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Sind Polarlichter ein Problem für die Ozonschicht?

Polarlichter sind ein faszinierendes Schauspiel am Nachthimmel. So schön das Lichtspiel auch ist, es hat leider auch Auswirkungen auf unsere Umwelt. Besonders die Ozonschicht leidet.

Von Hannah Klaiber
2 Min. Lesezeit
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Polarlichter heißen wissenschaftlich Aurora borealis oder auch Nordlicht. (Bild: Sergei74 / Shutterstock)

Es ist wissenschaftlich unbestritten, dass der Mensch für den Schwund der Ozonschicht mitverantwortlich ist. Das Thema ist zwar zwischenzeitlich wieder aus den Schlagzeilen verschwunden, aber das Problem besteht freilich weiterhin.

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Wie die Deutsche Welle berichtet, ist das Ozonloch mittlerweile zwar wieder geschrumpft, doch dies bedeute noch lange keine Entwarnung. Nun hat die Wissenschaft einen weiteren Ozon-Killer ausgemacht: das Polarlicht.

Protonen-Polarlicht greift Ozonschicht an

Ein internationales Forschungsteam – das unter anderem aus Wissenschaftler:innen des NASA Langley Research Centers, der Johns Hopkins Universität und dem National Institute of Polar Research in Japan bestand – fand heraus, dass ein einzelnes Protonen-Polarlicht ein fast 400 Kilometer breites Loch in der Ozonschicht verursacht hat.

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Wie es in den Studienergebnissen heißt, sei der größte Teil des Ozons jedoch innerhalb von nur 90 Minuten wieder verschwunden. Die Forscher:innen betonen, dass diese Veränderung voraussichtlich auf natürliche Weise heilen und keinen langfristigen Rückgang des Ozons in der Mesosphäre verursachen wird.

Erkenntnisse werden Vorhersagen verbessern

Mit den Ergebnissen präsentierte das Forschungsteam die weltweit erste Beobachtungsstudie, die aufzeigt, dass der Elektronen-Fallout des Strahlungsgürtels aus dem Weltraum um die Erde eine direkte und lokalisierte Wirkung auf atmosphärische Veränderungen in der Mesosphäre – einschließlich Ozon – hat.

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Laut den Wissenschaftler:innen eine äußerst wichtige Erkenntnis: „Es wird erwartet, dass dieser Befund zu einer verbesserten Vorhersage kurzfristiger Veränderungen in der Atmosphärenumgebung der Erde beiträgt, indem die Auswirkungen der atmosphärischen Ionisation durch hochenergetisches Plasma aus dem Weltraum berücksichtigt werden.“

Protonen-Polarlichter sind nicht so auffällig wie ein Polarlicht, aber sie sind trotzdem mit dem menschlichen Auge am Himmel sichtbar. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) beschreibt das Phänomen wie folgt: „Diese Polarlichter [Protonen-Polarlichter, die Red.] treten auf, wenn das Erdmagnetfeld, das uns gegen die anbrandenden Partikel des Sonnenwindes schützt, an bestimmten Stellen einbricht.“

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Schäden in der Atmosphäre und Stratosphäre

Das Gute an dieser schlechten Nachricht ist, dass Polarlichter die Ozonschicht „nur“ in der Atmosphäre beschädigen. Demnach sind diese Schäden nicht so dauerhaft wie die Beschädigung der Ozonschicht in der Stratosphäre. Für das Ozonloch in der Stratosphäre ist und bleibt weiterhin vorrangig ein einziger Faktor verantwortlich: der Mensch.

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