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Komponenten unzähliger PCs nutzen unsichere Firmware

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Betriebssystemhersteller geben sich viel Mühe mit der Sicherheit. Bei der Firmware der zugrunde liegenden Hardware-Komponenten sieht es jedoch oft anders.

Beim Thema IT-Sicherheit denken die meisten zunächst an mögliche Sicherheitslücken im Betriebssystem oder in einzelnen Applikationen. Allerdings stellen die nicht die einzigen möglichen Einfallstore dar: Letztlich besteht ein moderner PC aus einer ganzen Reihe an Komponenten, die wiederum ihre eigenen Chips und ihre eigene Firmware haben. In der Vergangenheit machten Sicherheitsforscher immer wieder deutlich, dass es in diesem Bereich oft gravierende Sicherheitsmängel gibt.

Dass sich die Situation nicht wirklich verbessert hat, zeigt eine aktuelle Untersuchung des auf Firmwaresicherheit spezialisierte Unternehmens Eclypsium. Die Experten der Firma stießen im Rahmen ihrer Untersuchung auf unsignierte Firmware in WLAN-Adaptern, USB-Hubs, Trackpads und Webcams, die in Computern von Lenovo, Dell, HP und anderen großen PC-Herstellern verbaut sind. Außerdem soll Eclypsium ein erfolgreicher Angriff auf Server der drei großen Anbieter über die Firmware der jeweils verbauten Netzwerkkarten gelungen sein.

„Das Problem ist, dass Peripheriegeräte oft nicht die gleichen bewährten Sicherheitsverfahren aufweisen, die wir bei Betriebssystemen und anderen sichtbareren Komponenten wie UEFI oder BIOS als selbstverständlich ansehen. Besonders bei vielen Peripheriegeräten wird nicht überprüft, ob die Firmware ordnungsgemäß mit einem hochwertigen öffentlichen/privaten Schlüssel signiert ist, bevor der Code ausgeführt wird. Das bedeutet, dass diese Komponenten keine Möglichkeit haben, zu überprüfen, ob die von dem Gerät geladene Firmware authentisch und vertrauenswürdig ist“, erklärt Eclypsium das Problem in einem Blogbeitrag.

Sicherheitsexperten sehen ein industrieweites Sicherheitsproblem

„Das Problem der unsignierten Firmware in Peripheriegeräten ist ein weit verbreitetes Problem, das ein breites Spektrum von Marken und deren ODM-Lieferanten betrifft“, erklärt Eclypsium. Eine einzige unsichere Komponente eines Zulieferers könnte potenziell in Geräten der unterschiedlichen Hersteller landen. Davon betroffen sind Windows- wie Linux-Systeme gleichermaßen. Lediglich MacOS verifiziert alle Dateien eines Treiberpakets, inklusive der Firmware, jedes Mal bevor sie geladen werden.

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In vielen Fällen dürfte ein Update der Firmware schwierig werden. Letztendlich bedeutet das, dass die betroffenen Komponenten über ihre gesamte Lebensdauer unsicher bleiben könnten. Auch bei den von Eclypsium aufgedeckten Firmware-Schwächen wurden zwar einige mittlerweile von den Herstellern behoben, bei anderen scheint das aber nicht möglich zu sein.

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