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Fundstück

Radioblitze aus dem Weltall: Wissenschaftler finden den Ursprung eines Fast Radio Bursts

Wissenschaftler:innen vom MIT haben den Ursprung eines sogenannten Fast Radio Bursts gefunden. Die dabei genutzte Methode könnte auch bei anderen schnellen Radioblitzen angewandt werden, um deren Entstehung genauer bestimmen zu können.

2 Min.
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Wissenschaftler:innen haben den Ursprung eines FRBs entdeckt. (Bild: Shutterstock/vchal)

Fast Radio Bursts (FRB) sind kurze, aber intensive Ausbrüche von Radiowellen. Aufgrund der enormen Energie, die dabei ausgestoßen wird, lassen sich diese schnellen Radioblitze auch auf der Erde verfolgen, obwohl sie teilweise mehrere Millionen Lichtjahre von unserem Planeten entfernt stattfinden. Obwohl der erste FRB schon 2007 entdeckt wurde, ist bisher nicht genau geklärt, wo und wie die Energiestöße entstehen.

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Die Herkunft der schnellen Radioblitze

Ein Team von Forscher:innen des MIT hat jetzt eine Studie veröffentlicht, die genaueren Aufschluss über den Ursprung von FRB geben soll. Die Studie beschäftigt sich dabei mit dem schnellen Radioblitz FRB 20221022A, der schon 2022 vom kanadischen Chime-Radioteleskop entdeckt wurde. Damals wurde geschätzt, dass das Radiosignal des FRB aus einer Galaxie stammt, die rund 200 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt ist.

Um den Ursprung genauer zu bestimmen, haben die MIT-Forscher:innen die sogenannte Szintillation des FRB analysiert. Diese beschreibt ein Funkeln, das unter anderem bei hellen Sternen auftritt. Das Funkeln entsteht wiederum durch die Lichtbrechung in der Erdatmosphäre oder durch verschiedene Gase im restlichen Weltall. Anhand der Helligkeitsänderungen von FRB 20221022A konnten die Forscher:innen feststellen, dass der Radioblitz in der Nähe eines Neutronensterns entstanden sein muss.

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Genauer gesagt soll FRB 20221022A in der Magnetosphäre des Neutronensterns entstanden sein. Laut der Studie ist das der erste Beweis dafür, dass die FRB auch in der Magnetosphäre von Sternen entstehen können. Kyioshi Masui, Associate Professor für Physik am MIT sagt dazu: „Das Spannende daran ist, dass die Energie, die in den magnetischen Feldern gespeichert wird, sich so windet und immer wieder rekonfiguriert, dass sie als Radiowelle ausgestoßen und auch noch über große Entfernungen innerhalb des Universums gesehen werden kann“.

Laut den Forscher:innen kann die Szintillation künftig auch bei anderen Fast Radio Bursts analysiert werden, um deren Ursprung zu klären. Masui fügt hinzu: „Diese Ausbrüche passieren immer und das Chime-Teleskop entdeckt mehrere pro Tag. Wie sie entstehen und wo sie auftreten, könnte viele Gründe haben. Und die Szintillationstechnik wird wirklich hilfreich dabei sein, die verschiedenen physikalischen Vorgänge zu entwirren, die die Ausbrüche antreiben“.

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