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SEO: Die Top 10 der Gewinner und Verlierer im deutschen Google-Such-Index

Sichtbarkeit ist so eine Sache. (Foto: Shutterstock)

Besonders die beiden Google-Core-Updates im März und September 2019 haben die Sichtbarkeit vieler Websites im deutschsprachigen Such-Index massiv beeinflusst. Das zeigt eine Untersuchung der SEO-Experten von Searchmetrics.

Aufatmen bei Publishern. Sie gehören zu den Gewinnern der Google-Updates des letzten Jahres. Miese Stimmung bei Gesundheitsportalen, wie der Apotheken-Umschau. Weil Google den Umgang mit Suchanfragen zu sensiblen Gesundheitsfragen im Rahmen des März-Core-Updates angepasst hat, finden sich etliche Themenportale auf der Verliererseite wieder. Die Apotheken-Umschau verliert sogar 60 Prozent ihrer SEO-Visibility im Vergleich zum Vorjahr. Ebenfalls lange Gesichter gibt es bei den Betreibern von Nachschlagewerken, wie Wörterbüchern oder Übersetzungshelfern.

Publisher gewinnen am meisten, Tech-Magazine und E-Commerce spielen ebenfalls vorne mit

Bleiben wir zunächst bei den Gewinnern. Hier sichern sich mit dem Focus, dem Spiegel, der Zeit, der Süddeutschen und der Welt große Publisher Plätze in den Top 10. Mit Giga und der Computerbild schaffen es auch zwei techniklastigere Websites in die Top 10, die dann mit Otto und Ebay noch zwei E-Commerce-Schwergewichte vorzuweisen hat. Zu guter Letzt ist noch die Bewertungsseite Trustpilot zu nennen, die mit 106 Prozent den stärksten prozentuale Sichtbarkeitszugewinn in den Top 10 aufweisen kann.

Auch t3n gehört zu den Gewinnern. Zwar konnten wir uns absolut „nur“ auf Platz 39 wiederfinden, können uns aber beim prozentualen Sichtbarkeitszugewinn von 106 Prozent durchaus mit dem fünftplatzierten Trustpilot messen.

Das ist die Top 10 der Gewinner

Rang Domain Zugewinn (absolut) Zugewinn in %
1 focus.de 351869 38%
2 ebay.de 295759 42%
3 spiegel.de 287804 23%
4 zeit.de 272073 54%
5 trustpilot.com 227282 106%
6 sueddeutsche.de 221175 34%
7 otto.de 215701 50%
8 welt.de 201072 25%
9 computerbild.de 193881 15%
10 giga.de 181450 43%

Herbe Verluste bei Nachschlagewerken

Der größte Verlierer des Jahres 2019 ist nach der SEO-Analyse Twitter, dicht gefolgt und prozentual deutlich überholt von der Apotheken-Umschau. Auch das spanische Download-Portal Softonic verliert 50 Prozent ihres Score. Ein Muster zeigt sich indes, wenn wir sehen, dass mit dem Urban-Dictionary, der IMDB, Dict.cc und Linguee gleich vier Nachschlagewerke in den Verlierer-Top-10 stehen.

Das ist die Top 10 der Verlierer

Rang Domain Verlust (absolut) Verlust in %
1 twitter.com -465570 -38%
2 apotheken-umschau.de -318543 -60%
3 imdb.com -294737 -45%
4 softonic.com -270468 -50%
5 apple.com -237871 -25%
6 urbandictionary.com -183855 -76%
7 linguee.com -154311 -43%
8 dict.cc -147749 -26%
9 n-tv.de -120734 -29%
10 ikea.com -95719 -62%

So ist Searchmetrics vorgegangen

Für die SEO-Analyse hat Searchmetrics die Entwicklung der SEO-Visibility aller Domains, die im deutschen Searchmetrics-Index verzeichnet sind. ganzjährig betrachtet und in ihren Schwankungen dokumentiert. Im Ranking hat Searchmetrics dann den absoluten SEO-Visibility-Gewinn zur Festlegung der Reihenfolge angenommen. Bei prozentualer Betrachtung käme ein völlig anderes Ranking heraus. Nicht betrachtet wurden Angebote für Erwachsene und inoffizielle Streaming-Websites, Domain-Umzüge.

Das ist SEO-Visibility

SEO-Visibility ist ein Score der Analyse-Software von Searchmetrics. Der Anbieter will sie als eine aus mehreren relevanten Search-Faktoren berechnete Kennzahl, mithilfe derer sich die Sichtbarkeit einer Website in den organischen Ergebnislisten von Suchmaschinen abbilden lässt, verstanden wissen.

Das besondere an diesem Index ist, dass eine Vergleichbarkeit unterschiedlicher Seiten über eine einzelne Kennzahl hergestellt werden soll. Das Rechenwerk hinter dem Visibility-Index erklärt Searchmetrics nicht im Detail.

Der Score hat sich vor allem da etabliert, wo Wettbewerbsvergleiche gemacht werden sollen. Über den Index sollen sich die Sichtbarkeitswerte ähnlicher Angebote besonders gut vergleichen lassen.

Passend dazu: SEO-Trends 2020: Was wichtig bleibt und wichtig wird

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2 Kommentare
Manuel

Dasnächste Mal lieber Sistrix benutzen, liefert aussagekräftigere Daten als Search Metrics.

Antworten
Niels

Das kann schon mal reinhauen wenn die eigene Seite von einem Update so stark betroffen ist und dann der bisher gewohnte Traffic einbricht. Aber wer Content produziert sollte ja zukunftssicher sein.

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