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Playstation 5: Analogsticks des Controllers halten wohl nur 400 Stunden durch

Sind die Analogsticks des Dualsense fragil? (Foto: Girts Ragelis / Shutterstock.com)

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Viele Spielerinnen und Spieler berichten von Defekten beim Dualsense-Controller der PS5. Das Team von Ifixit demontiert ihn und findet die Gründe.

Das Technikteam von Ifixit hat den Controller der Playstation 5 komplett auseinandergebaut. Ein Ziel dabei war, dem Analogstick-Drift des eigentlich komplett neuen Controllers auf den Grund zu gehen. Schnell wurde dem Team klar, dass sich das Problem in den nächsten Monaten noch verstärken könnte.

Der Grund: Der im Gamepad verbaute Stick ist der Alps Alpine RKJXV Thumbpointer, der auch in anderen Controllern wie dem Xbox One Controller, dem Nintendo Switch Pro Controller und dem Dualshock 4 der PS4 genutzt wird. Dieser ist für eine Betriebsdauer von zwei Millionen Zyklen ausgelegt.

Laut Ifixit reicht das für etwa 400 Stunden intensive Multiplayer-Gefechte in Call of Duty aus, welches als schneller Egoshooter die Analogsticks stark strapaziert. Diese Zahl leitet das Team aus den Spielstunden eines Kollegen her. Sie muss nicht zwingend auf alle Controller zutreffen. 400 Stunden sind eine recht geringe Zahl und würden den Drift beim Dualsense, aber auch bei anderen Controllern wie den Switch-Joy-Cons oder dem Dualshock 4 erklären.

Abnutzung der Achssensoren

Ein Problem ist laut Ifixit, dass die aus Kunststoff gefertigten und federgelagerten Analogsticks wohl schnell ausleiern und daher nach einiger Spielzeit nicht mehr mittig in die neutrale Position zurückkehren. Die Konsole denkt daher, dass eine Aktion ausgeführt wird, obwohl dies nicht der Fall ist. Hier schaffen integrierte Kalibrierungstools Abhilfe, die auf Softwarebasis einen neuen neutralen Wert und eine Deadzone festlegen können.

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Nach einer gewissen Zeit dürfte aber auch dies nicht weiterhelfen, denn die Benutzung der Alps-Sticks verschleißt die elektrischen Kontakte der beiden Achsmesser. Diese ermitteln die relative Position des Sticks durch den jeweiligen elektrischen Widerstand auf einem kreisförmigen Metallstreifen.

Nach einiger Spielzeit entstehen Kratzer auf dem Metall oder es gelangen Fremdpartikel wie Staub in die Thumbsticks, sodass sich der gemessene Widerstand und damit die Analogstick-Position ändert. Solche Spuren konnte das Technikteam von Ifixit bei ihrem eigenen Controller bereits feststellen.

Momentan sind die Berichte über den Stickdrift beim Dualsense noch nicht weit verbreitet. Das liegt unter anderem daran, dass die Konsole und der Controller noch recht neu sind und daher wohl erst wenige Spieler bereits 400 Stunden intensiv gespielt haben. In ein paar Monaten könnte sich das ändern.

Autor des Artikel ist Oliver Nickel.

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