Fundstück

Warum du Profil- und Bewerbungsfotos nie alleine aussuchen solltest

Profil- und Bewerbungsfoto: Der eigene Narzissmus killt die Authentizität. (Grafik: University of New South Wales)

Wie du dich siehst und wie andere dich sehen, dazwischen liegen oft Welten. Eine Studie zeigt, warum es sinnvoll ist, das eigene Profil- und Bewerbungsfoto nie alleine auszusuchen.

Der erste Eindruck zählt, sowohl im Karriere-Netzwerk deines Vertrauens als auch im Bewerbungsschreiben. Egal ob auf Xing oder Linkedin (oder Facebook, Twitter, Tinder etc.) – meistens sehen andere Nutzer zuerst dein Profilfoto und scannen sich dann durch die anderen Informationen. Dieser Umstand ist natürlich bekannt und deshalb versucht auch jeder ein Foto auszuwählen, das ihm nahezu perfekt erscheint. Doch das Foto, das man selbst aussucht, ist oft gar nicht so perfekt, wie vermutet. Eine Studie der University of New South Wales legt jetzt nahe, dass Menschen bei der Wahl ihres Bildes in den meisten Fällen sogar völlig daneben liegen.

Profil- und Bewerbungsfoto: Der eigene Narzissmus killt die Authentizität

Profil- und Bewerbungsfoto: Studienteilnehmer wählen Bilder, die weniger schmeicheln (Grafik: University of New South Wales)

Die Studie mit dem Titel „Choosing Face: The Curse of Self in Profile Image Selection“ erschien kürzlich im Fachmagazin „Cognitive Research“. Im Rahmen dessen wurden 102 Studenten aufgefordert, je zwei Profilbilder aus 12 Fotos für ihr privates und ihr professionelles soziales Netzwerk sowie einer Dating-App auszuwählen. Im Anschluss wählten fremde Probanden, die in ihren Augen vorteilhaftesten Bilder aus. Zu guter Letzt wählte eine neutrale Gruppe, wie attraktiv, vertrauenswürdig, dominant, selbstbewusst oder kompetent die Menschen auf den Fotos für sie aussehen. Die Ergebnisse unterschieden sich teilweise enorm.

Die Bilder, die die Probanden für sich selbst ausgewählt hatten, vermittelten einen schlechteren Eindruck als jene, die Fremde auswählten. Die Studienautoren stellten darauf hin die These auf, dass der Drang, sich selbst besser darzustellen, dazu führe, dass wir jene Bilder nicht auswählen, die tatsächlich authentisch sind. Wenn du also das nächste Mal ein Foto auswählst, frag einfach auch Freunde oder Verwandte nach deren Meinung, so die Forscher. Sie seien völlig frei von narzisstischen Bewertungskriterien. Zwar solltest du dich natürlich wohlfühlen mit deinem Foto, jedoch kann eine zweite Meinung nicht schaden – laut Wissenschaft.

Übrigens, du willst eine kreative Bewerbung schreiben und aus der Masse herausstechen? Dann solltest du diesen Tricks anwenden. Lies auch: Kreative Bewerbung: 7 kleine Tricks, die jeden Personaler verblüffen

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung