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Otto: Neuer Chef gibt ehrgeizige Ziele vor

Otto-Chef Alexander Birken während einer Pressekonferenz in Hamburg. (Foto: dpa)

Vor kurzem schrieb der Handelskonzern Otto noch rote Zahlen. Nach neuen Geschäftsdaten ist die Unternehmensgruppe nun wieder profitabler – und ein neuer Chef hat große Pläne.

Der neue Chef Alexander Birken gibt dem Handelskonzern Otto ehrgeizige Ziele vor. In den kommenden sechs Jahren solle der Umsatz der Gruppe von heute 12,5 Milliarden auf 17 Milliarden Euro steigen, sagte Birken am Mittwoch in Hamburg. Das entspreche einem jährlichen Umsatzwachstum von rund 800 Millionen Euro. Birken steht seit Jahresanfang an der Spitze der Otto Group. Birken ist aber nicht neu in dem Handels- und Dienstleistungskonzern – er führte zuvor die Einzelgesellschaft Otto, den früheren Otto-Versand.

Otto vor großem Wandel

Birken sieht die Unternehmensgruppe vor einem großen Wandel. Die deutsche Einzelgesellschaft Otto könne zu einer großen Handelsplattform ausgebaut werden, die fünf bis zehn Millionen verschiedene Artikel anbiete, erklärte Birken. Heute sind es gut zwei Millionen. Birken sagte aber auch: „Wir werden keine anderen Plattformen nachahmen, weder Amazon noch Ali Baba.“

Auch das Startup Collins mit dem Online-Modeshop „About You“ spielt in der Strategie eine Rolle. „Wir wollen daraus ein Milliardenunternehmen machen“, sagte Birken. Gegenwärtig steht Collins bei 135 Millionen Euro Umsatz. Mit der Umsetzung einer neuen Strategie sei mit steigenden Investitionen und neuen Arbeitsplätzen zu rechnen, sagte Birken. Weltweit legte die Otto Group im vergangenen Geschäftsjahr bei den Mitarbeitern um rund 150 auf 49.750 Mitarbeiter zu.

Die Umsätze der Gruppe stiegen im zurückliegenden Geschäftsjahr um 3,4 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro. Nach Steuern blieb ein Gewinn von 41 Millionen Euro, nach einem Verlust von 190 Millionen Euro im Vorjahr. Der Handel über das Internet ist seit Jahren Umsatztreiber des Konzerns. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte der Konzern die Umsätze der mehr als 100 Online-Shops weltweit auf vergleichbarer Basis um rund zehn Prozent auf knapp sieben Milliarden Euro. dpa

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