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Sparkasse: Bald soll es möglich sein, Bitcoin, Ethererum und Co. zu nutzen

Die Sparkassen planen für ihre Kund:innen eine eigene Lösung für den Kryptohandel. Doch bis Bitcoin und Co. über Sparkassen-Girokonten gehandelt werden, müssen noch einige wichtige Fragen geklärt werden.

3 Min. Lesezeit
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Sparkassen-Logo am FirmenCenter in Ossendorf. Köln, 18.06.2018 | Verwendung weltweit

Die Sparkassen werden wahrscheinlich schon im kommenden Jahr eine eigene Möglichkeit anbieten, mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum zu handeln und diese zu halten. Wie aus gemeinsamen Recherchen von Finance Forward, Finanz-Szene und Capital hervorgeht, planen die Sparkassen ein Kryptoprojekt, das bei der S-Payment und dem Deutschen Sparkassenverlag angesiedelt ist. Die beiden Partner fungieren als gruppeneigener Dienstleister für die einzelnen Sparkassen und haben in der Vergangenheit bereits Apple Pay auf der Girocard realisiert – ein Service, der in Deutschland in dieser Form zunächst einzigartig ist.

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Doch die Erwartungen der Branche sind verhalten – denn noch nicht absehbar ist, ob man hier erfolgreich ist wie damals bei Apple Pay via Girocard oder es mal wieder vergeigt wie beim Jugendprojekt Yomo, das – einst mit viel Publicity gestartet – nach und nach mangels teilnehmenden Sparkassen versandete. Dazu muss man wissen, dass die zentralen Dienstleister zwar Services anbieten können, es aber im Voraus nicht klar ist, wie viele der deutschlandweit rund 380 Sparkasseninstitute für ihre mehr als 12.000 Geschäftsstellen eine neue Dienstleistung dann auch tatsächlich ins Programm nehmen (und zu welchen Konditionen, denn auch hier sind die Sparkassen weitgehend autonom im Rahmen der Bafin-Regeln).

Kryptohandel: Ab Frühjahr könnte es losgehen

Unklar ist auch noch, wann das Projekt die üblichen Lenkungsgremien der Sparkassen passieren, was offenbar noch nicht erfolgt ist. Vor Frühjahr / Sommer dürfte es daher also nicht mit dem Kryptohandel losgehen. Klar ist aber schon heute: Wenn die Sparkassen mit einem breiten Bitcoin-Handel für Otto Normalkunden starten, könnten sie in Deutschland damit die Ersten aus der Riege der Banken und Sparkassen sein. Denn anders als etwa in den USA, wo neben den Kreditkartenunternehmen wie Visa und Mastercard vor allem Paypal dem Kryptohandel einen Schub in Richtung Mainstream verpasste, hat Paypal eben jene Krypto-Funktionen für Deutschland und andere europäische Länder noch nicht gelauncht. Und die deutsche Aufsichtsbehörde Bafin wird hier insbesondere seit dem Skandal um Wirecard und unter dem neuen Bafin-Chef Mark Branson auch genauer hinschauen, wem sie was genehmigen.

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Zu erwarten ist daher, dass entweder ein zentraler Dienstleister (die S-Payment?) oder eine der großen Sparkassen für den gesamten Verbund bei der Bafin eine Krypto-Verwahrlizenz beantragen wird. Möglich wäre andererseits auch, dass die Sparkassen hier mit einem der etablierten Fintechs in diesem Bereich zusammenarbeiten, was in der Branche aber eher als unwahrscheinlich angesehen wird.

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Kommt mit den Sparkassen der Krypto-Handel im Mainstream an?

Ein Signal ist das aber auch für die krypto-affinen Kunden, die bisher eher auf Dienste wie Bison und Nuri (ehemals Bitwala) oder aber Justtrade (Sutor-Bank) und Scalable Capital setzen. Denn dass die Sparkassen auf Digitalisierung setzen und hier angekündigt haben, in den nächsten Jahren insgesamt eine Milliarde Euro zu investieren, ist kein Geheimnis, sondern ein klares Bekenntnis, das die Sparkassen-Finanzgruppe vor rund zwei Jahren äußerte.

Sparkassenkund:innen sollen direkt aus ihrem Girokonto heraus Handel treiben können, ähnlich wie das bei klassischen Wertpapierkäufen erfolgt. Speziell legitimieren müssten sie sich dafür nicht, denn die hierfür relevanten Daten liegen ja bereits vor aufgrund der Authentifizierung zum Kontoverkehr. Bestenfalls müsste die Selbstauskunft im Hinblick auf die beratungsfrei handelbaren Assets angepasst werden, da die Sparkassen sonst bei sinkenden Kursen in Erklärungsnot kommen könnten. Bewusst sein sollten sich die Kund:innen aber darüber, dass Bitcoin und Co. volatiler sind als etwa manche Volksaktie. Und dass auch die nicht nur steigen können, haben ja schon Ende der 90er Kleinanleger:innen der Banken und Sparkassen erfahren müssen.

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