Porträt

Ohne Plan B gekündigt: 7 Menschen erzählen

Anna-Lena Müller: „Nochmal ohne Plan B kündigen? Ich schließe es nicht aus!“ (Foto: Vivian Balzerkiewitz)

Gekündigt ohne Plan B? Für viele Menschen wäre das undenkbar. Diese sieben Berufstätigen taten es bereits und teilen hier ihre Erfahrungen.

Kündigen ohne Plan B ist für einige Berufstätige die leichteste Übung, andere schrecken eher davor zurück und fürchten die Folgen. Wiederum andere sind plötzlich in so eine Situation geraten und haben sich völlig neu kennengelernt. Auf Twitter fragten wir kürzlich unsere Leser und Leserinnen, wer schon einmal ohne etwas in der Hinterhand zu haben, gekündigt hat. Der Tweet hat viele Reaktionen und vor allem Geschichten hervorgebracht – sieben davon haben wir hier eine breite Bühne gegeben. Aus den Erfahrungen anderer Menschen lassen sich oft neue Impulse ziehen. Vielleicht fasst ein Leser neuen Mut, entwickelt neues Selbstbewusstsein und trennt sich ebenfalls von einem ungeliebten Job. Vielleicht reflektiert sich eine Leserin und kommt zu dem Schluss, dass die Kündigung noch etwas Vorlaufzeit benötigt. Lest hier sieben Geschichten von Menschen, die das Beste aus ihrer Situation gemacht haben und am Ende daran gewachsen sind.

„Plötzlich ein positiver Schwangerschaftstest“

von Jenni Schwanenberg

Im Januar beschlossen mein Lebensgefährte und ich, dass es Zeit ist, zusammenzuziehen. Mein damaliger Plan: In München kündigen, ein wenig reisen und dann einen neuen Job in Köln suchen. Der erste Teil verlief ganz nach Plan, doch dann kam alles anders, plötzlich flatterte ein positiver Schwangerschaftstest ins Haus. Das ist ein sehr freudiges Ereignis, aber der Plan war dahin. Ich stellte mir vor, wie ich im Bewerbungsgespräch sitze und sage: „Ich würde gern im September anfangen und im November in Mutterschutz gehen. Und dann erst mal sehen, wann ich aus der Elternzeit zurückkomme, ich dachte an irgendetwas zwischen April und Oktober.“ Machen wir uns nichts vor: unmöglich! Ich stellte mir die Frage, was passieren würde, wenn ich keinen neuen Job finden würde. Also war ich damit beschäftigt, die deutsche Bürokratie zwischen Arbeitslosengeld, Elterngeld und Mutterschaftsgeld auszukundschaften. Was dann folgte, war im Prinzip nichts anderes, als wenn man den Markt für eine neue Geschäftsidee recherchiert: Erst denkt man, man sei alleine mit seinem Vorhaben, dann kommt die Erkenntnis, man ist es nicht und dann ist man total deprimiert, bis man letztlich seine Lücke findet. Der neue Plan: Selbstständigkeit. Freunde haben mir auf meinem Weg immer wieder dazu geraten. Schnell gewann ich drei feste Kunden, die ich mit Kommunikation, Kontakten und Coaching unterstützen konnte und die mir ein Einkommen sicherten. Im Sommer und Herbst begann ich, neue Konzepte zu validieren, kleine Tests zu machen und mich auf den Aufbau eines Unternehmens vorzubereiten, das ich gründe, sobald ich nächstes Jahr wieder beginne zu arbeiten – mit einer kleinen Familie an meiner Seite.

„Die Zeit glich einer emotionalen Achterbahnfahrt“

von Anna-Lena Müller

Nach dem Studium habe ich bei einem Startup als PR-Managerin angefangen und dort eine tolle Zeit mit vielen Freiheiten und Vertrauen in meine Fähigkeiten gehabt – einzig vermisst habe ich erfahrenere Kollegen und Kolleginnen, mit denen ich weiter wachsen konnte. Darum beschloss ich, zu kündigen. Ich würde nicht sagen, dass das planlos war. Der Plan war ja, ein Unternehmen zu finden, in dem ich weiter lernen konnte. Richtig ist aber, dass ich zum Zeitpunkt der Kündigung keinen neuen Job hatte. Was in erster Linie nicht nur mich, sondern auch meine Eltern nervös machte. Der Gang zur Arbeitsagentur keine zwei Jahre nach Ausbildungsende ist kein leichter. „In between jobs“ habe ich vom Angebot der Agentur jedoch profitiert und einen Business-Englischkurs mit TOIEC-Zertifikat absolviert. Gerade weil ich bei der ersten Kündigung ohne neuen Job gute Erfahrung machte, entschied ich mich 2017 erneut dazu. Die Umstände aber waren anders: Es gab Umstrukturierungen im Unternehmen und ich war offen für Neues, nachdem es in der Teamzusammensetzung und im Verantwortungsbereich Änderungen gegeben hatte. Finanziell war ich mit einer Abfindung abgesicherter als fünf Jahre zuvor. Und dennoch glich die Zeit einer emotionalen Achterbahnfahrt. Meine Jobsuche teilte ich damals im Internet und war von den Reaktionen überwältigt. Paradoxerweise wurde aber genau dieser Zuspruch auch zur Last – durch Erwartungen anderer Menschen an meine Zukunft. Weshalb ich mich auch häufig vor der Frage nach dem „Und, wohin geht es?“ fürchtete und mich zeitweise sozial zurückzog. Was im Netz damals wahrscheinlich so einfach wirkte, war es in den wenigsten Tagen. Fragen wie „Finde ich jemals wieder einen Job?“ oder „Vielleicht bin ich unfähig und es ist bislang nur nicht aufgefallen?“ quälten mich. Umso dankbarer bin ich für einen Freundeskreis, der an mich geglaubt und mir Kraft, Zuversicht und ein Taschentuch gab, besonders an Tagen, an denen ich selbst nicht an mich glauben konnte. Ob ich nochmal ohne Plan B kündigen würde? Ich sag mal so: Ich strebe es nicht an, schließe es aber auch nicht aus.

„Es hat nie jemand danach gefragt“

Christian Dingler: „Ich habe aus einem Impuls heraus gekündigt.“ (Foto: Maxi Uellendahl)

von Christian Dingler

Das Ganze ist gut 15 Jahre her. Nach einem sehr unschönen Streit mit meinem damaligen Chef öffnete ich einem Impuls folgend ein neues .doc und schrieb meine fristlose Kündigung, druckte sie aus, legte sie auf seinen Schreibtisch – und ging. Nach einem halben Jahr im ersten richtigen Job. Ohne nennenswerte Rücklagen. Und mit einem sehr fragmentierten Lebenslauf. Ich Genie! Ich hatte zwei juristische Staatsexamen in der Tasche, wollte aber nicht als Jurist arbeiten. Ich hatte ein Jahr mit diversen Jobs von Weihnachtsmarktbudenwurstverkäufer über Callcenter bis Hotelküchenhilfe in den französischen Alpen hinter mir. Und jetzt halt dieses halbe Jahr als Trainee in Text und Konzeption einer Agentur, die „das mit den Fähnchen“ machte. Mit meinem cholerischen Chef, der die Grenze des konstruktiven Feedbacks mal wieder weit überschritten hatte. Mein Umfeld bestätigte mich darin, dass meine Reaktion absolut nachvollziehbar gewesen sei. Nur wo im Lebenslauf bringe ich nochmal „nachvollziehbare Impulsreaktionen“ unter? Und wie erkläre ich das im Vorstellungsgespräch? Die Antwort: Das musste ich bis heute nie, es hat einfach nie jemand gefragt. Schon ein paar Wochen nach der Kündigung hatte ich einen Job in einer größeren Agentur. Ein Jahr später wechselte ich zu einer der größten inhabergeführten PR-Agenturen Deutschlands. Nach drei Jahren dort machte ich mich selbständig. Und bin es bis heute, im Juni 2020 werden es 10 Jahre. Bis heute entscheide ich beruflich manche Dinge aus dem Bauch heraus und spontan. Vielleicht wäre es einfacher, etwas überlegter an die Dinge heranzugehen, geschadet hat mir das alles allerdings auch nicht.

„Es gab Wasser statt Wein und Reis mit Ketchup“

von Mara Reichert

Irgendwann kommt jeder an einen Punkt, an dem er sich fragt, wohin die Reise gehen soll und ob er das wirklich bis zur Rente machen möchte. So richtig wohl gefühlt habe ich mich in meinem Job schon länger nicht mehr. Mir fehlte die Spannung. Im Finanzwesen, wo ich tätig war, ging es eher trocken zu. Eins plus eins ist eben zwei und mehr passiert da auch nicht. Hinzu kamen interne Veränderungen, die es mir dann letztlich doch sehr leicht gemacht haben, den Konzern hinter mir zu lassen. Ich habe mich dann unbezahlt freistellen lassen, um mich in der Zeit komplett neu zu orientieren. Ohne die Aussicht auf einen neuen Job, regelmäßiges Gehalt und einen Plan, was ich überhaupt möchte. Schnell gelernt habe ich, dass Rücklagen das A und O sind. Ohne diese und dem Einkommen aus kleineren redaktionellen Honorartätigkeiten, wäre das undenkbar gewesen. So ein Freelancer-Dasein hilft entwicklungstechnisch übrigens enorm. Gerade in Bezug auf das Strukturieren der eigenen Arbeitsweise und Deadlines. Was mir sehr schwer fiel, war der Verzicht auf gutes Essen. Diese gemütlichen Abende mit Freunden im Restaurant waren eben nicht mehr so einfach drin. Stattdessen gab es Wasser statt Wein und Reis mit Ketchup. All die kleinen Dinge, die man mal eben spontan macht oder kauft, fielen auf einmal weg. Aber das hat was Gutes: Man lernt Dinge wieder zu schätzen! Rückblickend betrachtet war es dennoch eine der besten Entscheidungen meines Lebens, die ich so jederzeit wieder treffen würde. Heute arbeite ich Vollzeit-Lite auf 35-Stunden-Basis in einer Agentur, leite dort das Content-Marketing und gehe jeden Tag gerne und gut gelaunt zur Arbeit.

„Einige Prinzipien stehen immer ganz oben“

von André M. Bajorat

Ohne Plan B zu kündigen, tat ich schön öfter in meinem Leben – beispielsweise im Studium, aber auch danach im Berufsleben. Mein Setup macht es mir inzwischen sicher leichter als anderen Berufstätigen, da ich seit vielen Jahren eine tolle Frau mit einem guten und regelmäßigen Einkommen an meiner Seite habe. Sie unterstützt mich, genauso wie ich sie immer unterstützen würde. Aber auch wir haben mit zwei Kindern, einem Haus und einer Praxis, die bezahlt werden muss, regelmäßige Verpflichtungen, die natürlich nicht gerade wenig Engagement abverlangen. Diese Dinge haben mich aber nie davon abhalten können, den Weg in die relative Ungewissheit zu gehen, wenn es eben nötig ist. Im Laufe der Berufsjahre standen einige Prinzipien bei mir immer weit oben: Ich muss Spaß an dem haben, was ich tue. Außerdem Freiheit in der Sache. Ich würde mir nie einen Maulkorb verpassen und – ganz wichtig – mich nicht von Arschlöchern in meinem Umfeld runterziehen lassen. Ich denke eine gewisse Angstfreiheit, den Glauben an sich selbst und auch ein gewisses Maß an Naivität bedarf es schon, um den Mut zu haben, ins Unbekannte zu gehen. Ich habe aber feststellen dürfen, dass sich dieser Mut – zumindest bei mir – immer wieder ausgezahlt hat und die Ungewissheit und auch Furcht oft nur von kurzer Dauer sind. Zum Glück weiß man ja auch nie, was passiert wäre, wenn man den Schritt nicht gewagt hätte. Diese Rückschau spare ich mir, da sie aus meiner Sicht nichts bringt und im Zweifel in der Zukunft nur Mut nimmt, wenn es wieder mal heißt: Kündigen ohne Plan B.

„Glücklich trotz Arbeit“

von Isabell Prophet

Ich war in jedem Job glücklich. Bis auf einen. Es hatte schon unter falschen Vorzeichen begonnen. Man hatte mich angeworben, um in Ruhe ein Team aufzubauen. Kurze Zeit später musste jedoch alles ganz schnell gehen. Der Job war somit plötzlich ein ganz anderer. Dafür lief es zunächst ganz gut – bis die Reibereien anfingen. Wirklich nichts von dem, was ich gut konnte, war noch erwünscht. Ich passte nicht mehr ins Team, sollte mich klein machen, auf keinen Fall stören, aber für einen hohen Output sorgen. Aber deshalb habe ich nicht gekündigt. Ehrlich gesagt habe ich mich anfangs gar nicht getraut. Und lange gehofft, dass es besser werden könnte. Bis eines Morgens der Vorgesetzte aus dem Urlaub zurückkam. Er war vor mir da, ich kam rein, grüßte ihn freundlich. Er mich jedoch nicht. Eine Kleinigkeit könnte man annehmen, aber dieser Moment war mein Auslöser. Noch in derselben Minute habe ich dem Chef-Chef eine Email geschrieben und um ein Gespräch gebeten. Und dann kündigte ich. Naiv, wie ich war: mündlich. Und als ich einige Wochen später über meinen Abschied sprechen wollte, lautete die Antwort: „Du hast nicht gekündigt.“ Die letzten Wochen bei einem Vorgesetzten, der mich offen hasste, waren hart. Anderen Kollegen gegenüber gab es Vorfälle, die wir erst im Nachhinein als Mobbing erkannt haben. Freunde und frühere Weggefährten halfen mir, in den Monaten danach ins Freiberuflergeschäft zu kommen. Wer gute Job-Freunde hat, der braucht keinen Plan B. Später bekam ich meinen ersten Buchvertrag. Betreff meiner Bewerbungsmail: Glücklich trotz Arbeit.

„Heute würde ich vorher ein Sicherheitsnetz spannen“

Andreea Markert-Hula: „Sieben Mal habe ich gekündigt.“ (Foto: Privat)

von Andreea Markert-Hula

Sieben Mal habe ich gekündigt. Jedes Mal, weil ich gehen wollte. Nicht, weil ich etwas Besseres hatte. Ich habe gekündigt, weil die Perspektive fehlte. Weil sich meine Aufgaben sehr veränderten und mich nicht mehr glücklich machten. Weil ich mich mal falsch entschieden habe, muss man auch ehrlich sagen. Und einmal, weil wir eine Weltreise machen wollten. Zeitraum: ungewiss. Die fehlende Planungssicherheit oder ein paar Monate arbeitslos zu sein, hat mich nie gestört. Ich bin gut in meinem Job, knie mich rein, hab Spaß, bin motiviert – warum sollte ich nichts Neues finden? Mit Ur-Vertrauen und Selbstsicherheit bin ich immer gut gefahren. In meiner Zeit als Selbständige wie in Festanstellungen. Alles easy. Viele Jobs lang, über ein Jahrzehnt. Bis März 2018. Da wusste ich, dass ich schwanger bin. Es folgten Hausbau und Familienauto. Im November wurde unsere zauberhafte Tochter geboren. Ob Haus oder Miete ist unterm Strich ähnlich. Doch so ein Kredit wiegt schwerer. Ebenso die neue Rolle als Eltern. Da ist plötzlich viel Verantwortung. Nicht nur für sich und für heute, sondern für das Wohlergehen eines kleinen Menschen. Also lieber auf Nummer sicher gehen, statt wie sonst ins Blaue springen. Das heißt noch lange nicht stehen bleiben! Oder sich in einem Job quälen, der nicht passt. Das heißt, vorher ein Sicherheitsnetz spannen. Planen, statt spontan sein. Wissen, was als nächstes kommt. Verantwortung übernehmen. Das, was Eltern halt so tun.

Übrigens, auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: Ohne Plan B kündigen? Das geht doch nicht! Doch, meint t3n-Autor Andreas Weck. Auch wenn es gute Gründe dagegen gibt, sollten Ängste nicht die Oberhand gewinnen. Ein Kommentar, der viel Diskussionsstoff geliefert hat. Lies auch: „Warum du den Mut haben solltest, auch ohne Plan B zu kündigen“

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6 Kommentare
Giggi

Wenn das jemand mit Mindestlohn liest wird im schlecht.

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Henning
Henning

Ich hab auch ohne Plan B gekündigt. Als Ingenieur, nach fast drei Jahren im Job. Jetzt bin ich arbeitslos, fett und nicht mehr krankenversichert. Ich lebe vom eingemachten, denn ALG gibts nicht. Will ja nicht jammern aber es geht auch anders. LG

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YR
YR

alles Studierte, ich glaube machmal, ganz Deutschland arbeitet im Büro. So ein Schmarrrrn.

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Jens Rauterberg
Jens Rauterberg

Schöne Geschichten, nur leider nicht sehr hilfreich für die überwiegende Mehrheit. Hier wird wieder einmal mehr ein systemaitscher Fehler deutlich. Wenn ich nur nach Erfolgsgeschichten frage und die sieben besten davon veröffentliche, bleiben die tausende Schicksale, bei denen das sicher nicht geklappt hat und die sich nicht bei T3N gemeldet haben, ungehört. Kein guter Tipp für das Leben der meisten Menschen.

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Sascha
Sascha

Ich hab auch das Gefühl, die ganze (Arbeits-)Welt dreht sich nur noch um PR-Leute.
Fast alle der genannten hier arbeiten im PR-Sektor…

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Thorben
Thorben

Schwierig, schwierig… Zunächst erstmal arbeiten fast alle im Beitrag vorkommenden Personen in irgendwelchen Agenturen??? Diese Branche lebt ohnehin von ständiger Fluktuation, weil ja irgendwann kreative Prozesse in der Routine versacken. Man muss also kündigen/wird gekündigt aus einem eigenen Überlebensinstinkt oder dem der entsprechenden Agentur. Kreativ im Beruf sein „dürfen“ und sollen die allerwenigsten Menschen. Dafür haben wir in Deutschland Vorschriften, an die man sich halten muss. In vielen Berufen sind das so existentielle und allgegenwärtige Vorschriften, dass es für den Betreffenden eigentlich egal ist, bei welchem Arbeitgeber diese Vorschriften befolgt werden müssen, ob das jetzt die DIN-Norm in all ihren Auswüchsen oder Gesetze sind… Es ist mir durchaus verständlich, wenn es mal menschlich nicht passt, man sich in einen Prozess nicht einordnen kann. Es gibt da verschiedene Herangehensweisen, die allerdings vom Reifegrad der Beteiligten abhängen. Ich könnte die Flucht antreten, also kündigen… auf der anderen Seite könnte ich aber auch akzeptieren, wie die andere Partei ist und versuchen, deren positive Ressourcen zu erkennen und zu nutzen. Dann entspannt sich auch das Verhältnis der Zusammenarbeit.

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