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Interview

Silicon Valley Bank: „Gerade gibt es so viel Kapital in der Welt, das nach einem Zuhause sucht“

Die Silicon Valley Bank arbeitet seit mehr als 30 Jahren mit Startups. Sie gehörte zu den ersten im Valley, die Tech-Gründern Geld gab. Jetzt will die Bank auch in Deutschland Geschäfte machen. (Foto: SVB)

Mehr als die Hälfte der amerikanischen Venturecapital-Firmen sind Kunden der Silicon Valley Bank. Im Mai hat die SVB die erste Filiale in Deutschland eröffnet. t3n.de hat den Deutschlandchef gefragt, wo eigentlich das ganze Geld herkommt und warum die SVB sich plötzlich so für den Mittelstand interessiert.

In den 80er Jahren hatten die Gründer der Silicon Valley Bank die zündende Idee, Kredite an junge Tech-Unternehmen in Kalifornien zu vergeben. Zu der Zeit waren Kredite an Tech-Startups ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Heute kommt die Bank auf liquide Mittel von 115 Milliarden US-Dollar. 24 Milliarden Dollar hat sie an Startups und Unternehmen verliehen.

Seit diesem Sommer hat die SVB auch eine Banklizenz von der deutschen Bafin. Erst mal allerdings nur, um Geld zu verleihen. Für die deutsche Tech-Szene ist das Interesse der kalifornischen Bank ein Kompliment.  Neben Frankfurt am Main unterhält die SVB in Europa sonst nur in London ein Büro.

Wir wollten mal genauer wissen, was die SVB in Deutschland eigentlich vorhat und mit wem sie hier Geschäfte machen will. Wir haben daher den Deutschlandchef der SVB, Oscar Jazdowski, für ein Interview angerufen.

t3n.de: Was interessiert die Silicon Valley Bank plötzlich an Deutschland?

Oscar Jazdowski: Wir haben Deutschland schon einige Jahre lang beobachtet. Es gibt hier eine lange Geschichte der Ingenieure, Robotics, Materialwissenschaft und Technologie. Wir haben gesehen, was in den letzten drei bis vier Jahren hier passiert ist, wie das Startup-Ökosystem gewachsen ist und haben überlegt, was da noch kommen kann, in den nächsten drei bis vier Jahren.

t3n.de: Aber warum freiwillig eine Filiale in Frankfurt eröffnen statt in Berlin?

Wir haben das lange und hart diskutiert. Aber in Berlin wären wir sofort als die „Startup-Bank“ abgestempelt worden. Doch wir machen eben auch Finanzierungen für große Firmen, Beteiligungen, Übernahmen und Kredite. Berlin ist viel B2C. Aber Deutschland hat auch viel Ingenieurstechnologie, das ist das Rückgrat hier: Materialwissenschaft, computergesteuerte Präzisionsfertigung, Design, Biowissenschaften, medizinische Geräte, erneuerbare Energien … Das ist alles greifbare Technologie und Deutschland ist voll davon. Außerdem sagen meine Kollegen: Wer nach Frankfurt geht, weint zweimal. Einmal, wenn er kommt. Und einmal, wenn er geht.

Oscar Jazdowski spricht bei der Launch-Party der Silicon Valley Bank in Berlin. Auch er fragt sich manchmal, wo das ganze Geld herkommt, dass aktuell die Aktienpreise anheizt. (Foto: SVB)
Oscar Jazdowski spricht bei der Launch-Party der Silicon Valley Bank in Berlin. Auch er fragt sich manchmal, wo das ganze Geld herkommt, dass aktuell die Aktienpreise anheizt. (Foto: SVB)

t3n.de: Mit wem arbeitet ihr in Deutschland zusammen?

Zum Beispiel Hello Fresh und Lilium.

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