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Stimme als Erfolgsbooster: So spricht sie für dich

Stimmen transportieren Emotionen. Souveräne Stimmen helfen, in Meetings überzeugend aufzutreten. So machst du deine zu deiner Stärke.

Von Jana Catharina Schmidt
5 Min. Lesezeit
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Die eigene Stimme gehört für viele Menschen zu den wichtigsten Instrumenten. (Foto: Shutterstock)

Wie viel sprichst du in deinem Beruf? Die eigene Stimme gehört für viele Menschen zu den wichtigsten Instrumenten – für die Kundenberatung, in Präsentationen oder um in Meetings zu überzeugen.

Dabei zählen nicht nur die richtigen Worte, sondern auch, wie diese Worte klingen: Leise, zittrige Stimmen wirken oft unsicher. Laute, tiefe Stimmen mit deutlicher Intonation und Artikulation vermitteln hohen Status sowie Selbstvertrauen. Deine Stimme kann ein Erfolgsbooster sein – wenn du sie lässt.

Erfolgreiches Sprechen braucht Routine

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Was verbindet Cristiano Ronaldo, Tony Robbins und Taylor Swift? Neben Erfolg vor allem eins: Sie folgen Routinen und trainieren regelmäßig, um optimale Leistungen zu bringen. Ronaldo läuft sich warm und trainiert sein Ballgefühl. Tony Robbins versetzt seinen Körper und Geist in einen energiegeladenen Zustand. Taylor Swift erwärmt ihre Stimme und nutzt Atemübungen.

Du stehst vielleicht nicht vor Tausenden Fans auf der Bühne. Dir stehen Kollegen, Vorgesetzte, Investoren oder potenzielle Kunden gegenüber. Auch sie wollen überzeugt werden, dass es sich lohnt, dir zuzuhören. Am besten gelingt das, wenn neben spannenden Inhalten auch deine Stimme für dich spricht, deine Worte zum Leben erweckt, dir Gehör verschafft.

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Ein Teil deiner Stimmfarbe ist genetisch bedingt. Es gibt hohe, tiefe, laute oder leise Stimmen. Der andere Teil entsteht durch Technik und Training. Was auch immer dir deine Eltern in die Wiege gelegt haben: Deine Stimme wird stärker durch die Stimm-Triade – eine Kombination aus Haltung, Atmung und Stimmung.

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So kreierst du deine Routine für eine starke Stimme.

Haltung

Der Klang deiner Stimme ist komplex: Stimmbänder erzeugen Resonanz. Bauch- und Brustraum dienen als Resonanzkörper. Der Klang wird durch die Knochenleitung, den Rachen, durch Nasenhöhle, Zunge, Zähne und die Lippen geformt, wodurch deine ganz eigene Klangfarbe entsteht. Anspannung in diesen Bereichen lässt deine Stimme angestrengt klingen. Lockerheit verleiht ihr hingegen Kraft und Volumen.

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Stelle dich aufrecht hin, die Füße schulterbreit und fest auf den Boden. Nimm einen tiefen Atemzug und ziehe deine Schultern hoch bis zu den Ohren. Spanne deinen Körper komplett an. Dann rolle beim Ausatmen die Schultern nach hinten unten und löse dabei die Spannung. Richte dich weiter auf. Führe deine Arme über die Seite nach oben. Folge ihnen mit deinem Blick. Strecke dich noch ein wenig mehr zur Decke. Dann lasse die Arme entspannt zur Seite heruntersinken. Fühle die Weite in deinem Brustraum.

Diese Haltung verleiht deiner Stimme nicht nur einen festeren Klang. Sie steigert zusätzlich messbar das Selbstvertrauen.

Atmung

Wer aufgeregt ist, atmet schneller und flacher als „im Ruhezustand“. Auch das Sprechtempo steigert sich häufig automatisch mit. Die Stimme wird dünn und die Luft geht aus, wodurch die Stimme wegbricht. Schnell entsteht ein unsicherer, hektischer Eindruck.

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Die 4-7-8-Atmung beruhigt dich und versorgt deinen Sprechapparat mit ausreichend Luft für eine feste, selbstsicher wirkende Stimme. Lege dazu eine Hand auf deinen Bauch. Atme tief dahin ein. Weite dabei deine Bauchdecke. Spüre, wie die Bauchdecke durch die Atmung deine Hand nach vorne schiebt und zähle dabei langsam bis vier. Halte nun die Luft an und zähle bis sieben. Atme dann aus, während du bis acht zählst.

Dieses Atemmuster senkt Stress, hilft dabei, dich zu fokussieren und bessere Entscheidungen zu treffen.

Stimmung

Stimme und Stimmung sind untrennbar. Ob ein Freund gute Laune hat oder traurig ist, hörst du bereits am Telefon. Auch deine Gesprächspartner nehmen deine Gefühlslage wahr.

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Wie sollen sich deine Zuhörer fühlen? Was sollen sie tun und denken? Willst du sie begeistern? Sicherheit vermitteln? Ihr Vertrauen gewinnen? Denke an eine Situation, in der dir genau das gelungen ist – vielleicht sogar besser als erwartet. Was hast du gesehen, getan, gehört, gefühlt? Führe dir deine Erinnerung, wie einen Film, vor Augen und spüre hinein – mit allen Sinnen.

Stehst du noch aufrecht? Rolle die Schultern noch einmal langsam und bewusst nach hinten. Weite deinen Brustraum noch etwas und ziehe die Mundwinkel nach oben, während du das Gefühl auskostest. Diese Haltung ist die optimale Ausgangsposition, um deine Stimme aufzuwärmen.

Deine natürliche Stimmlage

Sprechen wir zu hoch oder zu tief, werden unsere Stimmbänder unnötig strapaziert – und klingen auch so. Bei längeren Vorträgen oder Kundengesprächen droht Heiserkeit. In deiner natürlichen Stimmlage sprichst du am entspanntesten. So findest du sie:

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Wie klingt es, wenn dir etwas richtig gut schmeckt? Zum Beispiel ein Marmeladenbrot? Mmmmh, Mmmarmeladenbrot!

Genussgeräusche eignen sich hervorragend, um deine Stimme in die „Indifferenzlage“ zu führen – zu deinem einzigartigen Eigenton. In dieser Stimmlage sprichst du am entspanntesten.

Stell dir vor, wie du genüsslich das Brot verspeist. Bewege aktiv deinen Sprechapparat, während du es dir hörbar schmecken lässt: Mmmmh! Fische dann mit deiner Zunge die übriggebliebenen Krümel aus den Zähnen: von links nach rechts, von rechts nach links, von oben nach unten und wieder zurück. Sprich abschließend ein paar Sätze in deiner Indifferenzlage. Erzähle zum Beispiel, warum du gerne Marmeladenbrote isst.

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Deine Haltung bleibt aufrecht und offen. Atmung, Stimmung und Tonlage sitzen. Der letzte Puzzlestein für eine überzeugende Stimme ist die Aussprache.

Klare Aussprache, klare Worte

Niemand möchte sich anstrengen, um dich zu verstehen. Nach der Korken-Übung sprichst du klar und deutlich.

Stelle dich, wenn möglich, vor einen Spiegel. Du hast einen Korken zur Hand? Perfekt. Platziere ihn, wie eine Zigarre, vorne zwischen den Schneidezähnen. Kein Korken in Sicht? Kein Problem! Nimm einfach deinen Daumen. Denk noch einmal an deine positive Vorstellung. Überlege dir eine Aussage, die vermittelt, wie erfolgreich du gleich sein wirst: „Das wird eine richtig tolle Konferenz. Ich weiß, wovon ich spreche und ich bin gut in dem, was ich tue!“ Sprich diesen Satz mehrfach laut, langsam und deutlich aus. Nutze deine Hände, um deine Worte zu untermalen. Das lockert dich zusätzlich und hilft dir, bildhaft zu denken. Entferne im Anschluss den Korken und wiederhole deinen Satz. Egal, wie albern du dir vorgekommen bist, der Unterschied ist deutlich, oder?

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Wissenschaftler wiesen zusätzlich eine stimmungsaufhellende Wirkung dieser Übung nach.

So machst du deine Stimme zu deiner Stärke

Je öfter du übst, desto souveräner wird deine Stimme. Cristiano Ronaldo trainiert seine Ballbeherrschung, Taylor Swift ihre Stimmkontrolle, Tony Robbins Bühnenpräsenz und Überzeugungskraft. Sie alle arbeiten und trainieren regelmäßig mit und an ihren Werkzeugen, um besser und sicherer zu werden.

Sprichst du beruflich, ist deine Stimme ein entscheidendes Instrument. Haltung, Atmung und Stimmung helfen, es für dich einzusetzen. Wahrscheinlich spürst du bereits jetzt den Effekt der Übungen. Wiederholst du sie regelmäßig, machst sie zu deiner täglichen Routine, werden nicht nur deine Worte, sondern auch der Klang deiner Stimme für dich sprechen.

So wird deine Stimme zu deinem Erfolgsbooster.

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