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Patagonia setzt Zeichen zur US-Wahl: „Wählt die Arschlöcher ab“

Der US-amerikanische Textilhersteller Patagonia hat sich mit einer Marketing-Kampagne eindeutig zur anstehenden Präsidentschaftswahl positioniert.

1 Min. Lesezeit
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(Foto: Michael Li)

In etwas mehr als einem Monat wählen die US-Amerikanerinnen und -Amerikaner einen neuen Präsidenten – oder bestätigen den Republikaner Donald Trump für eine weitere Amtszeit. Inzwischen positionieren sich immer mehr Prominente und auch Unternehmen recht eindeutig und mit teils deutlichen Worten.

„Wählt die Arschlöcher ab“

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Wer etwa das Etikett einer bestimmten Shorts des Outdoor-Textilherstellers Patagonia umklappt, könnte nicht schlecht staunen: „Wählt die Arschlöcher ab“, steht dort geschrieben, das Unternehmen hat die Echtheit bestätigt.

Dabei ist es nicht das erste Mal, dass sich Patagonia so eindeutig positioniert. Bereits 2017 hatte das Unternehmen Klage gegen die Trump-Regierung eingereicht, um Naturschutzgebiete in Utah zu erhalten. Den Profit aus Trumps Steuersenkung aus dem Jahr 2018 – immerhin zehn Millionen US-Dollar – hatte Patagonia an diverse Umweltschutzorganisationen gespendet. Die Steuersenkung gehe zulasten des Planeten, der das Geld dringender brauche als das Unternehmen, hatte es damals geheißen.

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Marketing mit Haltung – mehr als ein Trend

Auch der Eiscreme-Hersteller Ben & Jerry’s verknüpft immer wieder Aktivismus mit seinen Produkten. Mit „Pecan Resist“ gibt es sogar eine eigene Sorte der Eiscreme, deren Erlös komplett an Projekte und Organisationen geht, die sich für soziale Gerechtigkeit, den Klimaschutz sowie LGBTQ-, Geflüchteten- und Einwandererrechte einsetzen. Alles Themen, die Donald Trump explizit nicht am Herzen liegen.

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Für Unternehmen kann es sich durchaus auszahlen, wenn sie politisch oder ideologisch eine klare Kante fahren. Schließlich kaufen Kunden nicht nur den Artikel, sondern immer auch ein mit der Marke verbundenes Lebensgefühl. Teilweise geben Logos bestimmter Marken gar einen Hinweis, wo der Träger oder die Trägerin politisch oder sozial steht. So wird der Konsum fast schon zum Statement, wie auch der Tweet der Journalistin Ana Navarro-Cárdenas zeigt: Sie kündigt an, Patagonia-Parkas in allen Farben zu kaufen – obwohl sie in Miami lebe.

Zum Weiterlesen: Marketing mit Haltung – warum bloße Lippenbekenntnisse nicht ausreichen

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6 Kommentare
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Wolfgang Einhorn

Sorry, aber was ist an Biden besser? Wer die ganze Wahrheit über ihn wissen würde, würde bei Trump bleiben wollen. Trump ist ein harmloses Würstchen im Vergleich zu Biden.

Antworten
GoSilla

Na dann hau mal einen Raus!

Antworten
Andreas Hanet

Ganz schwache Propaganda von Leuten die sich null mit Politik beschäftigt haben, aber gerne dem naiv-möglichsten Mainstream-Narrativ folgen. Die einfachen Leute wählen Obama weil er schwarz war (ohne auch nur im Geringsten sein Programm zu kennen), Hillary (weil sie eine Frau ist) oder Biden (weil er „nicht Trump“) ist. Und wundern sich dann über die Konsequenzen (bzw. nicht, weil sie keine Nachrichten lesen).

Trump mag ein seltsamer Typ sein, aber er hat Unmengen an korrupten Leuten entfernt, die Unterschicht aus der Armut geholt, enorme Arbeitsplätze geschaffen, als erster Präsident seit 35 Jahren keinen Krieg geführt, extreme Fortschritte in der Diplomatie gemacht und sogar die Rassenunruhen ohne Gewalt beendet.

Ich sage das als eher Linker! Trumps Stab als „assholes“ zu bezeichnen ist einfach nicht smart, sondern zeugt von purem Mitläufertum.

Antworten
Wolfgang Einhorn

100%ige Zustimmung! Wenn Hillary die Wahl gewonnen hätte, hätten wir vermutlich schon Krieg mit Russen gehabt. Biden hatte schon schon viel Zeit gehabt etwas für die Amis zu bewegen, und nichts hat er getan.

Antworten
Titus von Unhold

„aber er hat Unmengen an korrupten Leuten entfernt“

Und seinen eigenen korrupten Buddies installiert.

„die Unterschicht aus der Armut geholt“

Lüge. Die Ungleichheit wächst weiter.

„enorme Arbeitsplätze geschaffen“

Nein, er hat in der Summe Arbeitsplätze zerstört.

„als erster Präsident seit 35 Jahren keinen Krieg geführt“

Doch, hat er als er den Iran bombadiert hat. Dass auch unter seiner Amtszeit illegale CIA-Aktionen stattfanden ist sicher. Und außerdem hat er fast einen Atomkrieg angefangen.

„extreme Fortschritte in der Diplomatie gemacht“

Wenn man Handelskriege als Fortschritt bezeichnen will.

„die Rassenunruhen ohne Gewalt beendet.“

Nein, er hat sie angeheizt.

Antworten
dennis

@Andreas Hanet: Leider etwas eindiemnsional und nicht weitergedacht, sorry. Auch deine Vergleiche: Meinst Du die AfD Wähler kennen das Programm dieser Partei? Meinst Du, dass überhaupt ein Wähler irgendein Wahlprogramm kennt. Kennen die meisten einfach nicht.

@Titus von Unhold: Du hast einfach Recht.

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