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Ratgeber

Drei Strategien, um stagnierende Rankings zu überwinden

(Foto: Shutterstock)

Im Prozess der Suchmaschinen-Optimierung einer Website kommt man früher oder später an eine Stelle, an der die Rankings grundlos stagnieren: Mal geht es um zwei Plätze hoch, am nächsten Tag geht es wieder um drei Plätze herunter.

Etwa 20 Prozent aller Seiten weisen dieses Problem im Laufe der Zeit auf. Unser Gastautor stellt drei Strategien vor, die sich in der Praxis in solchen Phasen bewährt haben und bei stagnierenden Rankings helfen.

Strategie 1: Seitenanreicherung

Durch die zahlreichen Updates und Algorithmus-Umstellungen hat sich vieles verändert. Die Domainautorität und auch die komplette Abdeckung eines Themas durch eine Website wurden wichtiger. Letzteres geschieht beispielsweise durch informative Blogbeiträge.

So werden auch deine Rankings mit der Zeit steigen. Auch eine sehr große Seite kann sich mit ausreichend Zeit in den Top-10-Rankings niederlassen, ohne dass man viel Arbeit investieren muss – vorausgesetzt, man hat dafür gesorgt, dass der Content hochwertig ist und das Themengebiet sehr gut abgedeckt wird.

Eine Seite mit mehr als 100 indexierten Unterseiten, minderwertigen Links und gutem Content benötigt etwas länger als ein Jahr, um wirklich gut zu ranken. Im Vergleich dazu steht eine sehr große Seite, die zusätzlich noch hochwertige Links besitzt. Diese braucht, grob betrachtet und im Durchschnitt, etwa sechs bis acht Monate, um in den vorderen Rankings zu landen.

Auf diesen Erkenntnissen aufbauend musst du deine Seite zuerst kategorisieren. Als Onlineshop hast du Produkt- oder Kategorieseiten, für die du bei Google auf den vorderen Plätzen gelistet werden möchtest. Oder als Dienstleister willst du auch gerne für gewisse Suchbegriffe (etwa „externer Projektleiter“) angezeigt werden.

Im zweiten Schritt versuchst du, die Größe deiner indexierten Seiten zu verdoppeln. Wie viele Seiten Google indexiert hat, kannst du in der Google-Search-Console nachschauen oder du gibst im Suchschlitz von Google „site:ihredomain.de“ ein.

Anzahl an indexierten Seiten für die Seite t3n.de. (Screenshot: Google)

Du erstellst jetzt keine neuen beziehungsweise weitere Verkaufsseiten, sondern konzentrierst dich auf informative Blogartikel. Schau dir bei der Konkurrenz an, welche Fragen und Keywords in den Blogbeiträgen auftauchen und lass dich davon inspirieren. Achte darauf, dass du einen wirklichen Mehrwert kreierst und nicht einen weiteren Werbetext.

Im nächsten Schritt beginnst du, Links zu setzen. Sie sind immer noch ein sehr starkes Rankingsignal. Diese Links setzt du nun auf deine informativen Blogbeiträge. Dadurch erzeugst du ein deutlich natürlicheres Linkprofil, was auch Google befürwortet und nach einiger Zeit mit besseren Rankings belohnt.

Übertreibe es aber nicht! Setze einige Forenlinks und veröffentliche Gastbeiträge mit einem passenden Ankertext im Text zu deiner Seite. Teile diese Blog-Beiträge in gängigen sozialen Netzwerken, sodass idealerweise auf deine informativen Beiträge verlinkt wird.

Zusammenfassung

  1. Verdopple die Größe deiner Seite durch informative Beiträge und Texte.
  2. Die Texte müssen hochwertig sein, Thin Content bringt dich nicht ans Ziel.
  3. Verlinke zu deinen informativen Beiträgen.

Strategie 2: Contentüberprüfung und -überarbeitung

Content ist immer noch ein sehr wichtiger Rankingfaktor. Schließlich handelt es sich bei Google primär um eine Text- und Linksuchmaschine. Durch die letzten Updates wurden Seiten mit Thin Content – also Seiten mit sehr wenigen Worten und kaum einzigartigen Inhalt – abgestraft.

Des Weiteren belohnt Google aktuellen Content mit guten Rankings. Allein aus diesem Grund solltest du alle drei bis sechs Monate deine Texte überarbeiten, Neuigkeiten hinzufügen und dich auch an der Konkurrenz orientieren.

Allerdings reicht es manchmal nicht aus, einen 1.000-Wort-Artikel zu schreiben, der hochwertig und einzigartig ist, wenn die Konkurrenz in der Top 10 durchschnittlich 2.000 Wörter für die rankenden Seiten bietet.

Selbstverständlich misst Google längeren Seiten ein höheres Vertrauen zu. Würdest du etwa ein Buch zum Thema SEO mit 30 Seiten einem 300-Seiten-Buch vorziehen?

Ein sehr gutes Tool hierfür ist Seolyze. Wenn du einen Artikel mit dem Fokus-Keyword „SEO Trends“ schreiben möchtest, orientierst du dich immer an der durchschnittlichen Länge der Top-10-Rankings und fügst etwa 25 Prozent mehr Text hinzu. Er sollte natürlich ebenso einzigartig und hochwertig sein und nicht das bereits Gesagte wiederholen.

Übersicht für den Suchbegriff „SEO Trends“. (Screenshot: seolyze.com)

Sollte dein Ranking plötzlich stagnieren, kann in der relativen Wortzahl ein Grund liegen. Regelmäßige Überprüfungen und Überarbeitungen deiner Seiten können diesem Effekt vorbeugen. Solltest du allerdings feststellen, dass du deutlich über dem Durchschnitt liegst, hilft es trotzdem, wenn du um die 400 bis 500 Wörter einzigartigen Inhalt hinzufügst.

Auch Auflistungen, Tabellen und weitere strukturierte Daten helfen, weil Google sie „liebt“. Zudem kannst du dadurch in den Featured Snippets erscheinen.

Strategie 3: Liebe für’s Detail

Sofern du die fundamentalen Grundlagen gut meisterst, kannst du dich den kleinen Details zuwenden. Sollten Seiten noch Thin Content haben (unter 400 bis 500 Wörter), dann ist das die erste Baustelle, die du ausbessern solltest. Zusätzlich gehören hochwertige Links dazu.

Der nächste Schritt bei den kleinen Details ist deine Ladegeschwindigkeit. Du kannst sie mit dem Tool Pingdom sehr einfach überprüfen. Google bietet hier auch ein kostenfreies Tool an, das du auch regelmäßig nutzen solltest. Schließlich wird die Ladezeit auch in Anbetracht des Mobile-First-Index immer wichtiger.

Das Pagespeed-Insights-Tool von Google gibt dir auch gleich Optimierungsvorschläge.

So sieht eine Pagespeed-Insights-Analyse aus. (Screenshot: Pagespeed Insights)

Ein weiteres kleines Detail ist Negativ-SEO. Im Prinzip setzen hier die Konkurrenz oder andere Spammer minderwertige Links auf deine Seite. Google sagt, dass der meiste Spam ignoriert wird, aber mindestens Ausnahmen erkennt auch die Suchmaschine nicht. Deswegen solltest du vom Disavow-Tool in der Google-Search-Console regelmäßig Gebrauch machen.

Das Disavow-Tool befindet sich in der Google-Search-Console. (Screenshot: Disavow Tool)

Im nächsten Schritt schaust du dir die technischen Aspekte deiner Seite genauer an. Hier überprüfst du:

  • 404-Fehlerseiten
  • Broken Links
  • Seiten mit Thin Content (siehe oben)
  • Struktur der Überschriften

Solltest du eine sehr große Seite haben, dann ist das manuell nur sehr schwer zu handhaben. Ein empfehlenswertes Tool ist Screamingfrog.

Ferner ist es auch immer interessant, ob Google deine Seiten überhaupt indexiert. Wie du den Indexierungsstatus einer Seite überprüfen kannst, wurde weiter oben erläutert (site:ihredomain.de). Wenn nicht alle Seiten angezeigt werden, hast du ein Problem.

Oftmals liegt dies an Thin oder an Duplicate Content, da Google solche Seiten nicht in den Index mit aufnimmt. Schließlich muss die Suchmaschine auch effizient arbeiten können. Solltest du Thin oder Duplicate Content entdecken, solltest du diese Seiten löschen oder den Content entsprechend abändern.

Welche Strategie sollte man wann einsetzen?

Bei stagnierenden Rankings sollte man nicht eine Strategie nach der anderen versuchen. Idealerweise setzt du alle zeitgleich um, um schneller die Phase des Plateaus zu überwinden. Die Strategien funktionieren zwar auch, wenn sie einzeln eingesetzt werden, aber bei einer zeitgleichen Anwendung kommt es zu einer Art Wechseleffekt.

Wie schnell treten Ergebnisse ein?

Wenn du – wie empfohlen – alle Strategien zeitgleich einsetzt, solltest du in etwa 30 bis 50 Tagen die ersten langfristigen Ergebnisse deiner Arbeit sehen. Werde nicht ungeduldig und führe die Schritte sehr sorgfältig durch. Es handeln sich hierbei um erwiesene Strategien aus der Praxis, die auch für deine Seite funktionieren werden.

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4 Reaktionen
SEO Klicks

Ich persönlich habe festgestellt, das einzigartiger Content gut rankt. Sich an der Konkurrenz orientieren, was sie schreiben und zusätzlich Text schreiben, worüber die Konkurrenz nicht schreibt.
Martin Mißfeld (ein bekannter SEO) hat mal einen Test mit Content gemacht. Er hat festgestellt, das der gleiche Content auf verschiedenen seiner Seiten verschiedene Rankings hat. Das beste Ranking hat der Text auf der Domäne mit dem meisten "Wums".
Der "Wums" ist: starke, themenrelevate Backlinks. Gute Backlinks scheinen immer noch einen sehr hohen Stellenwert bei Google zu haben. Das ist auch meine persönliche Erfahrung.
Ein gutes Grundgerüst (Onpage Optimierung, Technik) ist für gute Platzierungen in der Regel selbstverständlich.

Antworten
Ronny Marx

Bis auf ein paar Ansätze ist das schlicht, sorry, Nonsens. Die technische Struktur der Seite ist nicht etwa eine mögliche "Strategie", sondern IMMER die Grundlage. Die Anzahl der indexierten Seiten pauschal zu erhöhen ist völlig sinnfrei, zumal über dir site:Abfrage längst nicht alles angezeigt wird. Sollte nämlich eine Penalty wegen einer schlechten Backlink-Struktur vorliegen, kann ich soviel Content reinpumpen wie ich will - das Ranking würde global nach wie vor fallen und man hätte im Zweifel viel Geld und Zeit verbrannt.

Folgende Steps sind also bei JEDER Website (groß oder klein) bei stagnierender Sichtbarkeit IMMER durchzuführen:

1. Link Audit (z.B. mit Majestic oder ahref)
2. Technik Check (Mobile, Seitenstruktur, Pagespeed)
3. Content Creation (Neue Inhalte, Überarbeiten etc.)

Alles andere ist Unsinn und viel zu oberflächlich. Jemand, der angeblich seit 5 Jahren im Business ist und ernsthaft solche "Strategien" als optionale Ansätze verkauft, sollte dringend hinterfragt werden. Aber Sinn und Zweck dieses Artikels war wahrscheinlich nur das Ziel, einen hochwertigen Backlink mit den suchrelevanten Keywords "SEO Consulting" und "SEO Agentur" von einer vertrauenswürdigen Website zu bekommen. (siehe Firmierung des Autors)

Sorry, ich will hier niemanden angreifen oder schlecht machen. Aber dieser Artikel ist maximal oberflächlich und zum Teil auch grundlegend falsch. Wer selber guten Content predigt und dann so etwas abliefert, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Eine Bitte an die T3N Redaktion: bitte sucht euch eurer Gastautoren gerade bei fachlichen Themen sorgfältiger aus, wenn ihr im Fachbereich noch ernst genommen werden wollt. Das ist nicht der erste Pseudo-Mehrwert-Artikel unterirdischer Dimension. Content gegen Link zu tauschen ist per se in Ordnung, aber nicht bei solch einem Unsinn.

Antworten
Steven Broschart

Ich muss zugeben, ich hatte sehr ähnliche Gedanken beim Lesen des Artikels ...

Antworten
Britta Behrens

Hallo Ronny,

vielen Dank für deine Einordnung des Artikels. Genau deine Ausführungen treffen es auf den Punkt. Ich war auch erschrocken über den Dilettantismus und Halbwahrheiten in dem Artikel und danke Dir, dass Du Dir die Zeit genommen hast, die "Strategien" einzuordnen und gerade zu rücken.

Ich hoffe, die Redaktion achtet demnächst im Bereich SEO besser auf die Auswahl ihrer Gast-Autoren. Im deutschsprachigen Raum haben wir da mehr als genug, die man ansprechen kann und die ihr Wissen mit uns teilen.

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