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SEO: So oft klicken Nutzer auf die ersten Positionen der Suchergebnisse

Wie oft klicken Nutzer auf die ersten Positionen der Ergebnisseite einer Suchmaschine, und bekommt die zweite Seite überhaupt noch etwas von den Klicks ab? Für diese und weitere wichtige SEO-Fragen gibt es jetzt neue Erkenntnisse.

1 Min.
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SEO. (Grafik: Shutterstock)

Weil es zu viele Faktoren gibt, die Einfluss auf die Klickwahrscheinlichkeit einer bestimmten Position haben, gibt es bisher keine allgemein gültige Antwort auf diese Frage. Johannes Beus von Sistrix hat dennoch versucht zu klären, wie häufig im Durchschnitt auf welche Positionen einer Ergebnisseite geklickt wird – mit teils überraschenden Ergebnissen.

SEO: Fast 60 Prozent der Klicks für ersten Treffer

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Seine Ergebnisse basieren auf der neuen Google-Search-Consolen-API, wie der SEO-Experte in einem entsprechenden Blogeintrag schreibt. Die Auswertung umfasst mehr als 124 Millionen Klicks aus einer Woche im September. Wenig überraschend entfallen fast 60 Prozent der Klicks auf die erste Position des Suchmaschinenrankings. Die zweite Position erhält noch knapp 16, die dritte schon nur noch acht Prozent der Klicks.

SEO-Wissen: Deutliche Mehrheit klickt auf den ersten Treffer. (Grafik: Sistrix/Beus)

SEO-Wissen: Deutliche Mehrheit klickt auf den ersten Treffer. (Grafik: Sistrix/Beus)

Insgesamt entfallen laut der Untersuchung 99,1 aller organischen Klicks auf die Positionen eins bis zehn und damit auf die erste Seite. Position elf, also das erste Ergebnis auf der zweiten Seite, kann nur noch 0,17 Prozent für sich verbuchen. Auch interessant: Während Desktop-Nutzer überdurchschnittlich häufig gleich auf das erste Ergebnis klicken, geben Smartphone- und Tablet-Nutzer häufiger auch einmal den nachfolgenden Ergebnissen eine Chance.

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SEO: Deutsche klicken nicht gleich los

Überraschend deutlich fallen die Unterschiede der auf die Position eins entfallenden Klicks aus, wenn man sich die Ergebnisse nach Ländern gestaffelt anschaut. Die Klickwahrscheinlichkeit für das erste Suchergebnis ist in Spanien und Frankreich mit 77,2 und 67,7 Prozent überdurchschnittlich hoch, während die Deutschen nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 52,3 Prozent auf den ersten Treffer klicken. Bei Sistrix wird das mit der eher vorsichtigeren und misstrauischeren Art der Deutschen erklärt.

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Kommentare (12)

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JScript

Wäre ich Google, würde ich versuchen herauszufinden wie lange die Leute auf den Seiten verbleiben und dementsprechend höher oder tiefer listen.
D.h. die Clickbaiter würden absinken wenn die Kunden nur kurz dort verbleiben.
Ich nehme einfach mal an das Google genau das macht so das die passendesten Ergebnisse als erstes kommen. Nett wären Feedback-Formulare wie sie fast jede gute Firma auf ihren Seiten hat „war diese Information hilfreich, ja/nein, wenn nicht wieso nicht, helfen Sie uns unseren Service zu verbessern…“. Voting der Nutzens wäre sinnvoll würde aber durch Fake-Votes natürlich unterwandert werden.

Deutsch ist eine der wenigen oder einzige Sprache wo dieselbe Semantik mit verschiedenen Wort-Reihenfolgen erzielt werden kann. Bei den anderen Sprachen sind die Reihenfolge wohl deutlich weniger flexibel. Der Sprachatlas zeigt evtl weitere Faktoren auf. Interessant wären obige Statistiken also für alle Sprachen und mal zu schauen ob die First-Link-First-Clicked-Häufigkeit mit Sprach-Eigenschaften korreliert.
Ein anderer Faktor ist wohl auch die Zahl von Online-Shops und SEO-Budgets und Ehrhaftigkeit der Wirtschaft. Bekannte meinten, bei Amazon-Spanien (Italien, Spanien gibts Amazon deutlich kürzer als .uk/.de/.frankreich) gäbs kaum Marketplace. In manchen Ländern hingegen ist es üblich das man „Drucker-Toner DRUCKERFIRMA DRUCKERMODELL ORTS-NAME“ eingibt und manche Onlinehändler alle Städtenamen auf die Seite packen und man die echten lokalen Händler dann deshalb nicht findet. In guten abo-fallen-freien Ländern wurde sowas natürlich schon zum Zeitalter des neuen Marktes und der ersten Online-Shop-Welle („optimized for 1024×786 16 Bit and InternetExplorer 4.0 with JScript“) verboten…

Schnäppchenfieber

Interessante Statistik! Ziemlich deutlich ist auf die Differenz von Platz 10 zur nächsten Seite, als dem 11ten Platz, dort sind es nur noch gut ein Viertel der Klicks.

OnpageDoc

@JScript: Google macht das doch bereits.
Wurde bei den Tests berücksichtigt, welche Ergebnisse das waren? Regionale Dienstleiter mit Google Places Einträgen, Produkte mit Shopping-Ergebnissen, Markennamen etc. oder wurde da einfach ein allgemeiner Durchschnitt berechnet?

Jörn

Eigentlich müsste diese Zahlen doch jeder Webseitenbetreiber über die Google Search Console selbst ermitteln können als Verhältnis von Klicks und Impressionen. Für Seiten die auf Position 1 ranken erhalte ich für meine eigenen Seiten aber maximal 30% der Klicks. Wo ist der Fehler?

Sascha Kern

Die hohe Quote erklärt sich mMn durch die Suche nach Brand Keywords. Wir betreiben zwei Seiten für stationäre Handelshäuser und einen Online Shop. Bei den stationären, bei denen überwiegend regional und nach dem Namen der Häuser gesucht wird, haben wir einen CTR von 48% und 65% über alle Position 1 Keywords. Im Online Shop, mit dem wir auch mit allgemeinen Suchbegriffen auf guten Postionen ranken nur 20%.

Natalia Bolshakova

Sehr ungenau dargestellt im Artikel:

Wenn ich Google Webmaster Tools fuer voll nehmen darf, macht es UEBERHAUPT KEINEN UNTERSCHIED aus, ob wir in Deutschland auf Google 1, 2 oder 3 stehen. Die CTR betraegt durchgehend 11 – 13% beim Keyword „Transsibirische Eisenbahn“. Man kann das ja taggenau nachpruefen, von der Zeit her sind wir 20% auf Google 1, 35% auf Google 2 und 45% auf Google 3. In Oesterreich uebrigens fast 100% auf Google 1, auch dort CTR 13%.

Besonderheit: Dieses Keyword ist 24/24 h zugepflastert mit der hoechstmoeglichen Anzahl von Adwords-Anzeigen, naemlich drei oben und acht rechts. Gehe davon aus, dass die Adwords-Anzeigen einen guten Teil der Besucher aufsaugen.

Also: Schoen nach Branchen und Zupflasterung mit Adwords ausdifferenzieren!

lg, Natalia

Olivera

interessant, dass nur knapp 50% der deutschen auf den ersten google-treffer klicken und diese rate in anderen ländern höher nicht. auf mich trifft die deutsche klickgewohnheit auch zu, ich würde mich aber nicht als misstrauisch bezeichnen. ich verschaffe mir gerne erst einen überblick, indem ich erst die beschreibungstexte der ersten 5-10 treffer auf der ersten google-seite lese und dann klicke. ich versuche die qualität der treffer einzuschätzen und welche 1-2 artikel für meine suche die besten sein könnten.

DigitalSoul.com

Alles nichts neues :-) Sorry, aber so ist Statistik halt, dass Stichproben vom Durchschnitt abweichen ;-)

Marek Jeworutzki

Ich geh mal davon aus das die Einträge der ersten Seite alle bezahlt sind. Und wenn nicht, war da jemand extrem fleißig im Content schreiben etc. Mit dieser Such- und Gefundenwerden-Strategie, wie ja auch die Ergebnisse zeigen, wird der Erfolgreiche rapide nach oben steigen und der Rest … kann sich ja jeder selbst ausdenken.
Die Werbung hat sich in den letzten Jahren massiv gewandelt. Zu seinem Job muss man heutzutage noch Webprofi sein um überhaupt Traffic zu bekommen.
Manchmal wünsch ich mir mehr mit meinen Kindern mal an die frische Luft zu gehen, als ständig die Onlinepräsenz zu pflegen und das SEO optimieren zu müssen.

Riccabona.eSolutions

Den Google Statistiken trau ich seit einiger Zeit exakt gar nicht mehr. …

Karl Heinz

Also so lange die META Description einigermaßen verständlich ist und dem suchenden genau die Antwort liefert welches er in dem TITEL der ersten drei Ergebnisse sucht, kann sogar eine fünfte Position den Klick generieren.
Daran sollten sich erfahrene Googlenutzer nicht mehr leiten lassen.
Viele Leute klicken inzwischen auch nicht mehr AdWords Anzeigen da Sie wissen das der Bezahlte Bereich auf Google nicht immer zwingend die gewünschten Ergebnisse bringen.

semize

Interessant zu wissen wäre natürlich ergänzend, inwieweit die SEA-Anzeigen Traffic abgeschöpft haben. Diese auszublenden, verwässert die Ergebnisse.

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