News

Bündnis gegen Passwortabfrage an US-Grenzen: „Angriff auf fundamentale Grundrechte“

Trump-Regierung führt zu großen Proteste im In- und Ausland. (Foto: dpa)

Die US-Regierung erwägt, dass Nicht-US-Bürger künftig ihre Passwörter bei der Einreise angeben sollen. Bürgerrechtler argumentieren jetzt öffentlich dagegen.

Die Trump-Regierung sorgt bereits in den ersten Wochen der Administration für großes Aufsehen. Anfang des Monats gab der Heimatschutzminister John F. Kelly beispielsweise zu verstehen, dass die Regierung darüber nachdenke, die Geräte- und Online-Dienste-Passwörter von Nicht-US-Bürgern bei der Einreise abzufragen. Jetzt hat sich ein Bündnis aus 50 Bürgerrechtsorganisationen und zahlreichen Einzelpersonen öffentlich gegen diese Erwägung gestellt.

Passwortabfrage an US-Grenzen: Bürgerrechtler stellen sich gegen Trump-Regierung

Mögliche Passwortabfrage bei Nicht-US-Bürgern ruft Bürgerrechtler auf den Plan. (Foto: dpa)

Das Bündnis, dem unter anderem auch die ACLU und die Electronic Frontier Foundation angehören, spricht von einem Angriff auf fundamentale Grundrechte. Es weist zudem in der gemeinsamen Erklärung auf die Unverhältnismäßigkeit hin, die mit einer Passwortabfrage einhergehen würde. Ein solches Unterfangen würde keine zusätzlich Sicherheit bringen, sondern vielmehr zu Nachahmern in anderen Ländern führen, was wiederum die Sicherheit der USA gefährden könne.

„Die erste Regel der IT-Sicherheit ist einfach: Gib deine Passwörter nicht heraus.“

„Die erste Regel der IT-Sicherheit ist einfach: Gib deine Passwörter nicht heraus. Keine Regierungsbehörde darf die Sicherheit, die Privatsphäre und andere Rechte von Menschen mit so einer Blanko-Richtlinie untergraben“, heißt es in der Stellungnahme. Die US-Regierung solle von ihren Plänen wieder Abstand nehmen, so die Forderung der Unterzeichner. Bislang gibt es keine Reaktion seitens der US-Administration auf die Aktion.

Auch in Deutschland wird einem ähnlichen Vorhaben derzeit der Weg geebnet. Das Bundesinnenministerium plant, die Smartphones und Handys von Geflüchteten massenhaft auszulesen. Gegen den Vorstoß des Bundesinnenministers Thomas de Maizière gab es zwar breite Kritik in der Öffentlichkeit und der Parteienlandschaft, dennoch hat das Bundeskabinett den „Gesetzentwurf zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht“ jetzt beschlossen.

Auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: Trump will, dass Einreisende ihre Social-Media-Profile, Telefonkontakte und Websites offenlegen

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
lola
lola

Die Mautdaten auszulesen um einen Mörder zu finden war in Deutschland aufgrund von Datenschutz nicht möglich. Immobilien von Sozialbetrügern zu finden, schützt die dezentrale Datenhaltung.
Aber wehe ein Flüchtling kommt aus dem falschen Land, dann geht alles. Und danach …..nimmt ihm Algerien oder Tunesien nicht zurück – und er bleibt doch. Dann bestrafen wir ihn mit „keiner Arbeitserlaubnis“ und Langeweile.
Wie wäre es die, die wir eh nicht wieder loswerden einfach zu intergrieren ?

Oder wir machen es wie die Australier und deporieren alle nach Sylt.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung