Fundstück

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Dieser Roboter besteht zu 90 Prozent aus Wasser und kann breakdancen

Geht es um Roboter, denkt man vielleicht an den Terminator oder Bender aus Futurama. Dabei gibt es neben den Blechgesellen auch solche, die man wohl kaum als Roboter erkennen würde. Unser Fundstück stellt euch einen vor.

2 Min. Lesezeit
Erinnert eher an Zitronenschale als an einen Roboter. (Screenshot: Youtube/t3n)

Die autonomen Laufroboter von Boston Dynamics – vom vierbeinigen Spot bis zum fast menschlich anmutenden Atlas – kennt wohl fast jeder. Es ist beeindruckend, was sie alles können, aber irgendwas haben sie an sich, dass man sich auch immer ein wenig gruselt.

Da ist es gut, zu sehen, dass auch an Robotern geforscht wird, die fast schon niedlich wirken.

Der Roboter reagiert auf Licht

Forscher der Northwestern University im US-amerikanischen Illinois haben jetzt einen winzigen Roboter vorgestellt, der auf den ersten Blick eher wie ein Stück Zitronenschale aussieht. Das Besondere: Er besteht zu fast 90 Prozent aus Wasser und funktioniert komplett ohne komplexe Hardware, Hydraulik oder Elektrizität. Stattdessen wird er durch Licht aktiviert und bewegt sich, weil sein Nickelskelett auf magnetische Felder reagiert.

Die Forscher selbst beschreiben ihre Kreation als eine Art „vierbeinigen Oktopus“ – das ist sehr passend, denn tatsächlich funktioniert der Roboter nur im Wasser beziehungsweise in feuchtem oder nassem Umfeld. Was aber keineswegs ein Nachteil ist. Die nur ein Zentimeter großen Roboter könnten beispielsweise helfen, chemische Reaktionen auszulösen und daraus entstehende wertvolle Produkte abzutransportieren. Auch auf Molekularebene verkleinert könnten sie unerwünschte Objekte aus einem spezifischen Umfeld entfernen oder Zellen und Bio-Therapeutika an bestimmte Stellen bringen.

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Wie funktioniert der Roboter?

Was die Forscher der Northwestern University eigentlich entwickelt haben, ist ein einzigartiges Material, das über eine sogenannte molekulare Intelligenz verfügt. Trifft Licht darauf, stoßen seine Moleküle Wasser aus und ziehen sich wie Muskeln zusammen. In Kombination mit dem magnetischen Nickelskelett können so präzise Bewegungsabläufe absolviert werden.

Anders als bei den Robotern von Boston Dynamics, die vereinfacht gesagt einen Körper (aus Metall, Scharnieren, Gelenken und so weiter) und ein Gehirn (in Form eines Computers, einer KI) haben, ist hier beides im Material vereint. Natürlich bedarf auch dieser Roboter einer externen Steuerung – über die bereits erwähnten Magnetfelder – und verfügt nur über ein eingeschränktes Maß an Bewegungs- und Handlungsmöglichkeiten. Aber er kann immerhin ähnlich schnell „laufen“ wie ein Mensch, Objekte transportieren und sogar „breakdancen“, wie die Forscher schreiben.

Auch das hat aber einen sinnvollen Hintergrund: Mittels der Bewegungen kann der Roboter klebrige oder verkeilte Objekte freisetzen. Die Forscher wollen nun daran arbeiten, das Prinzip zu verkleinern. „Schlussendlich stellen wir uns eine Armee von Mikrobots vor, die eine komplizierte Aufgabe koordiniert lösen können“, erklärt Samuel I. Stupp, der das Projekt leitet.

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