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Russland: Atomgetriebenes Raumfahrzeug soll Mond, Venus und Jupiter besuchen

Denkmal für die Eroberung des Weltraums in Moskau. (Foto: Shutterstock.com)
Lesezeit: 1 Min.
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2030 will die russische Raumfahrtbehörde ein Raumfahrzeug erst zum Mond, dann zur Venus und schließlich zum Jupiter schicken. Auf der 50-monatigen Reise soll ein Atomreaktor für die notwendige Energie sorgen.

Die russische Raumfahrtbehörde Roscosmos will 2030 erstmals das atomgetriebene Energiemodul Zeus bei einem Langstreckenflug durchs All testen. Das berichtet die staatliche russische Presseagentur Tass. Zeus beinhaltet einen 500-Kilowatt-Atomreaktor, der wiederum in das Raumfahrzeug Nuklon integriert werden soll. Nuklon befindet sich noch in der Entwicklung und soll Ende Juli 2024 fertiggestellt werden. Die geschätzten Kosten für den Bau werden auf etwa 46 Millionen Euro beziffert.

Nach derzeitigem Planungsstand soll Nuklon 2030 zunächst den Mond anfliegen. Dort soll ein Landegefährt abgesetzt werden. Anschließend fliegt Nuklon weiter zur Venus, wo ein weiteres Gefährt abgesetzt werden soll. Durch Ausnutzung der Gravitation der Venus soll Nuklon dann den letzten Teil der Reise antreten und zum Jupiter aufbrechen. Alles in allem soll die Mission fast vier Jahre dauern.

Russland will auch eine Raumstation mit Atomenergie betreiben

Russland will Atomreaktoren aber offenbar nicht nur für lange Flüge ins All nutzen. Einem Bericht der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik zufolge hat Roscosmos auch Pläne für eine neue Raumstation vorgestellt, die mit zwei Zeus-Modulen ausgestattet werden soll. Schon im April hatte die BBC vermeldet, dass sich Russland 2025 von der internationalen Raumstation ISS zurückziehen könnte. Statt der gemeinsamen von den USA, Russland, Japan, Europa und Kanada betriebenen Raumstation will Roscosmos dann eine eigene aufbauen.

Die Nasa bescheinigt der ISS derzeit aus technischer Sicht eine Lebensdauer bis mindestens 2028. Auch darüber hinaus sollte die ISS nach derzeitiger Einschätzung weiter einsatzbereit sein. Allerdings ist die Station bereits 22 Jahre alt und Experten gehen davon aus, dass die ISS irgendwann innerhalb der nächsten 10 bis 15 Jahre kontrolliert zum Absturz gebracht wird.

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Ein Kommentar
Sebastian
Sebastian

46 Millionen Euro? ? Ist das ein Tippfehler? Son Düsenjäger kostet doch schon 100 Millionen… das hier beschriebene Projekt klingt eher nach 46 Milliarden Euro oder?

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