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SEO: So vermeidest du die häufigsten Onsite-Fehler

Auch wenn in der SEO-Szene häufig neue Erkenntnisse gewonnen werden, bleiben ein paar Fehler über die Jahre immer gleich. Semrush hat die häufigsten Fehler im Rahmen einer Studie analysiert.

4 Min.
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(Foto: Shutterstock)

Der SEO-Tool-Anbieter Semrush hat im Rahmen einer Studie 150.000 zufällig ausgewählte Websites weltweit analysiert – und 175 Millionen Einzelseiten und 15 Milliarden Links unter die Lupe genommen. Ziel war es zu ermitteln, welche Fehler bei internen Verlinkungen zu Problemen führen können und welche dieser Schwächen besonders häufig vorkommen.

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Bemerkenswert an den Ergebnissen: 42,5 Prozent von Websites haben interne Verlinkungen, die nicht funktionieren oder ins Leere führen. Und erstaunlich viele Websites schöpfen ihr Potenzial nicht vollständig aus, weil Unternehmen sich nicht ausreichend damit beschäftigen und im Zweifelsfall eine bestehende Website nicht regelmäßig überarbeiten. Unterschätzt werde die Website nicht nur in Hinblick auf SEO-Themen, sondern auch bei der Nutzererfahrung.

Was dem Leser gefällt, kommt meist auch beim Crawler an

„Dabei sind viele Fehler relativ schnell und leicht zu beheben“, erklärt Evgeni Sereda, Marketing-Verantwortlicher bei Semrush. „Backlinks sind ein wohlbekannter Ranking-Faktor, wenn die Qualität der linkgebenden Quelle stimmt. Wenn eine Seite viele externe Links auf sich zieht, wächst ihre Autorität und Google befördert sie in den Suchergebnissen nach vorne.“ Interne Links dagegen bekämen nur selten die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Immerhin führen sie den Crawler der Suchmaschine durch die Seite und spielen eine Rolle bei der Relevanzbewertung der Unterseiten. Neu ist das freilich nicht, aber das Ergebnis zeigt, dass ein großer Teil der Website-Betreiber (beziehungsweise deren Dienstleister) seine Hausaufgaben nicht vollständig gemacht hat.

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Das sind die 5 wichtigsten Ergebnisse und deren Lösungen:

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SEO-Fehler #1: Defekte interne und externe Links

Das erste und offensichtlichste Problem mit Links ist, dass sie nicht funktionieren – und das kommt häufiger vor als gedacht. Es kann an einer fehlerhaften URL liegen, aber auch daran, dass die verlinkte Seite schlichtweg nicht mehr existiert. 42,5 Prozent der Websites wiesen defekte interne Verlinkungen und 40,5 Prozent defekte externe Verlinkungen auf. Das beeinträchtigt die Qualitätsbewertung deiner Website bei Google und sorgt nicht zuletzt für Frust bei den Usern. Du solltest daher mit einem Linkchecker regelmäßig die Korrektheit der Link-URL überprüfen und gegebenenfalls zeitnah Änderungen vornehmen, den Link ändern oder entfernen. Besonders gilt das für mehrsprachige Seiten – hier ist eine englischsprachige Seite besser als ein Link ins Leere.

SEO-Fehler #2: Permanente Weiterleitungen

Eine Weiterleitung von einer alten auf eine neue URL mit einem 301 Redirect wird als permanent bezeichnet und die alte URL für nicht mehr verfügbar erklärt. Knapp drei Viertel der Websites haben solche permanenten Weiterleitungen eingerichtet. Was auf den ersten Blick als vernünftige endgültige Lösung erscheinen mag, sollte nicht dauerhaft bestehen bleiben. Denn ab der zweiten Weiterleitung wird die Wahrscheinlichkeit größer, dass Unterseiten von den Suchrobotern für die Indexierung bei Google nicht mehr berücksichtigt werden. Empfehlenswert ist es daher, die Anzahl der Weiterleitungen auf ein Minimum zu begrenzen. Überprüfe außerdem alle URL mit Weiterleitungen und ersetze sie, wann immer möglich, durch die Websiteadresse der Zielseite.

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SEO-Fehler #3: Verwaiste Seite in der Sitemap

84,1 Prozent der untersuchten Websites hatten Seiten in Ihrer Sitemap, auf die keinerlei interne Links verweisen, dies wird als verwaiste Seite bezeichnet. Solche Seiten haben meist keine wertvollen Inhalte, weshalb es nicht notwendig ist, sie crawlen zu lassen. Hier solltest du überprüfen, ob welche dabei sind, die wertvolle Inhalte aufweisen und indexiert werden sollten. Wenn ja, suche nach Möglichkeiten intern dorthin zu verlinken. Ansonsten entferne die URL aus der Sitemap.

SEO-Fehler #4: Crawl-Tiefe von mehr als drei Klicks

Die Crawl-Tiefe ist die Anzahl der Klicks, die erforderlich sind, um eine Seite von der Homepage aus zu erreichen. Je mehr Klicks notwendig sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass User diese Seite besuchen oder auch dass der Crawler die Seite durchsuchen und und indexieren wird. Organisiere deshalb die Linkstruktur so, dass wichtige Inhalte mit so wenigen Klicks wie möglich erreichbar sind. Allerdings wirst du gerade bei größeren und umfangreicheren Web-Projekten merken, dass das kaum möglich ist – insbesondere wenn du eine internationale Struktur einhalten willst.

SEO-Fehler #5: Seiten mit nur einem eingehenden Link

88,8 Prozent der Websites wiesen Seiten mit nur einem eingehenden internen Link auf. Je mehr interne Links auf eine Seite verweisen, desto höher ist die Chance, dass Nutzer und Suchroboter sie finden. Wenn mehr Links auf Seiten mit wichtigen Inhalten verweisen stellst du sicher, dass die verlinkten Websites auch relevant für einander sind. Du solltest an dieser Stelle natürlich auch das Potenzial von Nachrichtenseiten, Social-Media-Präsenzen und anderen „gesunden“ Links ausschöpfen.

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Die ausführliche Auswertung und Tipps, worauf du im Detail bei deiner Website achten solltest, findest Du im Blogbeitrag von Semrush zum Thema.

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Kommentare (4)

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Roman Patzke

Interessanter Beitrag. Tatsächlich vernachlässigen viele Content Writer und Webmaster die interne Verlinkung zu einem Thema oder setzen erst überhaupt keine Links. Dabei ist die interne Verlinkung auf den eigenen Seiten essenziell, um Google die interne Gewichtung der Seiten zu vermitteln. In der Search Console kann eine genaue Aufschlüsselung der Menge der internen Links eingesehen werden. Um schnell und effizient kaputte Links auf den eigenen Seiten zu finden, eignet sich dagegen das Chrome Tool Broken Link Checker ideal.

Stefan

Hier werden einige wichtige Onsite-Hebel genannt, die auf vielen Websites vernachlässigt werden. Meiner Erfahrung nach sind es eher die technischen Aspekte, die bei den meisten Websites vernachlässigt werden. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die technischen Abläufe im Hintergrund stattfinden und nicht unmittelbar greifbar sind wie der Content. Mich wundert es, dass es die Website-Geschwindigkeit nicht in die Top 5 der Onsite-Fehler geschafft hat. Dieser Hebel vernachlässigen selbst Webseitenbetreiber, die große Summen in Linkbuilding investieren. Ich habe in meiner täglichen Arbeit die Erfahrung gemacht, dass sich schon 500 Millisekunden auf die Suchmaschinenrankings auswirken. Verbessert sich die Website-Geschwindigkeit deutlich, führt das zu Ranking-Verbesserungen. Verschlechtert sich die Website-Geschewindigkeit signifikant, führt das zu Ranking-Verlusten. Um beim Thema dieses Artikels zu bleiben, würde ich sogar soweit gehen und sagen, dass eine lange Ladezeit ein Onsite-Fehler ist. Denn klar ist, dass Google bei der Nutzererfahrung die Website-Geschwindigkeit einbezieht. Bei einer langsamen Website wird es schwierig ein positives Nutzererlebnis zu erzeugen. Mein Tipp zur Verbesserung der Ladezeiten ist, regelmäßig den kostenlosen Website-Speed-Test von Pingdom zu nutzen.

Khoa Nguyen

Ich habe als SEO Manager die Erfahrung gemacht, dass mit zunehmender Seitenanzahl die Fehlerquote besonders hoch ist. Mal werden Seiten umstrukturiert, dann manuell deindexiert, ein anderes Mal sorgen verschiedenste Filtereinstellungen und Experimente mit robot.txt für Verwirrung. Duplikate kommen in großen Shops bei Produkten sehr oft vor. Die Strategien zum richtigen Handling sind dabei von Fall zu Fall unterschiedlich (https://www.khoa-nguyen.de/seo/handling-von-urls-mit-parametern/). Bei komplett neuen Internetseiten ist es immer der Klassiker: fehlende Meta Description, Titles zu lang, Headline Struktur ausbaufähig und Duplikate ohne Verweis auf Originalquelle. Von daher wäre ein regelmäßiger Crawl keine schlechte Option, um den Status immer wieder vor Augen zu halten.

Sven

Bei der internen Verlinkung sollte auch vermieden werden die Links auf nofollow zu setzen. Durch internes nofollow wird nämlich die Link-Power nicht weitergegeben und wirkt eher wie ein schwarzes Loch.
Außerdem kann man bei den internen Links ruhig (im Gegensatz zu externen Backlinks) harte und perfekte Ankertexte benutzen.

Noch als Ergänzung zu Roman’s Tooltipps: Daten über die eigene Website bekommt man auch über das beliebte Crawler-Programm „Screaming Frog“, welches sogar bis 500 URLs kostenlos ist. Für alle WordPress-Nutzer gibt es auch entsprechende Plugins wie z.B. „Broken Link Checker“.

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