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Öffentliche Verwaltung: Google und Telekom bringen Behörden-Cloud für Deutschland

Die Multi-Cloud-Strategie des Bundes soll die öffentliche Verwaltung in die Lage versetzen, ihre Dienstleistungen modern, aber dennoch datensicher anzubieten. Dabei möchten die Cloud-Riesen mitspielen.

2 Min. Lesezeit
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Die großen Cloud-Anbieter wollen auch Behördenlösungen liefern. (Bild: Shutterstock)

Der jüngste Bewerber um die Gunst des Kunden „Öffentliche Verwaltung“ hört auf den von der Telekom gewohnt sperrigen Namen „T-Systems Sovereign Cloud“ mit dem Zusatz „Powered by Google Cloud“. Damit wird klar, wer letztlich hinter dem neuen Angebot steckt.

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Public Cloud unverzichtbar bei Behördenangeboten

Schon länger ist klar, dass der Aufbau einer flächendeckenden und funktionalen Cloud-Landschaft für die deutschen Behörden kaum ohne die Big Player in dem Geschäft zu stemmen sein wird. Und tatsächlich wird niemand Zweifel daran haben, dass Google mit der Google Cloud oder Microsoft mit Azure eine Infrastruktur im Angebot haben, die technisch bestens geeignet ist.

Problematisch aus Sicht der Behörden und problematisch aus Sicht der Datenschutzgrundverordnung war der Umstand, dass US-amerikanische Unternehmen in Sachen Datenzugriff den US-amerikanischen Gesetzen unterliegen. So durfte nicht zu Unrecht befürchtet werden, dass Daten deutscher Nutzender von nach deutschem Recht Unbefugten eingesehen werden können.

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Problem Datensouveränität vor Lösung

Das greifen die großen Anbieter nun auf und erschaffen Angebote, die die sogenannte Datensouveränität jener, die die Daten dort ablegen, garantieren sollen. Auch T-Systems als einer der bevorzugten Dienstleister des Bundes hat den Wunsch, sich einzubringen und daher soeben eine Kooperation mit Google verkündet.

Um eine sichere Cloud-Lösung zu bieten, gebe es „extremen Nachholbedarf bei Ressourcen, Menschen und Infrastrukturen“, erklärte T-Systems-Manager Jürgen Schulz gegenüber dem Behörden-Spiegel. In der Kooperation mit Google sieht Schulz gravierende Vorteile.

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Klimaneutralität wird Rechtspflicht

Dabei spielt natürlich eine Rolle, dass die Google Cloud nahezu beliebig skalieren kann. Wichtig sei indes auch, dass die Telekom und Google ähnliche Vorstellungen von gesellschaftlicher Verantwortung haben. Beide würden in Nachhaltigkeitsprojekte investieren.

Tatsächlich wird die Google Cloud bereits seit 2007 klimaneutral betrieben und erfüllt damit längst die ab 2027 einsetzende Pflicht zur Klimaneutralität bei Rechenzentren. Nach Googles eigener Wahrnehmung ist die Cloud-Lösung zudem „nah dran an Open-Source-Lösungen“.

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Telekom will Treuhänderschaft für Daten übernehmen

Mit der neuen Sovereign Cloud will die Telekom als eine Art Treuhänder zwischen den Behördenkunden und Google fungieren. Sie garantiert quasi wie ein Notar den Umstand, dass Google keinen Rückgriff auf die abgelegten Daten hat.

Für die öffentliche Verwaltung ist die Nutzung der gängigen Hyperscaler klar auch eine Preisfrage. Die Public Cloud ist schlicht sehr viel billiger als private Alternativen und damit in Zeiten enger werdender öffentlicher Haushalte kaum abzulehnen.

Air-Gap ab März 2023

Um die Sicherheit nicht nur treuhänderisch zu versprechen, sondern auch de facto garantieren zu können, soll die Sovereign Cloud ab dem zweiten Quartal 2023 nach dem Air-Gap-Konzept funktionieren.

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Dabei handelt es sich um ein Sicherheitskonzept, das IT-Systeme und Rechenzentren physisch voneinander trennt. Die Übertragung von Nutzerdaten ist dann immer nur in eine Richtung möglich.

Schlussendlich soll dabei eine integrierte Lösung über alle großen Cloud-Anbieter hinweg entstehen, um im Ausfall einer Plattform nahtlos über eine andere weiterarbeiten zu können. Immerhin könne es ja nicht sein, dass „im Katastrophenfall eine Plattform ausfällt“, und dann „kritische Leistungen – wie das Zahlen von Sozialleistungen für Bürger“ nicht mehr erbracht werden können, lässt sich Cheftechnologe Harald Joos vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) zitieren.

Auch Microsoft hat sich inzwischen mit SAP zusammengetan und die Delos-Cloud ins Leben gerufen, die ganz ähnlich funktionieren soll und bereits Platz in Rechenzentren angemietet hat. Das berichtet Heise.

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