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Open Source: 91 Prozent der Programme enthalten veraltete Komponenten

Open-Source-Software. (Bild: Best-Backgrounds/ Shutterstock)

Einer Studie zufolge ist die Akzeptanz von Open Source weiter gestiegen, zugleich nimmt das Sicherheitsrisiko zu. Viele Komponenten sind veraltet oder werden nicht mehr weiterentwickelt.

Open-Source-Software wird immer beliebter, der Einsatz dieser Programme birgt aber auch ein entsprechend hohes Sicherheitsrisiko. Die Softwarefirma Synopsys hat im Rahmen einer Studie die Codebases von über 1.250 kommerziellen Anwendungen untersucht und dabei herausgefunden, das 91 Prozent der Programme veraltete Open-Source-Komponenten enthalten.

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Open-Source-Komponenten weit verbreitet

Dem sogenannten Open Source Security and Risiko Analysis Report 2020 zufolge enthalten mittlerweile 99 Prozent der untersuchten Anwendungen mindestens eine Open-Source-Komponente. Insgesamt kommt Open Source auf einen Anteil von 70 Prozent an dem gesamten Code. Aber über neun von zehn der eingesetzten Komponenten sind schon seit vier Jahren oder mehr veraltet oder in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr weiterentwickelt worden.

Das sorgt zum einen für ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. So enthalten 75 Prozent der überprüften Anwendungen Open-Source-Komponenten mit bekannten Sicherheitslücken – ein Einfallstor für Cyberkriminelle. Der Anteil ist übrigens gegenüber der Vorjahresuntersuchung um 15 Prozentpunkte gestiegen. Fast die Hälfte der Codebases enthält Synopsys zufolge sogenannte hochriskante Schwachstellen. Im Vorjahr waren es 40 Prozent.

Sicherheitsrisiken und Funktionsprobleme

Neben den Sicherheitsrisiken drohen wegen veralteter oder nicht mehr weiterentwickelter Open-Source-Komponenten auch unerwünschte Funktions- oder Kompatibilitätsprobleme, wenn Anwendungen aktualisiert werden. Ebenfalls als problematisch erwiesen sich bei der Analyse Konflikte bei Open-Source-Lizenzen. Über zwei Drittel der untersuchten Anwendungen bargen irgendeine Form von Lizenzkonflikt. Bei einem Drittel waren Open-Source-Komponenten ohne identifizierbare Lizenz vorhanden.

„Eine genaue Bestandsaufnahme der Softwarekomponenten von Drittanbietern, einschließlich der Open-Source-Abhängigkeiten, zu führen und auf dem neuesten Stand zu halten, ist ein wichtiger Ausgangspunkt, um Anwendungsrisiken auf mehreren Ebenen angehen zu können“, erklärt Tim Mackey, Principal Security Strategist am Synopsys Cybersecurity Research Center.

Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung.

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