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Petya: Ransomware-Angriff verbreitet sich rasant – auch Tschernobyl betroffen

Illustration: Posteriori/Shuttestock

Nach dem Chaos rund um die Wannacry-Schadsoftware haben Cyberkriminelle erneut zahlreiche Unternehmen in Europa erfolgreich angegriffen. Wieder geht es um Erpressung.

Ein groß angelegter Cyberangriff mit Hilfe einer Erpressungs-Software legt derzeit zahreiche IT-Systeme von europäischen Unternehmen wie Fluggesellschaften, Banken und Versorgern lahm. Ein Schwerpunkt des Angriffs ist laut The Verge dabei die Ukraine, in der unter anderem die Zentralbank, sowie die U-Bahn, die Eisenbahn und der größte Flughafen des Landes Boryspil der Hauptstadt Kiew einen IT-Angriff bestätigten. Auch der ukrainische Energieversorger Ukrenego meldete einen Angriff – ohne, dass dies allerdings Stromausfälle zur Folge gehabt habe. Der Internetauftritt der Regierung war ebenfalls betroffen.

Auch Katastrophen-Atomkraftwerk Tschernobyl betroffen

An der Ruine des Katastrophen-Atomkraftwerks Tschernobyl musste die Radioakvität nach dem Ausfall von Windows-Computern manuell gemessen werden. Die Agentur für die Verwaltung der Sperrzone in Tschernobyl betonte, alle wichtigen technischen Systeme der Station funktionierten normal. „Aufgrund der temporären Abschaltung der Windows-Systeme“ finde die Kontrolle der Radioaktivität manuell statt. Die Website des nach dem schweren Unfall 1986 abgeschalteten Kraftwerks war nicht erreichbar. Im vergangenen Herbst wurde eine neue Stahlhülle über die Atomruine zum Schutz vor radioaktiver Strahlung geschoben. Dennoch muss die Umwelt ständig auf den Austritt von Radioaktivität überwacht werden.

Auch europäische Unternehmen außerhalb der Ukraine meldeten Angriffe: In der Hamburger Zentrale von Beiersdorf seien sowohl Computer als auch die gesamte Telefonanlage ausgefallen, berichtete der NDR. Offizielle Angaben von dem Dax-Unternehmen gab es dazu nicht. Das dänische Logistikunternehmen Maersk bestätigte via Twitter den Ausfall mehrerer IT-Systeme, ebenso das russische Ölunternehmen Rosnoft. Betroffen waren aber unter anderem auch der US-Lebensmittel-Riese Mondelez, der für Marken wie Milka und Oreo bekannt ist. Vereinzelt werden laut The Verge auch Angriffe in Frankreich und Großbritannien gemeldet.

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Ein Kommentar
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Die Schadsoftware nennt sich „Wanna Cary“…

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