performance und Funktionsumfang ist die Shield Android TV die knapp 200 Euro absolut wert, zumal die kleine Kiste hält, was das Unternehmen verspricht. Wer also mehr als nur Videos über Netflix oder Google Play streamen will und auch gerne mal das eine oder andere Spiel zocken will, sollte sich das Ding ruhig näher ansehen.

Disclosure: Die Shield-Android-TV-Box wurde uns von Nvidia zur Verfügung gestellt.

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Ein Kommentar
Netter Bericht
Netter Bericht

Es gab schon mal in der ct‘ einen Test der Box glaube ich.
Sie hat evtl doppelt so viel fps wie FireTV-2Box. Das Apple4TV hat wohl leider nur FullHD.

Dank Netflix haben wir keine 2Jahres-Mediatheken-Tarife sondern können monatlich kündigen. Kündigungsfrist bzw. ob man jeden Monat einfach per Prepaid-Karte aus dem Supermarkt bezahlen kann (wie es sie für Netflix, GooglePlaystore und Amazon und viele andere Dienste gibt) wäre interessant.
Und das wohl wenig eigene Rechenleistung verlangt wird sondern die Spiele dann auf CloudPCs/CloudGrafikKarten in der Cloud laufen und nur gestreamed werden wenn ich den Text richtig interpretiere.
Aber die Anschlüsse wurden aufgelistet und es gibt das oft gewünschte Foto von der Rückseite. Schon das fehlt oft leider.
Bei 4k ist ultra-wichtig ob HDMI2.0 HDCP2.2 unterstützt wird oder nicht und vermutlich auch welche Farbtiefe ausgegeben werden kann. Viele Hollywood-Studios erlauben bei HDMI1.3/1.4 oder HDCP1.4(?) nur FullHD-Ausgabe selbst wenn man den guten 4k-TV anschliesst. Bei mehr Farbtiefe wären dann auch spezielle Hersteller-Photo-Galerie-Apps für .raw-Darstellung vielleicht interessant falls Android das nicht von sich aus bietet.

FullHD sind 2 Megapixel. UHD-1/4k sind 4*2=8 Megapixel was die meisten Kameras ja seit Jahren können weshalb 4k-Videos nicht so viel Mühe machen aber viel Platz brauchen. 8k=UHD2 sind noch mal 4-mal mehr also 4*8=32 Megapixel was bisher nur wenige Kameras konnten und weshalb wohl manches schon in 6k aufgenommen wird.

Nett wären VR-Adapter oder bei 3D-Fernsehern Support dafür. Die Spiele-Engines können ja problemlos 2 unterschiedliche Bilder in halber Framerate ausrechnen.

Vorbildlich ist auch das man dranschreibt das die Box zur Verfügung gestellt wurde.

OnLive war leider etwas zu früh:
http://www.golem.de/0903/66088.html
http://www.golem.de/news/geforce-grid-grafikkarten-werden-virtuell-und-streamen-spiele-1205-91835.html Inzwischen gibts bessere BitRaten und h.265.
Für VR wäre das vielleicht auch interessant. Nur dafür kauft keiner einen 1500-Euro-PC sondern vielleicht eher einen größeren TV und mit Cloud-Angeboten verhindert man, das man die Grafikkarten für VR (90fps bei 2*FullHD oder etwas mehr) schnell viel billiger machen muss.

Bitte für Handies und auch solche Boxen Checklisten in der Redaktion machen um vermeidbare Nachfragen zu verhindern. Allerdings kann man natürlich auch weitere Online-Testberichte und Amazon-Rezensionen angucken. Ob Geräte in h.265 abspeichern oder nicht macht doppelte Videogröße bei angeblich gleicher Qualität aus ! Viele aktuelle Geräte können wohl h.265 abspielen was PrimeVideo, NetFlix, YouTube usw sicher auch besser finden weil sie Bandbreite sparen oder bessere Qualität über dieselbe Leitung liefern können. Aber die älteren Geräte der Verwandten und Bekannten und bei Kunden können eher meist wohl nur h.264.

h.264 können die normalen RasPIs vermutlich per Default in FullHD. Mpeg2(DVB) muss man für RasPi wohl nachkaufen. FireTV/Stick und Chromecast kosten auch etwa 30 Euro und können vielleicht auch nur FullHD/h.264. Wer 4k haben will muss wohl ab 130 Euro gucken und da sind die fertigen Boxen von Nvidia und AmazonFire2TV mit hoffentlich langer Update-Versorgung (siehe aktuell FireTV-Boxen welche wohl das neue Android kriegen) vermutlich die sinnvollsten Käufe.

Eine weitere Frage für eine Checkliste wäre wohl auch, ob man AirPlay, ChromeCast-Play, Amazon, … als Empfänger kriegen kann, aber auch ob man auf ein Tablett streamen kann. Nach Kodi wird auch gerne gefragt und im Text ja auch beantwortet. Mit DVB-T2-Sticks sind auch interessant wenn die vielleicht demnächst (irgendeine andere ct‘ über DVB… neulich) zeitweise kostenlos FullHD liefern. M.W. ist DVB-T2 in h.265! und nicht h.264.

Opera, Chrome usw sollten sich ja hoffentlich installieren lassen. FireFox ist evtl der einzige Android-Browser der Plugins beherrscht. Wegen der Signierung und evtl auch anderen Gründen kommen man nicht an alle Plugins welche man vom PC gewohnt ist, aber vergessen sollte man das nie.

Interessant wäre gewesen, wie gut die gewohnte Gamer-Maus oder was man sonst so als Gamer-Zusatz-Equipment hat, am TV funktioniert bzw. auch wie sehr die Latenz für die Streaming-Titel ist. Aber echte Gamer bringen das dann unter Gamern in Erfahrung.

Das Grundproblem bei 4k-Geräten ist, das man eigentlich immer mit dem neuesten UHD-1-Gerät mit allen Features (10Bit oder was auch immer,120fps oder was auch immer usw.,…) testen müsste um zu sehen welche Features der Zuspieler bietet aber auch wie gut er sich bei 2.5k-Geräten schlägt. Das können im Prinzip nur Redaktionen welche darauf ausgerichtet sind. Trotzdem mal ein sinnvoller Test um darauf hinzuweisen wo 4k-Streaming/Gaming-Boxen aktuell stehen.

Interessant bei solchen Geräten ohne (aber auch mit) beweglichen Teilen wäre, wenn man sie endlich mal flach an die Wand schrauben könnte. Schaut mal auf die Unterseite von Ethernet-Switches oder DSL-Routern. Da ist das durchaus normal.

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