Ratgeber

SEO-Audit: So erkennst du schlechte Backlinks

SEO-Audit: Ist das ein schwacher oder starker Link? (Bild: optimarc/ Shutterstock)

Wer langfristig in den Suchmaschinen erfolgreich sein will, sollte sein Backlink-Profil im Auge behalten. Wir erklären euch, wie ihr einen Linkaudit durchführt und schlechte Backlinks erkennt.

Dank zahlreicher Backlink-Tools wird es immer einfacher, das Backlink-Profil der eigenen Seite im Blick zu behalten. Dennoch hat sich diese Praxis noch längst nicht bei jedem Seitenbetreiber durchgesetzt. Das liegt unter anderem daran, dass nicht jeder Webmaster das Budget hat, um Experten damit zu beauftragen. Diese Anleitung soll euch dabei helfen, einen Linkaudit selbst durchzuführen.

Warum ist ein Linkaudit wichtig?

Backlinks gehören zu den wichtigsten Rankingfaktoren einer Seite. Doch nützlich sind sie nur, wenn sie von Google auch als hochwertig angesehen werden. Schlechte, unnatürliche Backlinks hingegen können einer Seite schaden – beispielsweise durch eine manuelle oder eine algorithmische Abstrafung. In seinen Qualitätsrichtlinien erklärt Google, welche Methoden beim Linkaufbau unerwünscht sind. Webmaster können sich unter dem Punkt Linkaufbau darüber informieren, welche Praktiken gegen die Richtlinien verstoßen.

Ein solcher Verstoß kann eine manuelle Abstrafung durch das Spam-Team von Google nach sich ziehen. Webmaster werden in der Google Search Console unter dem Punkt Sicherheit und Manuelle Maßnahmen darüber informiert, ob eine Abstrafung erfolgt ist. Voraussetzung ist jedoch, dass Seitenbetreiber ihre Seite mit der Search Console verknüpft haben (was ohnehin jeder tun sollte).

Manuelle Maßnahmen in der Google Search Console

Die Google Search Console informiert Seitenbetreiber über etwaige manuelle Maßnahmen. (Screenshot: Google Search Console)

Mit dem sogenannten Penguin-Update, das im April 2012 ausgerollt und im Oktober 2016 in den Kernalgorithmus von Google aufgenommen wurde, geht Google auch algorithmisch gegen Verstöße gegen die Qualitätsrichtlinien vor. Solche Abstrafungen sind nicht aus der Search Console ersichtlich, sondern zeigen sich üblicherweise in einem starken Sichtbarkeitsverlust und Traffic-Rückgang.

Mit regelmäßigen Backlink-Audits können Seitenbetreiber solche Probleme identifizieren und beheben.

Linkaudit: In 4 Schritten negative Backlinks identifizieren

Ein Linkaudit ist nicht so kompliziert, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheint. Er ist in vier relativ einfachen Schritten erledigt.

1. Linkdaten sammeln

Im ersten Schritt müssen zunächst alle Backlinks und Linkdaten zusammengetragen werden. Über nahezu alle SEO-Tools können Webmaster eine mehr oder minder vollständige Auflistung ihrer Backlinks abrufen. Besonders empfehlenswert sind spezialisierte Anbieter, beispielsweise Ahrefs oder Majestic. Wie viele Links diese Anbieter finden, ist allerdings stark vom verwendeten Tool und dessen Index abhängig.

Eine kostenlose – aber ebenso unvollständige – Alternative bieten die Google-Webmaster-Tools. Unter dem Menüpunkt Links können Webmaster eine Auswahl der von Google identifizierten Backlinks als Tabelle herunterladen. Für einen möglichst umfassenden Einblick ins eigene Linkprofil sollten Webmaster die Linkdaten von mehreren Quellen nutzen.

2. Linkdaten säubern und ordnen

Als nächstes gilt es, die Linkdaten aus allen Quellen zu kombinieren und Dopplungen zu entfernen.

Mithilfe von zwei kostenlosen Tools werden anschließend Aktualität und Qualität geprüft.

  1. Scrapebox Dofollow Test: Das kostenlose Addon für Scrapebox hilft dir bei der Identifikation von Dofollow- und Nofollow-Links. Da letztere nicht relevant sind, können sie einfach aussortiert werden.
  2. Scrapebox Backlink Checker: Mit diesem zweiten kostenlosen Addon für Scrapebox wird der Statuscode der verlinkenden Webseite abgerufen. Ist sie nicht mehr erreichbar, kann sie ebenfalls aus der Liste entfernt werden.

Jetzt ist die Übersicht der Backlinks soweit vorbereitet, dass mit der eigentlich Analyse und Bewertung begonnen werden kann.

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Dein t3n-Team

8 Kommentare
Matthias Hoffmann
Matthias Hoffmann

Nutze Seerobots auch, ist ein Super plugin :)
Mit Firefox 29 ist leider die Addonleiste verschwunden, die für dieses Plugin notwendig ist.

Lösung dafür gibt es hier: http://www.hoffmanoid.de/2014/04/29/addonleiste-im-firefox-29-wiederherstellen/

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Alfred

Schon sehr bedenklich wie man sich von Google vorführen lässt. Da „spricht“ Google ein Machtwort und schon versuchen tausende von verzweifelten SEO’s das umzusetzen. Es gibt Anleitungen, siehe hier, wie man es am besten macht. Und unzählige Stunden werden in die von Google gewünschte „Bereinigung“ investiert. Wenn so viele schlechte Links existieren, sollte nicht Google sein Strategie überdenken? Nein, es wird auf uns alle abgewälzt. Wir alle arbeiten für Google. Wer nicht hört, wird eben bestraft und bekommt keinen Platz unter den ersten SERPs. Google ist nicht nur eine Suchmaschine, sondern auch ein Machtfaktor nach dem sich alle richten sollen (müssen). Sehr bedenklich!

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Ulrich Eckardt

Schade, dass kein Download für den Mac angeboten wird.

Grüße

Ulrich Eckardt

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Link Audit Experte

Link Audit ist definitiv wichtig, um schwache oder ggf. Bad Content Backlinks loszuwerden. Ich benutze selber auch die Tools von Scrapebox, den DoFollow Test und den Backlink Checker. Viele SEO Agenturen übersehen leider den Link Audit und gehen Bad Content bzw. schwachen Backlinks gar nicht erst nach – obwohl man diese doch wirklich los werden kann.

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Schmidtzelot
Schmidtzelot

Bedenklich ist die Abstrafung allemal, wenn man wie Alfred die Analogie des Ganzen betrachtet. Lasse ich über Jahre zu, dass sich gewisse Handlungsweisen einschleichen (ob sie nun unbedenklich sind sei mal dahingestellt ^^), und belohne sie sogar (etliche Seiten mit dumpfem Backlink-Portfolio in den oberen Serps) ist es schon aberwitzig nicht den Algorithmus sondern primär die ‚betriebliche Übung‘ hart anzugehen.
Nunja, Algorithmus in den Kinderschuhen oder nicht, letztlich gehts ums Geld.

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