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Ratgeber

Wie du die perfekten Farben für deine Visitenkarte wählst

Visitenkarten-Design von Mad Pepper. (Bild: Mad Pepper)

Sieh dir deine Visitenkarten an. Was sticht dir auf den ersten Blick ins Auge? Wenn alles, was du siehst, ein Nichts aus Schwarz-Weiß ist, stehen die Chancen gut, dass dies der erste Eindruck ist, den du auf andere machst.

Ja, es kann schwierig sein, die eigenen Marketingmaterialien objektiv zu betrachten, aber es gibt mindestens einen Aspekt, in dem sich deine Visitenkarte von anderen abheben kann: die richtige Farbe. Wenn deine Visitenkarte schwarz-weiß ist, lässt du dir womöglich etwas entgehen. Laut Experten behalten die Menschen eine farbige Visitenkarte zehnmal länger als eine schwarz-weiße.

Aber wusstest du, dass es bestimmte Farbschemata für Visitenkarten gibt, die die Chancen erhöhen können, einen neuen Kunden zu gewinnen oder ein Geschäft abzuschließen? Farben können beeinflussen, wie wir uns fühlen, was bedeutet, sie sprechen uns eher an und animieren uns zum Handeln – wie zum Beispiel eine Visitenkarte aus einem Stapel zu nehmen und anzurufen.

Was musst du also tun, um die richtigen Farben für deine Visitenkarte zu finden? Wir verraten es dir. In diesem Artikel betrachten wir die verschiedenen Elemente, über die du nachdenken solltest, wenn du die Farben für deine Visitenkarte auswählst:

1. Farbenlehre

  • Farbenlehre verstehen
  • Farbpsychologie
  • Farbenlehre auf dein Visitenkarten-Design anwenden

2. Deine Karte designen

  • Logofarbe
  • Farbplatzierung
  • Papiertyp
  • Schriftarten und Grafiken

3. Markenkonsistenz

  • Denke an deine Unternehmenskultur

1. Farbenlehre

Vielleicht ist es dir gar nicht bewusst, aber wenn du eine Visitenkarte nimmst, baust du eine unterbewusste Verbindung zu dem auf, was du siehst. Farbe kann dabei eine große Rolle spielen. Um wirkungsvolle Designs zu entwerfen, können wir die Farbenlehre nutzen, die uns hilft, zu verstehen, wie Farben sich am besten gegenseitig ergänzen.

Farbenlehre verstehen

Mit der Farbenlehre bekommen Designer ein Verständnis davon, welche Rollen verschiedene Farben dabei spielen, eine Botschaft zu vermitteln. Dazu gehört auch, wie Farben gemischt werden und wo sie im Farbkreis liegen.

(Grafik: 99designs)

Eine Möglichkeit ist beispielsweise, Farben in einem Schema zu gruppieren, das Komplementärfarben zusammenlegt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sie in einem analogen Farbschema zu gruppieren. Drei Farben, die im Farbkreis nebeneinander liegen, werden als analog betrachtet. Ein Designer könnte auch Farben aus dem Farbkreis nehmen, die Natur repräsentieren, und ein Schema kreieren, das komplett aus verschiedenen Tönen von Grün und Gelb besteht.

Zusätzlich zu komplementären und analogen Farben entscheiden sich manche Designer für triadische Farben, die Farben verwenden, die im Farbkreis gleichmäßig verteilt sind. Grün, Orange und Violett zum Beispiel können zusammen ein kräftiges, auffälliges Statement ergeben. Du könntest dich auch für ein tetradisches Farbschema entscheiden, das vier Farben wählt, die in einem rechteckigen Muster im Farbkreis verteilt sind. Spiele mit diesen Variationen, um das Farbschema zu finden, das am besten für deine Visitenkarte funktioniert.

Farbpsychologie

Zusätzlich zur Farbtheorie nutzen Designer auch Farbpsychologie, um die richtige Farbe zu wählen, die zur Markenbotschaft einer Visitenkarte passt. Zum Beispiel:

  • Gelb vermittelt Optimismus und Wärme
  • Orange kommuniziert Freude und Selbstvertrauen
  • Rot erscheint jugendlich und frech
  • Blau kommuniziert Zuverlässigkeit und Stärke
  • Grün wird mit Frieden und Gesundheit assoziiert
  • Grau wird als neutral und ruhig betrachtet

Farbpsychologie kann einen großen Einfluss darauf haben, wie deine Visitenkarte wahrgenommen wird.

Farbenlehre auf dein Visitenkarten-Design anwenden

Für einen Kinderzahnarzt ist ein lustiges, lebhaftes Design, das Rot- und Gelbtöne enthält, passender, wohingegen eine Anwaltskanzlei eher Blau, Grau oder gedeckte Farben verwenden sollte, um Zuverlässigkeit zu repräsentieren. Wenn es also um Farbe geht, denke zuerst darüber nach, auf welche Wirkung du aus bist.

Was wird dich auf Networking-Events, wo Teilnehmer mehrere Visitenkarten einsammeln, vom Rest abheben? Du denkst vielleicht: Okay, dann eben eine Neon-Karte mit Regenbogenfarben. Aber das ist nicht unbedingt der Fall. Deine Karte soll zu deiner Marke passen, damit sich die Leute daran erinnern, worum es bei deinem Unternehmen geht. Selbst ein minimalistisches Design mit wenig, aber klug platzierter Farbe kann bereits die Lösung sein.

Und vergiss nicht, dass das Farbschema, das du wählst, in all deinen Markenmaterialien auftauchen sollte – deinem Unternehmenslogo, der Beschilderung, dem Website-Design und der Visitenkarte – um die Markenbotschaft einheitlich zu halten.

Ein einfaches Schwarz-Weiß kann eine Markenbotschaft vermitteln. Via BlueMoon.

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2 Reaktionen
Grafikdesignerin

Genau das habe ich beim Lesen des Artikels auch gedacht. Natürlich veranschaulichen solche Beispiele, dass man sich die Farbgebung für ein Unternehmen gut überlegen sollte – das gilt im Übrigen aber lange nicht nur für die Visitenkarte. Die Farben werden schon viel früher festgelegt und natürlich sollte die Visitenkarte dann auch das Corporate Design wiederspiegeln.

Alles in allem ist der Artikel aber eine schöne Zusammenfassung zum Thema Farblehre.

Antworten
Stilwaechter

Hallo,

an sich eine solide Zusammenfassungen und manche Punkte kann ich zumindest grob im Kern auch so stehen lassen, aber solchen Uralt-Aussagen wie "Kinderarzt=bunt, Anwaltskanzlei=Grau/blau" verdanken wir es dass fast jeder Jurist nur noch gedeckte Töne in seinen Marketingmaterialien zulässt.

Ein Eindruck der im Gedächtnis bleibt wird so definitiv nicht hinterlassen!

Natürlich braucht man etwas Erfahrung dafür wie man wirkungsvoll aus der Masse herausstechen kann ohne übers Ziel hinauszuschiessen, aber mit Farbzuordnung aus den 90ger Jahren wird das eher nix.

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