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Ratgeber

LTE oft noch Luxus: Stiftung Warentest vergleicht Discount-Handytarife

Echte Datenflats sind zwar noch immer teuer, aber immerhin gibt es günstige „All-Net-Flats“. (Foto: Shutterstock)

Auch wenn die Telekom und Vodafone ihre LTE-Netze nur sehr zögerlich der Billigkonkurrenz öffnen: Mittlerweile finden sich auch bei Discountern Tarife, die für ambitionierte Smartphone-Nutzer taugen.

Die Allermeisten erinnern sich wahrscheinlich noch ziemlich gut an ihre erste Gesprächs-Flatrate fürs Handy. Doch fürs mobile Surfen gilt diese grenzenlose Freiheit bisher nur sehr eingeschränkt. Echte Datenflats, die ihren Namen auch verdienen, sind teuer. Und neben ihren eigenen Kunden lassen Vodafone und die Telekom bisher nur ausgewählte Partner in ihre LTE-Netze.

Aber immerhin: Das Kommunizieren per Smartphone ist in den vergangenen Jahren insgesamt sehr günstig geworden. Das belegen auch neueste Analysen der Stiftung Warentest. Diese hat sich 36 Prepaid-Mobilfunktarife von Lebensmitteldiscountern und „vergleichbaren Anbietern“ vorgenommen und sie in einer Tabelle miteinander verglichen. Seit ihrer letzten Untersuchung von Ende 2017 habe sich auf dem Markt „eine Menge getan“, schreiben die Autoren.

Die Tarife würden mittlerweile „mehr für gleiches Geld“ bieten. Außerdem hätten einige Anbieter jetzt endlich schnelle LTE-Datenverbindungen im Programm. Die Telefon-Flatrates gibt es ab einem Preis von 7,99 Euro pro Monat, wobei fast alle Discounter mittlerweile im 28-Tage-Rhythmus abrechnen würden, heißt es. Und eben im Vorhinein, denn die untersuchten Produkte sind allesamt Prepaid-Tarife.

3 Tarif-Typen unterschieden

Grundsätzlich unterschieden hat Stiftung Warentest zwischen „Basistarifen“, bei denen jede Einheit einzeln abgerechnet wird, „Volumentarifen“, die ein fixes Kontingent an Gesprächsminuten beinhalten, und „Flat-Tarifen für Telefonie“, wobei diese mindestens ein Gigabyte Datenvolumen beinhalten mussten.

Diese Parameter hat die Stiftung Warentest analysiert. (Screenshot: Stiftung Warentest)
Diese Parameter hat die Stiftung Warentest analysiert. (Screenshot: Stiftung Warentest)

Wer nur selten mit dem Handy telefoniert und dementsprechend mit einem einfachen Basistarif auskommt, fährt möglicherweise mit dem Tarif „5-Cent-Prepaid“ von Galeria Kaufhof gut. Pro Gesprächsminute oder SMS im O2-Netz fallen fünf Cent an. Wer surfen will, kann das im LTE-Netz mit einer maximalen Download-Rate von 21,6 Megabit pro Sekunde tun, allerdings zum Preis von ebenfalls fünf Cent pro verbrauchtem Megabyte. Das Startpaket kostet 9,99 Euro, enthalten ist ein Startguthaben von fünf Euro.

Wer auf jeden Fall ein vernünftiges Datenpaket braucht, sollte lieber woanders suchen, also zum Beispiel im Segment „Volumentarife“: Hier bietet zum Beispiel Norma-Mobil, die Mobilfunkmarke von Norma, ihr „Spar-Paket M“ an, laut Discounter „ideal für Smartphone-Gelegenheitsnutzer“. 450 Einheiten für wahlweise Telefonie oder SMS sind inklusive, darüber hinaus ein LTE-Internet-Highspeed-Volumen im O2-Netz von 1,9 Gigabyte. Für sechs Euro lassen sich schnelle Daten bei Bedarf nachbuchen.

LTE: Bei Vodafone und Telekom Luxus

Wer lieber im Vodafone-Netz unterwegs ist, dürfte sich für das „Smart-Paket M“ von Edeka-Mobil interessieren, mit 1,25 Gigabyte Datenvolumen bei einer maximalen Download-Geschwindigkeit von 32 Megabit pro Sekunde. Im Preis von 8,95 Euro für 30 Tage sind außerdem 300 Einheiten für Telefonie oder SMS inkludiert.

Surfen im LTE-Netz ist hier allerdings nicht möglich. Denn Vodafone als auch die Telekom zeigen sich als Netzbetreiber widerspenstig, was die Öffnung ihrer 4G-Netze für billige Mobilfunkmarken angeht.

Für all jene, die ihr Handy ständig verwenden, bieten sich die seit einigen Jahren zunehmend günstiger werdenden All-Net-Flatrates an. Wer eine preiswerte Variante bevorzugt und gerne im (Daten-)Netz der Telekom unterwegs ist, sollte bei Ja-Mobil oder Penny-Mobil vorbeischauen. Die Smart-Version kostet 7,99 Euro für 28 Tage. Sie beinhaltet 1,5 Gigabyte Highspeed-Volumen und unbegrenzte Gesprächsdauer. SMS kosten extra, nämlich neun Cent pro Einheit.

Whatsapp-Alternativen: Das können die Messenger von Telegram über Threema bis Wire
Die Themen Sicherheit und Datenschutz werden bei vielen Messaging-Apps leider immer noch kleingeschrieben, auch wenn einige diesbezüglich schon nachgelegt haben. Threema war einer der ersten Messenger, bei denen die Sicherheit höchste Priorität hatte.(Bild: Threema)

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Und das Highspeed der Daten ist hier relativ. Denn in ihr LTE-Netz lässt die Telekom den Discounter Rewe (noch) nicht rein. Auch die teuerste Tarifversion von Ja-Mobil mit fünf Gigabyte Volumen muss draußen bleiben. Nur wer 24,95 Euro pro Monat investiert, kommt mit „Edeka Smart“ tatsächlich ins 4G-Netz des Bonner Konzerns. Drei Gigabyte schnelle Daten sind Bestandteil des Pakets, und maximal 300 Megabit pro Sekunde im Download freigeschaltet. Inlandstelefonie und SMS sind unbegrenzt.

Abstriche beim Service

Auch wenn Discounttarife auf den ersten Blick oftmals attraktiv erscheinen, wer Wert auf Beratung oder einen persönlichen Ansprechpartner legt, wird sich hier allein gelassen fühlen, sagt die Stiftung Warentest. Eine Beratung falle flach, die meisten Supermarktangestellten hätten schlicht kaum Zeit dazu.

Und bitte auch bedenken: Seit Juli 2017 müssen sich Kunden beim Abschluss eines Handyvertrags ausweisen. Nur bei Aldi Süd und in den Tchibo-Läden sei die Identifikation im Laden möglich, hat die Stiftung Warentest recherchiert. Die Kunden der Anderen müssten sich per Post- oder Videoident ausweisen.

Eine PDF-Version der ausführlichen Testergebnisse bekommt ihr für 2 Euro hier, oder kostenlos – als Abonnent.

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