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SEO: So vermeidest du die häufigsten Onsite-Fehler

(Foto: Shutterstock)

Auch wenn in der SEO-Szene häufig neue Erkenntnisse gewonnen werden, bleiben ein paar Fehler über die Jahre immer gleich. Semrush hat die häufigsten Fehler im Rahmen einer Studie analysiert.

Der SEO-Tool-Anbieter Semrush hat im Rahmen einer Studie 150.000 zufällig ausgewählte Websites weltweit analysiert – und 175 Millionen Einzelseiten und 15 Milliarden Links unter die Lupe genommen. Ziel war es zu ermitteln, welche Fehler bei internen Verlinkungen zu Problemen führen können und welche dieser Schwächen besonders häufig vorkommen.

Bemerkenswert an den Ergebnissen: 42,5 Prozent von Websites haben interne Verlinkungen, die nicht funktionieren oder ins Leere führen. Und erstaunlich viele Websites schöpfen ihr Potenzial nicht vollständig aus, weil Unternehmen sich nicht ausreichend damit beschäftigen und im Zweifelsfall eine bestehende Website nicht regelmäßig überarbeiten. Unterschätzt werde die Website nicht nur in Hinblick auf SEO-Themen, sondern auch bei der Nutzererfahrung.

Was dem Leser gefällt, kommt meist auch beim Crawler an

„Dabei sind viele Fehler relativ schnell und leicht zu beheben“, erklärt Evgeni Sereda, Marketing-Verantwortlicher bei Semrush. „Backlinks sind ein wohlbekannter Ranking-Faktor, wenn die Qualität der linkgebenden Quelle stimmt. Wenn eine Seite viele externe Links auf sich zieht, wächst ihre Autorität und Google befördert sie in den Suchergebnissen nach vorne.“ Interne Links dagegen bekämen nur selten die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Immerhin führen sie den Crawler der Suchmaschine durch die Seite und spielen eine Rolle bei der Relevanzbewertung der Unterseiten. Neu ist das freilich nicht, aber das Ergebnis zeigt, dass ein großer Teil der Website-Betreiber (beziehungsweise deren Dienstleister) seine Hausaufgaben nicht vollständig gemacht hat.

Das sind die 5 wichtigsten Ergebnisse und deren Lösungen:

SEO-Fehler #1: Defekte interne und externe Links

Das erste und offensichtlichste Problem mit Links ist, dass sie nicht funktionieren – und das kommt häufiger vor als gedacht. Es kann an einer fehlerhaften URL liegen, aber auch daran, dass die verlinkte Seite schlichtweg nicht mehr existiert. 42,5 Prozent der Websites wiesen defekte interne Verlinkungen und 40,5 Prozent defekte externe Verlinkungen auf. Das beeinträchtigt die Qualitätsbewertung deiner Website bei Google und sorgt nicht zuletzt für Frust bei den Usern. Du solltest daher mit einem Linkchecker regelmäßig die Korrektheit der Link-URL überprüfen und gegebenenfalls zeitnah Änderungen vornehmen, den Link ändern oder entfernen. Besonders gilt das für mehrsprachige Seiten – hier ist eine englischsprachige Seite besser als ein Link ins Leere.

SEO-Fehler #2: Permanente Weiterleitungen

Eine Weiterleitung von einer alten auf eine neue URL mit einem 301 Redirect wird als permanent bezeichnet und die alte URL für nicht mehr verfügbar erklärt. Knapp drei Viertel der Websites haben solche permanenten Weiterleitungen eingerichtet. Was auf den ersten Blick als vernünftige endgültige Lösung erscheinen mag, sollte nicht dauerhaft bestehen bleiben. Denn ab der zweiten Weiterleitung wird die Wahrscheinlichkeit größer, dass Unterseiten von den Suchrobotern für die Indexierung bei Google nicht mehr berücksichtigt werden. Empfehlenswert ist es daher, die Anzahl der Weiterleitungen auf ein Minimum zu begrenzen. Überprüfe außerdem alle URL mit Weiterleitungen und ersetze sie, wann immer möglich, durch die Websiteadresse der Zielseite.

SEO-Fehler #3: Verwaiste Seite in der Sitemap

84,1 Prozent der untersuchten Websites hatten Seiten in Ihrer Sitemap, auf die keinerlei interne Links verweisen, dies wird als verwaiste Seite bezeichnet. Solche Seiten haben meist keine wertvollen Inhalte, weshalb es nicht notwendig ist, sie crawlen zu lassen. Hier solltest du überprüfen, ob welche dabei sind, die wertvolle Inhalte aufweisen und indexiert werden sollten. Wenn ja, suche nach Möglichkeiten intern dorthin zu verlinken. Ansonsten entferne die URL aus der Sitemap.

SEO-Fehler #4: Crawl-Tiefe von mehr als drei Klicks

Die Crawl-Tiefe ist die Anzahl der Klicks, die erforderlich sind, um eine Seite von der Homepage aus zu erreichen. Je mehr Klicks notwendig sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass User diese Seite besuchen oder auch dass der Crawler die Seite durchsuchen und und indexieren wird. Organisiere deshalb die Linkstruktur so, dass wichtige Inhalte mit so wenigen Klicks wie möglich erreichbar sind. Allerdings wirst du gerade bei größeren und umfangreicheren Web-Projekten merken, dass das kaum möglich ist – insbesondere wenn du eine internationale Struktur einhalten willst.

SEO-Fehler #5: Seiten mit nur einem eingehenden Link

88,8 Prozent der Websites wiesen Seiten mit nur einem eingehenden internen Link auf. Je mehr interne Links auf eine Seite verweisen, desto höher ist die Chance, dass Nutzer und Suchroboter sie finden. Wenn mehr Links auf Seiten mit wichtigen Inhalten verweisen stellst du sicher, dass die verlinkten Websites auch relevant für einander sind. Du solltest an dieser Stelle natürlich auch das Potenzial von Nachrichtenseiten, Social-Media-Präsenzen und anderen „gesunden“ Links ausschöpfen.

Die ausführliche Auswertung und Tipps, worauf du im Detail bei deiner Website achten solltest, findest Du im Blogbeitrag von Semrush zum Thema.

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