Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

Russische Desinformation: Meta stoppt „größte und komplexeste“ Fake-News-Kampagne seit Überfall auf die Ukraine

Plattformbetreiber Meta hat am Dienstag einen Bericht veröffentlicht, der im Detail beschreibt, wie es gelungen ist, eine weitverzweigte Desinformationskampagne Russlands zu entlarven und zu stoppen.

2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige
Das Netz ist voll von Informationen – es lohnt sich, deren Vertrauenswürdigkeit unter die Lupe zu nehmen. (Bild: Shutterstock/Dilok Klaisataporn)

Nach dem Bericht hatten russische Akteure ein verzweigtes und akribisch gestaltetes Netzwerk von Fake-Websites eingerichtet. Die Fake-Websites seien den echten Websites von großen Medien-Outlets wie dem britischen Guardian täuschend echt nachempfunden worden.

Anzeige
Anzeige

Detaillierte Kopien großer Medien-Websites verbreiten Fake News

Auch deutsche Häuser waren betroffen, darunter T-Online.de, der Spiegel, die FAZ, die Welt, die Bild und das Neue Deutschland. Darauf hatte zuerst T-Online.de schon im August 2022 hingewiesen, was Ausgangspunkt der Meta-Recherchen war.

Auf den täuschend echt aussehenden Seiten waren dann gezielt antiukrainische Botschaften verbreitet worden. Damit die auch Lesende fanden, wurden sie über ebenfalls gefälschte Konten in den sozialen Medien verstärkt.

Anzeige
Anzeige

Meta von Ausmaß überrascht

Das Ausmaß hatte sogar Meta überrascht. In dem Bericht (PDF) spricht Meta von der „größten und komplexesten“ russischen Manipulationskampagne seit Beginn des Krieges in der Ukraine. Die Akteure hätten sich einige Mühe gegeben.

So hatten die gefälschten Websites, die sich vor allem an Nutzer in Deutschland, Frankreich, Italien, der Ukraine und Großbritannien richteten, sich nicht nur im Design als akribische Imitationen der echten Seiten erwiesen. In einigen Fällen wurden laut Meta auch die Fotos und Überschriften von echten Artikeln der Originalseiten übernommen.

Anzeige
Anzeige

Auf den Fake-Websites wurden dann im großen Stil Fake News platziert, etwa jene, dass die Ukraine die Ermordung von Zivilisten in Bucha bloß inszeniert habe. Danach verbreiteten die Akteure ihre Fake-News „über Facebook, Instagram, Youtube, Telegram, Twitter, die Petitionsplattform Change.org, Avaaz und sogar Livejournal“, heißt es in dem Bericht.

Akteure verbreiten Fake News über Fake-Profile in sozialen Medien

Insgesamt sollen allein auf Facebook und Instagram fast 2.000 Konten, mehr als 700 Seiten und eine Gruppe entfernt worden sein. Für über 100.000 US-Dollar hatten die Akteure auf den Diensten Werbung für ihre angeblichen News geschaltet.

Anzeige
Anzeige

Zeitweise lieferte sich Meta mit den Fake-News-Verbreitenden regelrechte Wettläufe. Während Meta an einer Stelle Desinformation löschte, kamen an einer anderen Stelle neue hinzu.

Das deute laut Meta-Manager David Agranovich „auf eine Hartnäckigkeit und eine fortgesetzte Investition in die internetübergreifenden Aktivitäten hin“. Dabei wurden die Fake-News-Posts in einigen Fällen sogar von offiziellen russischen diplomatischen Seiten verbreitet.

Schluderiges Vorgehen beim Anlegen der Fake-Accounts

Leichter als mit dem Erkennen des Website-Netzwerks tat sich Meta nach eigenen Angaben mit dem Identifizieren der Fake-Accounts. Viele von ihnen wurden schon von den automatisierten Systemen des Unternehmens entdeckt – noch bevor Meta mit eigenen Ermittlungen begonnen hatte.

Anzeige
Anzeige

Agranovich dazu: „Es handelt sich um eine wirklich ungewöhnliche Kombination aus Raffinesse und roher Gewalt“. Neben der Entdeckung der Kampagne hat Meta eine weitere gute Nachricht parat.

Denn besonders erfolgreich seien die Russen nicht gewesen. Vor allem auf Facebook und Instagram habe die Fake-News-Kampagne „relativ wenig Anklang“ gefunden. „Sie haben alles gegen die Wand geworfen, und nicht viel davon ist hängen geblieben“, so Agranovich, der dennoch weiter äußerst wachsam bleiben will.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige