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Warum Ruby on Rails 6.0 auch heute noch relevant ist

(Grafik: Shutterstock)

Ruby on Rails (RoR) galt einst als der PHP-Killer, der das Web 2.0 in eine aufgeräumte Code-Zukunft führen sollte. Trotz sinkendem Interesse setzen immer noch viele Unternehmen Rails ein. Warum ist das so und was macht Ruby on Rails in der Version 6.0 besser?


Als Ruby on Rails einige Jahre nach dem Platzen der Dot-Com-Blase das Licht der Welt erblickte, avancierte das Web-Framework recht schnell zur Lösung aller Probleme, die PHP über die Jahre angehäuft hatte. Ruby on Rails war von Anfang an objektorientiert ausgerichtet, nutzte das Model View Controller-Pattern (MVC), um Struktur, Daten und Anzeige sauber zu trennen, und machte es möglich, das Gerüst eines Blogs in nur 15 Minuten hochzuziehen. Saubere Datenbankanbindungen, Logik und Struktur inklusive. Und das immer mit dem Ansatz „Convention over Configuration“ (CoC), der Vermeidung von Redundanz bei Funktionen und Klassen sowie einer engen und komfortablen Verzahnung mit der Datenbank.

Ruby on Rails im Wandel der Zeit

Ruby on Rails ging also all die Pain Points an, die der Platzhirsch PHP in einem schnell wachsenden Web-Umfeld aus C, C++, Java und vor allem Perl angehäuft hatte. Was sicherlich auch dafür gesorgt hat, dass PHP mehr Anklang fand, denn die Skriptsprache verzieh zu Lasten der Sicherheit eine Menge Code-Schlampereien und war für Anfänger leichter zu erlernen. Und die hohe Unterstützung von PHP auf gängigen Webhostern dürfte ebenfalls dazu beigetragen haben, dass die meisten Web-Developer mit PHP anfingen und dann auch dabei blieben.

Aus heutiger Sicht kann man durchaus behaupten, dass Rails seiner Zeit weit voraus war und über die Jahre einen festen Platz in namhaften Unternehmen gefunden hat. Auch wenn die Community und das Interesse um das Framework heute hinter PHP, Python oder Node.js liegen, ist Rails alles andere als tot. Neben Shopify, die das Aufsetzen von Web-Shops zum Kinderspiel gemacht haben, und GitHub als weltweit größter Hoster von Software mit der Versionskontrolle Git, setzt auch Basecamp auf Rails. Die Projektmanagement- und Collaboration-Suite nutzt es nicht nur als Unterbau, sondern hatte das Framework damals überhaupt erst ins Leben gerufen und unterstützt es bis heute, unter anderem mit der JavaScript-Bibliothek StimulusJS.

Was Ruby on Rails auszeichnet

Aber warum nutzen diese und andere Unternehmen Ruby on Rails? Die Performance liegt hinter der von PHP und anderen Skriptsprachen fürs Web und Rails-Developer sind rar gesät und relativ teuer. Zum einen ist die Entwicklung von Ruby-on-Rails-Projekten unschlagbar schnell. Im Schnitt lassen sich Applikationen 40 Prozent schneller bauen als mit anderen Stacks, was das Framework zur ersten Wahl für Startups macht, die ihr Produkt schnell auf den Markt bringen wollen. Die Integration der Geschäftslogik gestaltet sich in Rails ebenfalls als sehr einfach, sodass Web-Applikationen nur noch ein Frontend wie Vue oder React brauchen und dann auch schon lauffähig sind.

An den Namen seiner Programmiersprache Ruby angelehnt, bringt Rails darüber hinaus eine Menge „Gems“, also Juwelen mit, mit denen das Projekt seine zahlreichen Bibliotheken bezeichnet. Die riesige Menge an Gems erlaubt die Anbindung an externe, teils exotische Services und erspart somit eine Menge Entwicklungszeit für solche notwendigen „Übel“. Ganz im Sinne von Rails‘ Fokus auf eine schnelle und saubere Entwicklung von Applikationen, sind die Gems hier natürlich sehr zeitsparend und in den meisten Fällen sogar für kommerzielle Zwecke kostenlos nutzbar.

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8 Kommentare
Werner .
Werner .

=> sodass Web-Applikationen nur noch ein Frontend wie Vue oder React brauchen und dann auch schon lauffähig sind.

Das ist Unsinn!
Rails bringt seit Begin (ca 2005/06) ausreichende Frontend Funktionalität mit mit. Beim scaffolding generiert Rails html und css für die jeweiligen Seiten.
1. JS || JSFrameworks (Vue, React, Angular) können wunderbar zusätzlich in eine neu erstellte Rails App oder auch noch nachträglich implementiert werden.
2. Man konfiguriert Rails als API (rails new my_api –api) und generiert zusätzlich ein externes (was auch immer) JS Frontend.

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Jake Pietras

Suche gerade die Stelle, an der ich behauptet hätte, Rails würde keine Frontends mitbringen…

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Werner .
Werner .

Bitta schön: . Die Integration der Geschäftslogik gestaltet sich in Rails ebenfalls als sehr einfach, sodass Web-Applikationen nur noch ein Frontend wie Vue oder React brauchen und dann auch schon lauffähig sind.

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Jake Pietras

Ok. Und das „wie“ hast du überlesen?

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Werner .
Werner .

Eine WebApp mit Rails benötigt weder Vue noch React noch sonst etwas, um eine Html Seite generieren zu können, die im Browser gerendert wird.
Die Ergebnisse ‚meiner‘ Geschäftslogik in Rails benötigen keinerlei JS Frontend.
Und nun ist gut..

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Jake Pietras

Klar ist das nicht notwendig, aber für ein ordentliches Ergebnis macht es Sinn.

Darüber hinaus enden Diskussionen nicht, wenn irgendjemand das bestimmt, das wirkt nämlich etwas wenig erwachsen, um ehrlich zu sein. Trotzdem Danke für deine Meinung.

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Werner .
Werner .

Für mich gab es ab diesem Punkt nichts mehr zu diskutieren, erwachsen oder nicht.
Bricht keinen Zacken aus der Krone zuzugeben, das die verwendete Formulierung nicht optimal war.
Ob es ein ‚ordentliches Ergebnis‘ mit einem JS Frontend gibt, liegt im Auge des Betrachters und an der Fähigkeit des Coders/Designers.
Bisher sind unzählige RailsPages ‚ohne‘ online… oft mit einem ordentlichem Ergebnis.

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Jake Pietras

Vielen Dank für Deinen Kommentar, aber unsere Texte werden intern lektoriert und gegengelesen.

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