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Personalmangel: Jedes zweite Startup hat offene Stellen

Trotz Coronapandemie bleiben viele Stellen in Startups unbesetzt. Mehr als die Hälfte gibt an, Schwierigkeiten beim Recruiting zu haben. Wollen immer weniger Leute in Startups arbeiten?

Von Vicky Isabelle Bargel
1 Min. Lesezeit
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Gibt es generell zu wenig Fachkräfte oder will einfach niemand in Startups arbeiten? (Foto: Factory)

Im Schnitt haben Startups rund zwanzig Mitarbeiter. Das hat zumindest eine Umfrage des Bitkom kürzlich ergeben. Was sich bei der Befragung außerdem zeigte: Trotz der Coronapandemie ist jedes zweite Startup auf Personalsuche. Allerdings geben auch mehr als die Hälfte der Startups an, sie hätten Schwierigkeiten, Mitarbeitende zu finden.

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Nur sechs Prozent aller Startups geben laut Bitkom an, dass ihre Beschäftigtenanzahl im Laufe des Jahres zurückgehen wird. 57 Prozent, und somit mehr als der Hälfte der befragten Startups, rechnen mit einem Personalzuwachs. Man könnte also meinen, die deutsche Startup-Szene sei trotz der Pandemie auf Wachstumskurs. Trotzdem scheint der Hype um Mitarbeit in einem Startup nicht bei allen Arbeitnehmern anzukommen: Zwei Drittel aller Startups haben Probleme, geeignete Bewerber für ihre Stellen zu finden.

Großkonzern sticht Startup

Und selbst wenn es Bewerber gibt, stoßen viele Startups auf ein weiteres Problem: 41 Prozent der Jungunternehmen geben an, dass sich geeignete Kandidaten am Ende häufig eher für Großunternehmen oder etablierte Mittelständler entscheiden als für ein Startup. Begründung: Beim klassischen Fixgehalt könnten Startups oft nicht mit etablierten Mitbewerbern konkurrieren.

t3n meint:

Ich halte es für höchst fraglich, dass die mangelnde Bereitschaft für eine Mitarbeit im Startup lediglich an einer geringeren Bezahlung liegt – wobei das allein natürlich schon ein schlagkräftiges Argument wäre. Vielmehr glaube ich, dass die Arbeitsmentalität in Startups ein Hauptproblem sein könnte. Denn nach wie vor beobachtet man häufig: außen Hui, innen Pfui. Zwar scheinen Obstkorb und Kickertisch erstmal total prima und Agilität ist auch ein klasse Buzzword – wenn man hinter die Fassade blickt, begegnet man aber nach wie vor nicht selten Ausbeutung und – Überraschung – starren Hierarchien. Das haben mittlerweile eben viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erkannt.

Vicky Bargel

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3 Kommentare
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Dein t3n-Team

Sascha

Solange sich viele Startups an Hotspots ansiedeln wird das auch so bleiben. Schlechte Bezahlung und hohe Mieten tun ihr weiteres dazu. Das nächste Startup in München / Berlin / macht es da nicht besser.

Antworten
Thorsten

Frau Bagel mal wieder mit ihren schlechten Erfahrungen bei Startups. Nur weil Sie als bekennende Feministin (was in Verbindung mit ihren offenen feindlichen Attacken und verbitterten Seitenhieben einfach nur noch als frustrierte Extremistin wahrgenommen wird) vielleicht persönliche Vorurteile haben, heißt das nicht, das die gesamte Startup Szene gleich schlecht ist. Es gibt auch sehr gute Beispielhafte Unternehmen, die ein tolles Arbeitsklima haben.

Ich würde mich freuen, wenn Sie in Zukunft diese Stutenbissigen Sticheleien unterlassen würden! Das wirft ein schlechtes Licht auf diese wunderbare Publikation t3n und nervt einfach nur!

Im übrigen kann ich mich dem Kommentar von Sascha nur anschließen. Insb. in Berlin sind härtere Bandagen und finanzielle Bedingungen anzutreffen, als z.B. in NRW, wo es ein wunderbares Startup-freundliches Klima, sowohl in Köln und Düsseldorf, aber insbesondere auch im Ruhrgebiet zwischen Essen, Bochum und Dortmund gibt! Dortmund hat mit fast 120 Leuten auch mit Abstand die größte Wirtschaftsförderung in Deutschland. Und sie unterstützen die lokale Startup Szene mit dem start2grow Businessplan Wettbewerb und dem Startups.Innolabs Incubator im Hochschulverband der Uni Dortmund und der FHs in Dortmund und Hamm. Und die Wohnungen sind hier auch einfach noch bezahlbar! Mit dem Startplatz haben wir in Köln zudem einen der größten und aktivsten CoWorking Spaces in ganz Deutschland.

Fazit: Mal überlegen in NRW zu gründen, anstatt in Berlin, München oder Hamburg!

Antworten
dennis

Vicky hat hier völlig recht. Die Bezahlung ist schlecht und hinzu kommen verkrustete Verhaltensweisen, die verdeckt werden. Schlimmer wird es, es man auf die Insolvenzen der Statups guckt. Da gibt es einfach zu viele. Gerade noch über Zeitgold gelesen… Ist halt schlecht, wenn man versucht nach außen hin zu glänzen, aber es innerlich nicht kann. Da muss ich Vicky einfach recht geben.

Traurig finde ich den Kommentar von Dir Thorsten, denn Du scheinst persönlich angegriffen zu sein. Nur so erklären sich deine suspekte Haltung Vicky gegenüber. Was hat ihr feministische Einstllung mit diesem Artikel zu tun? Richtig, nichts. Du wirst also (auch mal wieder) einfach Dingen in einen Topf und meinst es besser zu wissen, dabei scheinst gerade Du, denn das zeigt dein Kommentar sehr verbittert zu sein und fühlst Dich vom Feminismus eingeschüchtert. Wärest Du stark und eben nicht eingeschüchtert, würdest Du so einen Mist nicht schreiben.

Vicky, Du hast Recht mit deinem Kommentar und ich kann Dir da auf ganzer Länge beipflichten. Hinzukommen, wie schon richtig erwähnt die Standorte und auch die häufigen Insolvenzen.

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