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Schule zu Hause: 20+ Tools, Apps und Links für den digitalen Heimunterricht

Schule zu Hause: Tipps für den digitalen Heimunterricht! (Foto: Shutterstock)

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Kindergärten und Schulen bleiben in ganz Deutschland ab sofort geschlossen. Die Digitalexpertin Verena Pausder kuratiert Tools, Apps und Links, mit denen Kinder und Jugendliche zuhause lernen können.

In ganz Deutschland schließen ab nächster Woche die Schulen und Kitas. Das bedeutet, dass wir Schulkinder von zu Hause unterrichten und Kita-Kinder zu Hause betreuen. Wer mich kennt weiß, dass ich seit Jahren über die Dringlichkeit und Wichtigkeit spreche, unsere Schulen zu digitalisieren, um Kinder auf die Welt von morgen vorzubereiten und ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, Gestalter der Zukunft zu werden. Eine Situation wie diese, hatte ich dabei natürlich nicht im Kopf, aber genau jetzt wird offensichtlich wie viel leichter es wäre, wenn Lernmaterialien online wären und zwar nicht nur in Form digitalisierter Bücher, sondern in Form eines interaktiven Unterrichts.

Mein Zielbild gerade wäre, dass die Lehrerin und Lehrer sich morgens um 8:30 Uhr am Rechner einloggen und das virtuelle Klassenzimmer quasi „aufschließen“. Darin loggen sich dann alle Kinder mit ihrem Profil ein und man kann wie bei Skype, Slack und anderen Coworking-Tools sehen, wer alles online ist und jede Mitschülerin und Mitschüler direkt ansprechen. Dann beginnt der Unterricht, die Inhalte werden auf dem Bildschirm angezeigt, die Lehrkraft blendet Aufgaben und Tests ein und die Kinder haben die Möglichkeit Fragen zu stellen oder sich untereinander zu helfen. Nach jeder zweiten Stunde gibt es eine Pause, in der sich die Kinder bewegen, Essen und Trinken können. Danach geht es weiter.

Schule zu Hause: „Home-Schooling einfach machen!“

Schule zu Hause: Digital bereitgestellte Lehrmittel wurden vernachlässigt. (Foto: Shutterstock)

Da wir aktuell mit unserer digitalen Infrastruktur, Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer und der Verfügbarkeit der digitalen Schulinhalte jedoch maximal weit von diesem Zielbild entfernt sind, brauchen wir jetzt eine Übergangslösung für den Zeitraum, in dem wir unsere Kinder zu Hause unterrichten. Natürlich werden viele Lehrerkräfte den Kindern jetzt Aufgaben per E-Mail schicken und sagen, welche Kapitel sie in ihren Büchern durcharbeiten sollen. Dabei sind die Kinder jedoch auf Hilfe angewiesen, da sie sich nicht jeden Stoff selber beibringen können. Da die meisten Eltern ebenfalls von zu Hause arbeiten und keine Fachkräfte sind beziehungsweise den Stoff nicht mehr selber vermitteln können, brauchen Eltern und Kinder digitale Hilfe.

Ich habe mich die letzten acht Jahre mit E-Learning, Apps und edukativen Tools, die leicht in den Schulalltag integrieren werden können, beschäftigt und habe für interessierte Leserinnen und Leser jetzt eine kleine Übersicht erstellt, die Kindern und Eltern dabei helfen kann, Home-Schooling einfacher zu machen. Natürlich erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit – ich werde sie auf meinem Linkedin-Profil über das Wochenende noch weiter ergänzen. Auch bekomme ich von keinem der genannten Anbieter irgendeine Vergütung für die Nennung. Es ist einfach ein Versuch, die aktuelle Lage für Eltern und Kinder ein bisschen zu erleichtern. Und wenn ihr selber noch Tipps habt, freu ich mich über einen Hinweise in den Kommentaren.

There you go!

Fächerübergreifende Lernportale

  • Sofatutor – Alle Fächer mit Übungen, Tests und Support.
  • Simpleclub – Alle wichtigen Fächer, ab der 7. Klasse – egal welches Bundesland.
  • Lehrermarktplatz – Unterrichtsmaterialien für alle Fächer und Bundesländer.
  • Scoyo* – Interaktive Lernvideos und Übungen für die 1. bis 7. Klasse.
  • Anton – Deutsch, Mathe, Sachkunde, Bio und Musik für die 1. bis 10. Klasse.

Mathe/Naturwissenschaften

  • Khan Academy – Englische Lernvideos und Aufgaben vom Kindergarten bis zur 13. Klasse.
  • Bettermarks – Interaktive Matheaufgaben für die 4. bis 10. Klasse.
  • Matific – Interaktive Matheaufgaben vom Kindergarten bis zur 6. Klasse.
  • Lazuli – Interaktive Lernspiel-Apps vom Kindergarten bis zur 2. Klasse.
  • ClassNinjas – Mathe-Skills für die 5. bis 8. Klasse.

Lesen/Schreiben

  • Antolin – Lese-Plattform für Grund- und Sekundarschulen.
  • Razkids – Lese-Plattform für Kinder ab der 5. Klasse.

Sprachen

  • Busuu – Sprachen lernen für jede Altersgruppe.
  • Babbel* – Sprachen lernen in 15-minütigen Lektionen.
  • Duolingo – Sprachunterricht und personalisiertes Lernen.

Kreative Programme

Software

  • Scratch Coding – Geschichten, Spiele und Animationen erstellen und coden lernen.
  • Hopscotch – Eigene Spiele programmieren.
  • Kodable – Auf spielerische Weise programmieren lernen.
  • iMotion – Eigene Filme erstellen und bearbeiten.

Robotics

  • Spike Prime – Praxisorientiertes Lernkonzept für den MINT-Unterricht in der 5. bis 8. Klasse.
  • Mbot – Edukativer Roboter für Anfänger.
  • Calliope – Spielerisch und kreativ die Welt der Computer kennenlernen.
  • Dash & Dot – Der spielerische Roboter für Zuhause.
  • Makey Makey – Digitales Basteln und Programmieren ab der Vorschule.

„We are all in this together!“

Und dann noch ein persönlicher Tipp: Béa Beste hat gerade ein tolles Buch herausgebracht: „Gemeinsam schlau statt einsam büffeln: So lernen Kinder und Eltern zusammen“. Für mich klingt es nach genau dem Ratgeber, den wir jetzt brauchen. Bitte ergänzt alle Programme, die ihr noch kennt und geeignet findet, damit diese Liste eine große Sammlung wird, auf die möglichst viele Eltern zugreifen können. We are all in this together und zusammen schaffen wir das!

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Dein t3n-Team

6 Kommentare
Tanja Jørgensen
Tanja Jørgensen

Hier ist noch ein Tipp:
https://www.clio.me/int/english-esl/

Antworten
Markus
Markus

Die Autorin mag „Digitalexpertin“ sein, das Thema Homeschooling hat sie hier jedoch auf eine ganz unzureichende Weise beleuchtet. Viele der hier aufgeführten Portale sind kostenpflichtige Nachhilfeportale. Die für das Thema relevanten Tools wie Google Classroom oder Learning-Management-Systeme (LMS) wie z.B. Moodle werden in den Artikel überhaupt nicht erwähnt. Einige Landes-Bildungsministerien haben schon seit einiger Zeit Moodle-Instanzen für ihre Schulen installiert und sind am testen. Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit E-Learning und Blended Learning. Ich habe eines der größten deutschen E-Learning-Unternehmen mit aufgebaut. Ich weiß, wovon ich spreche!

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Daniela Ullrich
Daniela Ullrich

Wie sieht es denn mit Leistungen aus, die man bisher offline Angeboten hat, wie z.B: Nachhilfeunterricht (egal für was) Musikunterricht, Sprachunterricht. Alles was Unterricht ist. Normalerweise müssten diese Dinge ja zertifiziert werden. Sehr teuer und auch Dauer von ca 3 Monaten?

Wie wird denn da eine Rechtssicherheit gewährleistet, dass man sich nicht illegal bewegt?

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Claudia
Claudia

Ebenso interessant für die Lehrer:
MasterTool zur Erstellung von interaktivem Lehrmaterial, das sowohl Online als auch Offline genutzt werden kann. Steht für die Schüler kein Computer zur Verfügung, kann man den interaktiven Inhalt als klassisches Übungsblatt ausdrucken.
Die Freigabelinks für das Online-System (oder die Dateien für die Offline-Nutzung) können z.B. in Moodle integriert werden oder natürlich per E-Mail verschickt.
Neben der Möglichkeit eigene, passgenaue Inhalte zu erstellen können die Lehrer auch auf fertige Materialien zurückgreifen – auch wiederum zur Online- oder Offline-Nutzung oder zum Ausdrucken:
https://www.mastertool.shop/

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Sandra

Hallo, hier auch ein tolles fächerübergreifendes Angebot, dass pädagogisch sinnvoll und kreativ Wissen festigt und erweitert (man kann sich sogar etwas 3D-Drucken lassen): https://www.tinkertoys.de/onlinekurse/

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Robert Walters

Hallo, die Linkliste wurde im verlinkten Blog mit mathegym.de ergänzt. Diese Online Mathe-Lernplattform würde ich hier gerne auch noch erwähnen bzw. hinzufügen, da wir bis Ende des Schuljahres alle Schulen mit einer kostenlosen Vollversion unterstützen. Vielen Dank und viel Grüße, Robert

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