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Wer prokrastiniert, ist kreativer!

(Foto: Shutterstock)

Prokrastination, das Aufschieben von Aufgaben, hat keinen guten Ruf. Eine Studie hat jetzt aber gezeigt, dass mit dem Aufschieben ein erhöhtes Maß an Kreativität einhergeht. 

Zahlt Prokrastination aufs Kreativitäts-Konto ein?

Man kennt das: Da ist dieses wichtige Projekt, das man angehen muss. Weil das Projekt so wichtig ist, braucht man erst einmal einen sauberen Arbeitsplatz und muss deshalb den Schreibtisch aufräumen. Damit man sich optimal konzentrieren kann, arbeitet man dann noch all die kleinen Dinge von der To-Do-Liste ab. Und weil man danach schon ziemlich viel geschafft hat, muss man erstmal ein bisschen abschalten und schaut sich ein Katzenvideo an. Das Projekt kann nach so viel Arbeit schließlich unmöglich heute noch beginnen. Und schon hat man es: das Prokrastinations-Desaster.

In einer Studie hat man jetzt herausgefunden, dass Prokrastination durchaus auch seine guten Seiten hat: So scheint das Aufschieben von Aufgaben eng mit der Kreativität von Menschen zusammenzuhängen. Jihae Shin, Assistant Professor für Management und HR, wollte der Frage auf den Grund gehen, ob Prokrastination wirklich so schlecht ist wie ihr Ruf. Motivation für den Versuch war die Haltung ihres ehemaligen Professors Adam Grant, der eine Lanze für das Aufschieben bricht.

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Aufgaben erstmal liegenzulassen, kann das auch einen positiven Effekt haben? Grant und Shin sagen: Definitiv. (Foto: Shutterstock)

Prokrastinieren oder nicht prokrastinieren – das ist hier die Frage

In einem ersten Versuch befragte Shin Arbeitnehmer in verschiedenen Unternehmen, wie stark sie aufschöben, und dann ihre Vorgesetzten, wie diese die Kreativität ihrer Mitarbeiter bewerten. Und tatsächlich wurden die Prokrastinierer als wesentlich kreativer bewertet. Ob nun Kreative besonders gerne aufschieben, oder aufschieben bei der Kreativität behilflich ist, bleibt offen.

In einem zweiten Experiment, das Shin und Grant zusammen erarbeiteten, gaben sie den Studienteilnehmern die Aufgabe, eine neue Geschäftsidee zu entwickeln. Für die Aufgabe teilten sie die Teilnehmer in zwei Gruppen. Die eine Gruppe sollte sofort anfangen, zu schreiben. Die andere Gruppe sollte erst fünf Minuten Minesweeper oder Solitaire spielen, bevor sie an die Aufgabe gingen.

Danach ließen Shin und Grant die Ideen der Teilnehmer von einer unabhängigen Jury nach Kreativität beurteilen. Das Ergebnis: Die Ideen der Versuchsgruppe, die zunächst fünf Minuten ihre Zeit mit Videospielen vertrieben, schnitten um 28 Prozent besser ab.

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„Kommt Zeit, kommt Rat“, heißt es ja auch. (Foto: Shutterstock)

Heißt das jetzt, dass wir alle 90er-Jahre-Video-Games vor unseren Aufgaben spielen müssen, um sie kreativer erledigen zu können? Wohl kaum, denn die Art der Ablenkung ist dabei unwesentlich. Vielmehr vermutet Grant, dass der Knackpunkt der sei, dass man durch das Aufschieben nicht gleich die erste Idee verfolgt.

Aber: Die Studie hat aber auch gezeigt, dass man es nicht übertreiben sollte. Einige der Teilnehmer wurden nämlich angewiesen, erst ganz kurz vor Ende anzufangen. Ihre Ideen stellten sich als nicht besonders gut heraus.

Achtung, für folgenden Lesetipps wirst du uns verfluchen. Aber denk dran, wir wollen nur deine Kreativität erhöhen:

 

via www.inc.com

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Ein Kommentar
Prokra-Vroni
Prokra-Vroni

Die ersten Vorschläge für das Unwort 2016 gehen ein ;-)

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