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Analyse

Erfolgreiche Onlineshops: Warum IT-Infrastruktur und Content gleichermaßen von Bedeutung sind

(Foto: Shutterstock / Ellagrin)

Zuerst das eine, dann das andere. Oder doch nicht? Wie man zwei wichtige Komponenten bei der Entwicklung eines Onlineshops verbindet.

Du entwickelst einen Onlineshop und weißt nicht so recht, wo du anfangen sollst? Erst die Technik, dann der Content – oder besser umgekehrt? Drei Tipps, wie du beide Komponenten verbindest.

Bei der Entwicklung eines Onlineshops stehen Betreiber vor einer Art Henne-Ei-Problem: Was sollte zuerst da sein? Die Infrastruktur oder der Content? Meist denken Shop-Betreiber zuerst über die technische Umsetzung ihres Onlineshops nach: Welche Lösungsansätze gibt es? Welche Systeme benötige ich überhaupt? Und wie kann ich diese optimal miteinander verbinden? Der Content folgt dann meist erst im zweiten Schritt. Dabei spielt er eine wichtige Rolle, wenn es um einen erfolgreichen Online-Auftritt geht:

Im E-Commerce ist das zentrale Ziel, eine maximale Konversionsrate zu generieren. Das bedeutet, so viele Besucher des eigenen Onlineshops wie möglich in Kunden umzuwandeln, also zum Kauf der angebotenen Produkte zu bewegen. In einer nahezu gesättigten Online-Einkaufswelt mit starken globalen Playern stellt das eine große Herausforderung für Händler dar. Um aus dem Marktangebot hervorzustechen, gilt es, den Kunden ein einzigartiges und emotionales Einkaufserlebnis zu bieten. Das gelingt zum einen durch guten, relevanten Content und zum anderen durch eine optimale Shop-Infrastruktur bzw. Lösungsarchitektur als Bestandteile einer Content Commerce-Strategie.

Nutzwertiger Content und eine geeignete Lösungsarchitektur sind also beides wichtige Komponenten für einen erfolgreichen Onlineshop. Wie dieser Content aussehen sollte, welche Möglichkeiten Shop-Betreiber bei der technischen Umsetzung haben und wie diese Komponenten zusammenspielen, zeigen die folgenden Tipps und Lösungsansätze:

Was ist eigentlich „guter“ Content?

Content sollte ganz generell für Menschen erstellt werden, nicht für Suchmaschinen. Ein Text muss den Nutzer an genau dem Touchpoint der Customer Journey abholen, an dem dieser sich gerade befindet, ihm Informationen und Orientierung liefern, Fragen beantworten und Tipps geben. Das muss nicht zwangsläufig nur in Textform geschehen. Je nach Thema und Zielgruppe eignen sich auch Bilder, Infografiken, Audio-Aufnahmen oder Video-Clips, um Informationen zu vermitteln. Auch in puncto Suchmaschinenoptimierung wirkt sich konsequent nutzerorientierter Content positiv aus: Suchmaschinen erkennen heute, ob Inhalte semantisch so gestaltet sind, dass sie sich an menschliche Nutzer richten, oder ob sie beispielsweise mit Keywords überladen sind und offensichtlich nur für die Suchmaschinen erstellt wurden.

Content für verschiedene Shop-Kategorien erstellen

Damit ein Onlineshop erfolgreich ist, sollte der Nutzer durch eine gute Struktur an die Hand genommen werden. Ein wesentlicher Faktor hierfür sind klar gekennzeichnete Kategorien und Unterkategorien. Wer in einem Onlineshop für Kleidung nach einem Gürtel sucht, sollte ihn beispielsweise schnell unter der Kategorie „Accessoires“ finden. Auch der Content muss dieser Struktur folgen und entsprechend der verschiedenen Kategorien aufbereitet sein. Der Nutzer möchte sich schließlich durchklicken, um am Ende auch detaillierte Informationen zu dem Produkt zu erhalten, wie zum Beispiel zu Qualität und Material. Nicht nur die Einstiegstexte auf der Homepage sind also relevant, sondern auch die Kategorie-Beschreibungen – als Einstieg zu den einzelnen Produkten – und die Produktbeschreibungen auf den einzelnen Unterseiten. Vor allem diese detaillierteren Texte bieten die Chance, Nutzer gezielt über Suchmaschinen zu gewinnen und zu überzeugen. Außerdem sollen sie dem Nutzer Orientierung und Zusatzinformationen bieten - und ihn so bei der Kaufentscheidung unterstützen. Spezifischer Content hilft dem Shop-Betreiber zudem dabei, eine höhere Konversionsrate zu erzielen: Da er sich durch guten Content als Produkt-Experte präsentiert, gewinnt er das Vertrauen der Nutzer, die daraufhin eher gewillt sind, ein Produkt zu kaufen, als wenn sie keine zusätzlichen Informationen dazu bekommen hätten. Über geeigneten Content ein Produkt und seine Besonderheiten vorzustellen und dessen Vorteile zu erklären, kommt am Ende also sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer zugute.

Nutzwertiger Content, der unterhält und informiert

Zu den Inhalten eines Onlineshops gehören natürlich Produktbeschreibungen. Doch Internetnutzer, die online einkaufen, suchen nicht nur nach Informationen, sondern auch nach Unterhaltung. Zum nutzwertigen Content eines Onlineshops zählen also auch Inhalte, die nicht direkt etwas mit dem Produkt zu tun haben. Das können zum Beispiel Tipps, Trends oder Erfahrungsberichte sein wie „So werden Ihre Urlaubsfotos noch schöner“ oder „5 praktische Tipps, um Energie zu sparen“. Diese „Ratgeber-Inhalte“ stellen den Shop-Betreiber erneut als Experten dar, der nicht nur seine Produkte verkauft, sondern auch seinen Kunden einen Mehrwert bietet. Dieser Content sollte dann nicht nur auf der Website erscheinen, sondern über sämtliche Kanäle (in angepasster Form) ausgespielt werden. Im Idealfall wirken sich diese Ratgeber-Inhalte positiv auf die Kaufentscheidung des Nutzers aus.

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Eine Reaktion
YUHIRO.DE

Sehr interessanter Beitrag.

Besonders die drei verschiedenen Ansätze sind spannend. Eventuell würden ein paar mehr Informationen zu den unterschiedlichen Punkten nicht schaden.

Würde mich auch freuen zu erfahren, was die Autoren von Shopsystemen wie Hybris, Magento und ähnlichen halten und wie diese in die, im Beitrag genannte, Strategie hineinpassen.

Freundliche Grüsse
Sascha Thattil

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