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Marketing

Suchmaschinenoptimierung: SEO selbstgemacht oder eine SEO-Agentur beauftragen?

Eigentlich sollte dieser Artikel „10 Pros und 10 Contras für die Konsultation einer SEO-Agentur“ heißen. Doch leider kann man bei diesem Thema nicht so schlicht entscheiden. Es bedarf einer genauen Differenzierung zwischen den Argumenten, da die meisten Argumente weder eindeutig widerlegbar noch unwiderlegbar sind. Insofern soll der Beitrag aufzeigen, wann sich eine SEO-Agentur lohnt und wann man sich das entsprechende Wissen lieber anzulesen versucht oder gleich auf eine ganz andere Strategie setzt.

SEO ist ein Thema, über das sicherlich schon oft gebloggt und zahlreich diskutiert wurde. Die Meinungen könnten bei dem Thema nicht kontrastreicher sein. Auf der einen Seite steht: „SEO ist reine Abzocke!“ Und auf der anderen Seite steht: „Nur eine SEO-Agentur kann ein Google-Ranking verbessern!“

SEO ist wie sein Auto zu reparieren - oder doch nicht?

Foto: Danard Vincente. Lizenz: CC BY

Oft wird, um einen solche Pro-und-Contra-Diskussion einzuleiten, ein Beispiel aus anderen Wirtschaftsbereichen herangezogen. So vergleicht so manch ein Blogger Suchmaschinenoptimierung bisweilen mit einer Autowerkstatt: Ein Laie kann, selbst wenn er die nötige körperliche Kraft besitzt, sein Auto oftmals nicht selbst reparieren. Dazu fehlen ihm das Know-how sowie die Einzelteile für die Reparatur. Ähnlich wird es dann mit der Optimierung für Suchmaschinen gehandhabt: Es wird suggeriert, dem Laien fehlten das nötige Know-how sowie die Einzelteile, um seine Webseite auf die gewünschte Position bei Google zu pushen.

Doch ist ein solcher Vergleich gänzlich unbrauchbar. Die Optimierung einer Website für die einschlägigen Suchmaschinen, allen voran Google, ist ein Handwerk, das mit keinem körperlichen Handwerk verglichen werden kann. Genauso wenig kann es mit den meisten Handwerken der IT-Branche verglichen werden, denn SEO ist keine Programmiersprache oder ein Programm zum Designen wie Photoshop.

SEO ist kein Geheimwissen. Selbst Google hilft

Der Ausgangspunkt Diskussionen ist also folgender:

Suchmaschinenoptimierung ist ein Dienstleistungsbereich, der Spezialwissen erfordert. Dieses Wissen ist jedoch sehr transparent. Suchmaschinenoptimierung ist kein Geheimwissen, Voodoo oder Zauberei.

Dazu sollte auf die Frage eingegangen werden, weshalb das Know-how zur Suchmaschinenoptimierung so transparent ist. Hier kommen verschiedenen Faktoren ins Spiel:

  1. Google veröffentlicht Richtlinien über das Verhalten des Algorithmus, der für die Suchmaschinenergebnisse verantwortlich ist. Demnach ist eine grobe Orientierung von offizieller Seite her gegeben.
  2. Google ist an der Qualität seines Webseiten-Index interessiert. Indem Google bestimmte Richtlinien vorgibt, erleichtert der Konzern die Arbeit seines Suchcrawlers. Dieser folgt jedem Link im Internet (sofern dieser nicht auf „No Follow“ gestellt ist) und indexiert jede Internetseite die er findet (sofern die Internetseite nicht auf „No Index“ gestellt ist). Indem Google Richtlinien vorgibt, nach denen bewertet wird, helfen sie auch den Durchlauf des Google Crawlers zu beschleunigen. Zudem wird durch die Richtlinienvorgabe die Qualität des Index erhöht, da „bad content“ ausgeschlossen wird. Optimierer und Suchmaschinen profitieren also wechselseitig.
  3. Blogger profitieren von der Veröffentlichung von SEO-Wissen. Dies ist mit der wichtigste Punkt, weshalb die Transparenz des Know-hows so hoch ist. Denn wer über SEO-Themen schreibt, kann sich damit profilieren. Logischerweise betreiben gerade Experten für SEO am stärksten SEO. Wer also viel über Themen bloggt, die mit Suchmaschinenoptimierung, Online Reputation Management und Social-Media-Marketing zu tun haben, ist bei Google unter diesen Begriffen besser auffindbar. Natürlich schreiben fast alle SEO-Blogs Artikel, um ihr Ranking unter den einschlägigen Suchbegriffen zu verbessern. Niemand schreibt just for fun über das begehrte Know-how.Demnach profitiert man von der Veröffentlichung von SEO Wissen viel mehr, als wenn man es für sich behält. Anstatt „knowledge is power“ – heißt es „open knowledge is power“ oder „released knowledge is power“. Auch wenn die wenigsten SEO-Tutorials und SEO-Texte rein altruistisch sind, helfen sie der Netzcommunity um einiges weiter. Es ist nicht nötig, sich teure „Geheimtutorials“ zu kaufen oder Primär- und Sekundärliteratur bei Hugendubel zu erwerben. Ich wage an dieser Stelle zu behaupten, dass jegliches SEO-Wissen im Netz öffentlich verfügbar ist. Doch dazu später mehr.
  4. SEO-Agenturen profitieren auch von gutem SEO-Content. Nicht nur Blogs, sondern auch SEO-Agenturen schreiben regelmäßig in den firmeneigenen Blogs über Fakten und Neuigkeiten rund um den Google-Algorithmus. Natürlich wird kein Spezialwissen veröffentlicht und rege Diskussionen unter den Blogeinträgen sind auch selten, doch trotzdem wird Grundwissen kostenlos auch von den professionellen Suchmaschinenoptimierern veröffentlicht.

Diese Faktoren sollten jedem ersichtlich machen, weshalb man den Dienstleistungsbereich Suchmaschineoptimierung schwer mit einer Autowerkstatt vergleichen kann.

Natürlich gibt es auch für eine Autoreparatur Tutorials im Internet, doch die Werkstätten selbst werden wohl kaum Tutorialvideos bei YouTube posten, indem sie erklären, wie man seinen alten Honda auf Vordermann bringt und wo man am günstigsten die Einzelteile herbekommt. Im besten Fall bekommt man allgemeine Informationen, falls die Autowerkstatt intelligenten Content erzeugen möchte, um ihre Rankings bei Google zu stärken.

In den Webmaster-Richtlinien gibt Google grundlegende Tipps.

Das Duell: Selfmade SEO vs SEO-Agentur

Nun wo die Ausgangssituation der Diskussion ausführlich erörtert ist, kann man zum eigentlichen Thema des Artikels voranschreiten: Selfmade SEO oder eine Agentur beauftragen. Und da Geld bekanntlich die Welt regiert, fängt natürlich alles mit dem Finanziellen an: Wer in SEO investieren möchte, muss dafür meist eine Menge Geld investieren.

In den meisten Fällen besteht der Vertrag zum einen aus einer einmaligen Zahlung für den On-Page–Bericht, der sicherlich nicht unter 200 bis 500 Euro zu bekommen ist. Er stellt dar, wie gut oder schlecht die Website bereits für Suchmaschinen optimiert ist. Zum anderen besteht der Vertrag aus einer monatlichen Gebühr für die Off-Page-Optimierung. Hier geht es darum, die Verlinkung der Website von außen zu verbesern.

Meist ist der Kunde selbst für die Umsetzung des On-Page-Berichts verantwortlich. Er muss also selbst die Verbesserungsvorschläge der SEO-Agentur umsetzen und ist damit auch in den Prozess der Verbesserung des Suchmaschinenrankings eingebunden. Setzt er die Verbesserungsvorschläge zügig und gewissenhaft um, kann er auch mit schnellerer Verbesserung seiner Ergebnisse im Suchmaschinenranking rechnen. Schafft der Kunde die Umsetzung jedoch nur lückenhaft und langsam, kann der Google Crawler beim regelmäßigen Durchlauf der Seite wenig Verbesserung feststellen und nur wenig Fortschritt im Google Index ist zu vermerken. Natürlich belastet ein solches Szenario auch die Off-Page-Optimierung der SEO-Agentur, denn die ist natürlich zum größten Teil für die Katz, wenn die On-Page-Verbesserungsvorschläge nicht ausreichend umgesetzt werden.

Warum es keine Erfolgsgarantie gibt

In Einzelfällen übernimmt die SEO-Agentur auch die komplette On-Page-Optimierung. Dies ist natürlich erheblich teurer für den Kunden und kann oftmals durch den Suchmaschinenoptimierungsetat nicht gedeckt werden. Zudem können verschiedene Probleme bei der Umsetzung auftauchen. Der Kunde muss der SEO-Agentur vertrauen und Zugang zum firmeneigenen Content Management System geben. Hier befinden sich aber oftmals sensible Daten, die nicht herausgegeben werden sollen. Auch ist ein Szenario, in dem Fehler passieren und die Website offline geht, wenig wünschenswert. Gerade bei großen Onlineshopbetreibern bedeutet schon eine Stunde fehlende Erreichbarkeit der Seite ein enormer wirtschaftlicher Verlust.

Problematisch ist jedoch, dass fast keine SEO-Agentur realistisch für Erfolge garantieren kann. Deshalb existieren kaum Dienstleistungsverträge auf Erfolgsbasis. Erfolgsbasierende Verträge sind auch hochproblematisch, da zu viel Wissen im Bereich Suchmaschinenoptimierung noch unerforscht ist. Oftmals sind Faktoren ausschlaggebend, für die nur Google die Antwort weiß, denn die exakte Gewichtung der Faktoren des Google Algorithmus ist selbstverständlich ein gut behütetes Geheimnis von Google. Die einzige Möglichkeit die besteht, ist das vorsichtige „Rantasten“ an die Gewichtung der verschiedenen Faktoren des Algorithmus.

Es ist ähnlich wie das Coca-Cola-Geheimnis: Es wird seit Jahren probiert zu knacken, die ungefähren Zutaten sind öffentlich bekannt, doch die genaue Formel wurde und wird wohl nie aufgedeckt. Es existieren hunderte Getränkesorten, die dem Geschmack von Coca Cola ähnlich sind, doch keines schmeckt exakt wie das Original.

Umkämpfte Suche: „Schuhe kaufen“.

Wann lohnt sich eine SEO-Agentur?

Wir können also bilanzieren: Die Konsultation eines Dienstleisters für SEO kostet in jedem Fall Geld. An dieser Stelle kommt der ROI (Return On Investment) ins Spiel. Lohnt es sich für den Webseitenbetreiber eine SEO-Agentur zu beauftragen? Natürlich finden sich an dieser Stelle eine Menge Auswahlkriterien. Im Folgenden habe ich eine Liste erstellt, welche selbstverständlich nicht den Anspruch erhebt, vollständig zu sein. Vorschläge sind gerne gesehen.

Beispiel 1

Eine Firma gibt eine Menge Geld für SEM (Search Engine Marketing) aus. Monatlich werden hunderte bis tausende Euro für Google AdWords ausgegeben. Bisher wurden keine Bemühungen getroffen, die Seite für Google zu optimieren und Usertraffic wird zum größten Teil per SEM erzeugt.

Die Website ist durch die angebotenen Produkte/Dienstleistungen trotzdem profitabel oder wird es in Zukunft sein.

Ein klassischer Fall, in dem die Investition in eine SEO-Agentur in jedem Fall sinnvoll ist. Hier kann einfach ein Teil des Werbebudgets für SEM stattdessen für SEO ausgegeben werden. SEO und SEM können sehr gut im Zusammenspiel genutzt werden, die SEM-Kampagne sollte also nicht komplett eingestellt werden. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass SEO langfristig die kostengünstigere Variante ist, Usertraffic zu erzeugen. Natürlich gibt es auch bei Google Schwankungen im Ranking, doch im Allgemeinen erzielt eine gut optimierte Webseite konstant gute Suchmaschinenergebnisse.

Der ROI ist zu sehr hoher Wahrscheinlichkeit positiv.

Beispiel 2

Eine Firma hat sich bereits mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung befasst und Änderungen durchgeführt. Der gewünschte Erfolg ist bisher jedoch ausgeblieben. Das Budget erlaubt es, eine professionelle SEO-Agentur zu beauftragen.

Es bietet sich immer an, wenn ein Kunde sich schon im Voraus mit Suchmaschinenoptimierung befasst hat. Denn wie schon weiter oben genannt, ist das Zusammenspiel zwischen Kunde und Agentur enorm wichtig. Hat der Kunde Vorwissen - umso besser. In vielen Fällen ist es die jahrelange Erfahrung der SEO-Agentur, welche dem Kunden helfen könnte, den Sprung von den TOP 30 in die TOP 10 zu schaffen. Dazu ist es erheblich billiger für den Kunden, wenn er schon Vorarbeitet geleistet hat. Denn wie in jedem anderen Dienstleitungssektor gilt die Regel: Wenn weniger gemacht werden muss, muss auch weniger gezahlt werden.

ROI kann positiv sein.

Beispiel 3

Eine Firma möchte mit einem Begriff wie „Schuhe kaufen“ in die TOP 10 der Suchmaschinenergebnisse. Das Budget des Onlines-Shops ist ziemlich klein, genau wie die Produktauswahl. Das Businesskonzept ist auf kurzfristige Gewinne ausgelegt.

Ein klassischer Fall, in dem die Konsultation einer SEO-Agentur wenig sinnvoll ist. Der Bereich „Schuhe kaufen“ ist ein stark umkämpfter Bereich bei Google. Hier tummeln sich eine Menge Online-Shops mit breiter Produktpalette und einer Menge Stammkunden. Die meisten der Online-Shops geben viel Geld für eine SEO-Agentur aus oder haben einen Berater, welcher hausintern bei der Optimierung hilft. Einen nennenswerten Erfolg in einem solchen Bereich zu erzielen, ist sehr aufwändig und schwer. Auch bei großen Budgets kann es sein, dass sich das Investment nicht lohnt.

ROI ist also höchstwahrscheinlich nicht gegeben bzw. fällt negativ aus.

Der Online-Shop für Schuhe sollte sich auf bestimmte Keywords spezialisieren (evtl. Longtails) um einen Teil der Sucher bei Google abzugreifen, welche nach einer bestimmten Schuhsorte suchen.

Daraus ergibt sich...

Die vorliegenden drei Szenarien zeigen also, dass es von Fall zu Fall unterschiedlich ist, ob das Investment in eine professionelle Agentur für Online Marketing sinnvoll ist bzw. sich lohnt.

Doch damit ist die ROI-Formel nicht komplett abgedeckt. Denn auch Zeit spielt eine Rolle bei der Überlegung ob man eine SEO-Agentur anheuern möchte.

Wann lohnt sich die Eigeninitative?

Lohnt es sich für den Webseitenbetreiber, sich umfassend in das Thema SEO einzulesen? Oder kann er in der verwendeten Zeit durch die Ausführung seiner richtigen Profession mehr Geld verdienen?

Beispiel 1: der Doktor

Das Medizinstudium ist sicherlich eines der schwersten und langwierigsten Studiengänge in der Akademikerlaufbahn. Ein Mediziner verdient trotz Einsparungen des Staats und der Krankenkassen immer noch überdurchschnittlich in Deutschland. Wenn es ihm in seiner eigenen Praxis jedoch an Kunden mangelt und er mehr Kunden für seine Spezialisierung sammeln möchte, kann von ihm im seltensten Falle verlangt werden, dass er seine kostbare Zeit mit dem intensiven Beschäftigen mit SEO verbringt. Er hat ja schließlich einen anderen Beruf erlernt. Das Gleiche gilt für Juristen oder Steuerberater. Falls man mehr Kunden durch Google gewinnen möchte, ist ein Investment in eine SEO-Agentur sicherlich sinnvoll.

Doch Rechtsberatung wird oftmals aufgrund von Empfehlungen im Bekanntenkreis eingeholt. Die Quote mag zwar noch nicht so hoch sein wie bei Online-Einkäufen, doch der Trend steigt in jedem Fall. Viele Klienten googlen nach ihrem Rechtsberater, bevor sie ihn engagieren. Hier kann Online Reputation Management (ORM) eine wichtige Rolle spielen. ORM basiert zweifellos zum großen Teil auf SEO.

Beispiel 2: der Onlineshopbetreiber

Etwa 70 Prozent der Einkäufe bei Online-Shops basieren auf einer Google-Suche. Die ideale Auffindbarkeit bei Google ist also essentiell für den Betreiber von Online-Shops. Doch auch Online-Shopbetreiber haben oftmals viel mit Vertrieb, Versand und Logistik zu tun. Für sie stellt sich ebenfalls die Frage, ob sie in der Zeit, die sie in SEO-Bildung investieren würde, nicht auf andere Art und Weise mehr Geld verdienen könnten und dafür die Optimierung den Profis überlassen.

Wenn Zeit und Mitarbeiter für SEO vorhanden ist, dann kann hier auch Selfmade-SEO erfolgreich sein. Auch wenn das Budget zu klein ist, sollte meist erstmal in den Aufbau des Online-Shops investiert werden. In jedem Fall sollte sich der Betreiber eines Online-Shops zumindestens Grundwissen über die Suchmaschinenoptmierung anlesen. Gerade bei der dauerhaften Optimierung für Suchmaschinen aber auch im Bereich Social-Media-Marketing ist dies stark vom Vorteil.

Daraus wiederum ergibt sich...

Bei den zwei genannten Beispielen kann professionelles SEO durchaus erfolgreich sein. Einem Arzt oder Anwalt ist jedoch weniger zu empfehlen Selfmade-SEO zu machen. Betreibern von Online-Shops oder Dienstleistungsangeboten im Internet sollten zumindest über SEO-Grundwissen verfügen. Dieses Grundwissen muss spätestens nach dem Auslaufen des Vertrages mit einer SEO-Agentur vorhanden sein, da sonst die Gefahr besteht, dass die bezahlte Mühe der SEO-Agentur zunichte gemacht wird.

Einige dieser Aussagen könnten auch von frustrierten SEOs stammen...

Fazit

Wer sein Geld zum größten Teil im Internet verdient, Online-Dienstleitung anbietet oder einen Online-Shop betreibt und dazu noch genügend Zeit übrig hat oder über zu wenig Budget verfügt, um sich professionelles SEO leisten zu können, der kann in jedem Fall auf Selfmade-SEO setzen. 
Es empfiehlt sich also für jeden, der aktiv eine Webseite betreibt, sich wenigstens Grundwissen über SEO anzuschaffen. Gerade für Online-Shops drängt die Zeit jedoch ein bisschen, denn die Rate von Einkäufen, die durch Googles organische Suchmaschinenergebnissen entstehen, steigert sich stetig.

Hat der Onlineshopbetreiber ein recht großes Budget und keine Mitarbeiter frei, die sich intensiv mit SEO beschäftigen und dies auch umsetzen können, sollte die Optimierung besser den Profis überlassen werden, da es sich im Zeit-Geld-Verhältnis mehr lohnt.

Wer jedoch nicht die Zeit hat, sich intensiv mit dem Thema SEO zu befassen, da es sich nicht lohnt und der Geschäftsbereich nicht mit Hauptaugenmerk auf dem Internet liegt, der sollte vom Selfmade SEO lieber die Hände lassen. Ein bisschen mit dem Thema SEO befassen schadet natürlich nie, auch gerade beim Finden einer seriösen SEO-Agentur.

Doch die meisten Verträge mit SEO-Agenturen sind zeitlich begrenzt, maximal bis zu 24 Monate. Auch nach dem Auslaufen eines SEO-Vertrages ist es empfehlenswert, sich regelmäßig mit den Neuigkeiten in der SEO-Szene zu befassen, da Google oftmals seinen Algorithmus ändert oder Neuerungen in seinem Service Angebot vornimmt.

Über den Gastautor

Sebastian Lange ist seit vier Jahren in der Online-Marketing-Branche tätig und hat sich seit Beginn auf SEO spezialisiert. Seine neue Agentur XAVA Media betreut Kunden im gesamten Online-Marketing-Bereich. Die Leistungen beginnen beim Webdesign und reichen über die Programmierung bis hin zur Vermarktung der Webseite (vor allem SEO, SEM, Social Media Marketing, Online Reputation Management und Online PR).

Bildnachweis für die Newsübersicht: Foto: ffuentes. Lizenz: CC BY-SA

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16 Reaktionen
LieschenB

Wir haben auch lange überlegt ob wir eine Firma für unsere Seite http://www.fabfive24.com mit dem SEO beauftragen oder es eigenständig machen. Haben uns dann für letzteres entschieden und fahren eigentlich ganz gut damit. Aus Erfahrungen anderer Leute haben wir mitbekommen, dass SEO Firmen die Sache doch sehr lieblos machen und der anfangs positive Effekt meistens von Google nach einiger Zeit als Spam betrachtet wird. Die Kosten sind auch nicht ohne und man muss eben schauen ob es sich finanziell für einen lohnt oder ob man den Aufwand nicht einfach selber betreibt, dabei aber weiß was man hat und was man kriegt. Bei vielen SEO Firmen ist das nicht gegeben. So ist unsere Einschätzung der Lage.

Antworten
Frank

Einige der hier aufgestellten Empfehlungen - Sinnhaftigkeit, sich in SEO Themen einzuarbeiten - kann ich beipflichten. Die Thesen, warum SEO nicht mit einem Handwerk zu vergleichen ist, sind meiner Ansicht nach dagegen an den Haaren herbeigezogen. SEO IST Handwerk! Und genauso, wie man selfmade sein Auto besser zum Laufen bringen kann, lassen sich auch Dinge beschädigen, wenn man keinen richtigen Plan hat. Es handelt sich hier um eine Analogie, keinen 1:1 Vergleich.
Und ja, Teile des SEO Wissens sind öffentlich. Aber manches, was man in Foren etc. liest, ist auch gequirlte Scheisse. Informationen widersprechen sich teilweise und einige wirklich gute Tipps bloggt keiner, der noch bei Trost ist. Aber grade hier gerät man in Bereiche, wo man vielleicht noch mit "Fliesenleger Hintertupfingen billig" ranken kann, aber bei etwas stärkeren Keys schon nicht mehr. Und dann geht es nicht ohne Fachkompetenz.

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Michael Zachrau

Wir hatten in der SEO-Gruppe von XING eine rege Diskussion, die u.a. das Thema Inhouse SEO berührte. Unter Beteiligung von fast 2000 Teilnehmern gingen SEO-Anbieter und SEO-Kunden der Frage nach, welche Strategie heute bei der Suchmaschinenoptimierung am zielführendsten ist.

Einige der Diskutanten bezweifelten zu Beginn zwar die Relevanz der Fragestellung, beteiligten sich aber dennoch rege an der Diskussion und gaben interessante Einblicke in ihre unorthodoxe Arbeitsweise.

Die meisten Teilnehmer rieten, sich vordringlich mit dem Linkaufbau zu beschäftigen. Eine kleine Fraktion meinte, es lasse sich nur sehr wenig regelhaft festhalten, SEO sei als Funktion mit 200 Unbekannten extrem dynamisch und kontextabhängig. Von diesen wurde auch die Fragestellung an sich schon für obsolet gehalten. Damit kritisierte diese Minderheit indirekt die von den internationalen Experten vorgelegten Studien als wertlos.

Es wurde sehr deutlich, dass fast alle SEOs ihren Erfahrungsvorspung vor Kunden und Wettbewerbern schützen und echtes Know how nur gegen entsprechende Bezahlung angeboten wird. Daher verzichteten auch viele SEOs auf Transparenz und verkaufen ihre Services in einer black box.

Das Vorgehen und die Methoden der SEOs weichen sehr stark voneinander ab. Es war zu hören, dass viele Kunden bereits jetzt inhouse SEO betrieben oder in naher Zukunft beabsichtigten, das Thema SEO inhouse angehen zu wollen und dabei oft erhebliche Mehrkosten, Verzögerungen und Probleme bei der Umsetzung zu überwinden haben.

Der vollständige Artikel mit 2 sehr guten Fundstellen (Die wichtigsten Faktoren als Konsens von 100 internationalen SEO-Experten) unter seo-blog

Antworten
Frank Simon

Hi,

Der diesjaehrigen SES in San Francisco war das thema "Inhouse SEO" auch ein Diskussion Wert. Wir haben diese emal hier http://www.siliconvalleyblog.de/blog/2010/09/02/ses-2010-seo-in-the-house/ wiedergegeben. Die Tendenz geht sicher in die Richtung, dass um so mehr SEO professionalisiert wird, um so enger die Kommunikation innerhalb des Hauses wichtiger wird. Und um so staerker waechst der Bedarf, es auch inhouse umzusetzen.

Terra

Antworten
Frank Simon

Hi,

Der diesjaehrigen SES in San Francisco war das thema "Inhouse SEO" auch ein Diskussion Wert. Wir haben diese emal hier http://www.siliconvalleyblog.de/blog/2010/09/02/ses-2010-seo-in-the-house/ wiedergegeben. Die Tendenz geht sicher in die Richtung, dass um so mehr SEO professionalisiert wird, um so enger die Kommunikation innerhalb des Hauses wichtiger wird. Und um so staerker waechst der Bedarf, es auch inhouse umzusetzen.

Terra

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wunderware

Sehr schöner Artikel, der die Problematik ausgeleuchtet auf den Punkt bringt.

Sobald ein Unternehmen ernsthaft und geplant Online-Marketing betreibt, ist es auf Qualität angewiesen. Die kann man kaufen, bei eintsprechenden Dienstleistern oder durch Qualifizierungsmaßnahmen. (Wenn man die schwarzen Schafe mal nicht mitblöken lässt, glaube ich, dass sich das Investment in beiden Fällen die Waage hält.)

Ein Unternehmen, dass selbst redaktionell tätig ist, muss entsprechendens SEO-Wissen intern aufbauen. Da hilft der technisch optimal gebaute Auftritt nicht, wenn der Autor nicht webgerecht texten kann, seine Bilder nicht vernünftig auszeichnet etcpp.

Ein Mythos war und ist SEO nicht, SEO und SEM sind zwei unter vielen Dienstleistungen rund um Webauftritte.

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Thomas Zöger

Ein wirklich schöner Artikel, der leider zu wenig von Kunden gelesen wird.

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Olaf Kopp

Hatte das Thema im November mit einem etwas anderen Blickwinkel und zur Frage Suchmaschinenmarketing bzw. SEM Agenturen oder Inhouse betrachtet. dabei lag bei mir der Schwerpunkt auf der Betrachtung des zeitlichen Verlaufs von SEM (SEO+SEA) Projekten udn der Auslastung von Inhouse Spezialisten in diesem Bereich:
http://www.sem-deutschland.de/google-adwords-tipps/typischer-zeitlicher-verlauf-von-sem-projekten/

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Gernot

Sehr schöner Artikel, jedoch muss ich auch ein Veto einlegen. Ich finde, dass man die Suchmaschinenoptimierung sehr wohl mit einem Handwerk vergleichen kann. Es gibt natürlich keinen von der HWK anerkannten Ausbildungsberuf zum SEO, jedoch gibt es auch in der Suchmaschinenoptimierung Abläufe und Tätigkeiten für welche man Know-How und Übung benötigt. Es differieren lediglich die Werkzeuge. Man nutzt anstelle des Schraubenschlüssels nun SEO-Tools und schuldet letzten Endes (auch wenn es nicht garantiert ist) auch einen Erfolg oder zumindest die Durchführung der Tätigkeiten an sich.

Und selbstverständlich kann man sich in alles einarbeiten. Aber wie Marion richtig erkannt hat, gilt es natürlich die Opportunitätskosten zu beachten. Wenn der Unternehmer genug Zeit hat um sich einzulesen und für die adäquate Umsetzung sorgen zu können, dann sollte er das tun. Allerdings läuft bereits etwas falsch, wenn der Unternehmer für so etwas Zeit hat ;-) Ich finde auch, und hier spreche ich aus SEO-Agentur Sicht, dass es nie schaden kann sich zumindest einmal fachlichen Rat einzuholen und eine Analyse durchführen zu lassen.

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Niko

@techdivision ja, aber wid viel shops starten im longtail? ich sehe immer wieder shops die ipods 50 cent billiger verkaufen. Oben msinte ich adwords nur. Muss wirklich aufpassen was fuer bloedsinn ich schreibe :))

Antworten
alexeyseat

Alexander Flittner

meine persönlichen Erfahrungen mit einem professionellen SEO sind nur positiv und das eigene Halbwissen ist einfach zu gefährlich um eine Firma darauf aufzubauen. Habe es mit meinem SEO zusammen geschafft innerhalb von ein paar Wochen auf Seite 1 in Google zu kommen und komme jetzt Schritt für Schritt nach oben. Inwzischen auf Platz 3 Seite 1 unter dem Hauptbegriff. Kann wirklich nur posivtives sagen, vorausgesetzt man hat den richtigen SEO ansonsten ist es Geldverschwendung

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alexeyseat

Hallo,

meine persönlichen Erfahrungen mit einem professionellen SEO sind nur positiv und das eigene Halbwissen ist einfach zu gefährlich um eine Firma darauf aufzubauen. Habe es mit meinem SEO zusammen geschafft innerhalb von ein paar Wochen auf Seite 1 in Google zu kommen und komme jetzt Schritt für Schritt nach oben. Inwzischen auf Platz 3 Seite 1 unter dem Hauptbegriff. Kann wirklich nur posivtives sagen, vorausgesetzt man hat den richtigen SEO ansonsten ist es Geldverschwendung

Antworten
Micha

Danke für diesen sehr guten Artikel. Ich bin der Meinung das es mit SEO genau so ist wie mit jeder anderen "Arbeit" auch. An sich ist es nicht schwer, man muß das Prinzip verstehen. Wenn man das hat kann man sich, mit hilfe verschiedener Anbieter, andere Seiten ansehen. Dort kann man erkennen in welcher weise die verschiedenen Optimierungsbemühungen zu erfolgen geführt haben oder eben nicht.

Wie gesagt, man muß das Prinzip verstehen.

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TechDivision

Sehr informativer Artikel, der den "Mythos" SEO mal etwas neutraler beleuchtet! Im Prinzip handelt es sich bei einem Großteil der SEO-Maßnahmen einfach um solides und permanentes Handwerk, das halt mitunter doch sehr zeitintensiv sein kann und langfristig angelegt ist. Mit "Voodoo" hat das in den wenigsten Fällen zu tun...

@Niko: Zwei kurze Einwände - ich denke schon, dass man auch einen neuen Shop in überschaubarer Zeit in die Top10 bringen kann, hier kommt es halt auf das Umfeld bzw. die entsprechenden Keywords und die hier vorhanden Konkurrenz an. Bei Nischenprodukten bzw. sog. Long-Tail-Keywords kann das durchaus sehr gut funktionieren. Wie ich mit Adsense Traffic erzeugen kann ist mir noch nicht ganz klar. Durch die damit eingeblendete Werbung kann ich meine Seite monetarisieren, sofern sie über entsprechenden Traffic verfügt...

Antworten
Niko

Eine Ausgezeichnete Artikel. Allerdings ich glaube die Werkstätte werden in Zukunft auch Videos ins Netz stellen. Es ist auch zu erwähnen, gerade beim die Schuhe Online Shop Beispiel, die Unterschied zwischen SEO und Adwords. Wenn Sie eine neue Online Shop haben, es ist unrealistish zu erwarten das sie unter die Top 10 Suchergebnisse landen. Mit den selber Budget, können Sie durch Ad Words oder Ad Sense sofort Traffik erziehen. Also stecken Sie Geld in SEO, wenn Sie plannen für ein paar Jahren im voraus.

Antworten
Marion

Das ist ein überaus heikles Thema, bei dem es so viele Details und Spezialfälle gibt, dass man es nicht über einen Kamm scheren kann. Sicher, da sind die einen, die sich als die SEO-Gurus verkaufen, die alleinig über das geheime Wissen verfügen, und da sind die anderen, die sich ebenfalls als SEO-Experten bezeichnen, aber bei Referenzprojekten nicht mal das kleine 1x1 der Suchmaschinen-Optimierung beherrschen. Beide tragen leider dazu bei, dass das SEO-Geschäft wohl immer einen dubiosen Beigeschmack haben wird.

Natürlich können geschickte Leute ihre Autos selber reparieren, ihre Badezimmer fliesen oder das Wohnzimmer streichen. Aber kostenlos ist das natürlich auch nicht, denn neben dem Material muss man auch in diesem Fall die Zeit rechnen und diese mit den Opportunitätskosten bewerten - also wieviel Geld hätte ich verdienen können, wenn ich in der Zeit, in der ich das Wohnzimmer gestrichen habe, einer bezahlten Arbeit nachgegangen wäre. Außerdem ist es sehr wahrscheinlich, dass jemand, der eine Tätigkeit gelernt hat, darin schneller und effizienter vorankommt als ein Laie.

Wenn man SEO wirklich richtig ernsthaft betreibt, braucht man neben gutem Wissen, das ständig um neue Trends erweitert und aufgefrischt werden muss, viel Zeit, Energie und kreative Ideen. Denn die Suchmaschinen beweisen uns ja immer mehr, dass sie vieles, was maschinell und schematisch riecht, abstrafen. Und das kann man sich so nebenbei einfach nicht aneignen.

Viele Websites und Online-Shops bleiben meines Erachtens auf der Zielgerade stehen und verschenken wertvolles Potenzial - auch wenn es natürlich nur da Sieger geben kann, wo es auch Verlierer gibt.

Vertrauen ist ein entscheidender Punkt in einer erfolgreichen Beziehung zwischen dem Kunden und seiner Agentur. Außerdem sollte es immer darum gehen, welche Ziele mit der Website und dem Shop erreicht werden sollen. Dafür muss die Agentur geeignete Maßnahmen vorschlagen, diese durchführen, den Erfolg überwachen und ggf. den Kurs optimieren. Mit Überlegungen in diese Richtung bewegt man sich auf einer ganz anderen Ebene als bei der reinen Betrachtung von Kosten.

Aber einfach ist das Ganze nicht, das ist klar. Es erfordert auch Mut und Weitsicht, wenn man Erfolg haben möchte.

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