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Trends oder doch nur Buzzword-Bingo? Diese Technologien sollen 2018 massentauglich werden

Zukunftstrends: Smartphones werden dank Machine Learning Dinge erledigen, für die bisher der Umweg über die Cloud nötig war. (Bild: whitemocca / Shutterstock)

Augmented Reality, Machine Learning und digitale Medien-Abos sind laut der Unternehmensberatung Deloitte die Trends für 2018 – und werden laut der Unternehmensberatung die CES in Las Vegas bestimmen.

Augmented Reality könnte im kommenden Jahr endlich den Durchbruch als Massentechnologie schaffen, wenn man der Unternehmensberatung Deloitte Glauben schenkt. Die hat nämlich auf der Basis ihrer Beratungstätigkeit wie in jedem Jahr die TMT Predictions 2018 veröffentlicht (kostenloser Download der englischsprachigen Studie). Dabei geht es nicht nur um Augmented-Reality-Erlebnisse für den Endkunden, sondern auch und gerade für das industrielle Umfeld. So dürften beispielsweise zunehmend Wartungskräfte mit Hilfe entsprechender Technik bei Reparaturen unterstützt werden. Das ermöglicht beispielsweise, dass Techniker, die eine Reparatur nur selten durchführen, mit entsprechenden Hilfsmitteln Schritt für Schritt durch die Arbeit geleitet werden.

Augmented Reality und Machine Learning als Trends der CES

Doch auch Endkunden sollen mit ihrem Smartphone nach den Einschätzungen von Deloitte von der AR-Technik profitieren. So werden bis Ende nächsten Jahres weltweit 800 Millionen Premium-Smartphones im Umlauf sein, die mit entsprechenden Betriebssystemen und Prozessoren selbst anspruchsvolle AR-Anwendungen unterstützen. Konsumenten werden dann auf Zehntausende Augmented-Reality-Apps zugreifen können. „Augmented Reality ist nicht zuletzt aufgrund der immer besseren Darstellungsqualität einer der Top-Trends der CES im Januar“, ist sich Dr. Andreas Gentner, Partner und Leiter TMT EMEA bei Deloitte sicher. „2018 können Nutzer dank AR unter anderem Einkäufe vor dem Kauf virtuell austesten, beispielsweise ihre echte Wohnung mit digitalen Möbeln einrichten. So entsteht eine ganz neue User-Experience. Wichtigstes Zugpferd bleibt jedoch vorerst der Games-Markt.“

Die aufwendigere Grafik, verbunden mit den höheren Anforderungen an die Technik der Endgeräte, könnte auch einen Schub bei den Verkäufen in der Premium-Klasse bringen. Denn ähnlich wie bei Gaming-Equipment, das entscheidend von der Weiterentwicklung der Technik profitiert, sind auch hierfür entsprechend aktuelle Smartphones und Tablets erforderlich. Deloitte sagt voraus, dass Zehntausende neuer AR-Apps schon für sich genommen 2018 weltweit einen Umsatz von rund 100 Millionen US-Dollar generieren. Der Mehrwert für das Smartphone-Ökosystem liege jedoch ungleich höher, schließlich wird die Augmented Reality zu einem wichtigen Treiber für Gerätenutzung, Smartphone-Verkäufe und Downloads bestimmter App-Typen wie Shopping, Games und Social Networks.

Künstliche Intelligenz und Machine Learning als Trends: Das sind die populärsten Erscheinungsformen. (Grafik: Deloitte)

Auch die künstliche Intelligenz steht in den kommenden Monaten vor wesentlichen Fortschritten. Neue Chip-Typen machen KI-Anwendungen signifikant schneller und lagern (wie beispielsweise Huawei und Samsung bereits mit entsprechenden Modellen zeigen) Arbeitsschritte, die bislang über die Cloud erledigt wurden, ins Smartphone selbst aus. Gegenüber 2017 wird sich die Zahl von KI-Projekten verdoppeln, sagen die Unternehmensberater voraus. Auch hier werden die Unternehmensanwendungen führend sein: Zum wesentlichen Entwicklungstreiber im Bereich der künstlichen Intelligenz entwickelt sich Machine Learning (ML). Dieses ermöglicht Systemen aus Erfahrung automatisiert zu lernen und sich ohne entsprechende Programmierung zu verbessern. In Deutschland verdoppelt sich im kommenden Jahr die Zahl von Machine-Learning-Implementierungen und -Pilotprojekten bei großen und mittelständischen Unternehmen. Bis zum Jahr 2020 sei eine weitere Verdopplung der ML-Projekte zu erwarten.

Digitale Medien-Abos auf dem Vormarsch

Hinzu kommen laut Deloittes TMT Predictions 2018 einige weitere Trends: Immer mehr Konsumenten nutzen gleich mehrere digitale Medien-Abonnements, über 50 Prozent haben bereits heute mindestens zwei Abos abgeschlossen. 2020 werden es sogar vier Abos pro Person sein. Treiber der Entwicklung sind besonders Video-on-Demand-Abonnements (VoD), die sich bereits in 40 Prozent der deutschen Haushalte befinden. Den Trend zu mehreren Abos forcieren unterschiedliche Faktoren: Sportrechte werden zunehmend unter verschiedenen Anbietern aufgeteilt, Serienfans müssen mehrere Abonnements abschließen, um alle gewünschten Inhalte sehen zu können. Neben Video sind zudem Musikstreaming-Dienste populär. News-Abos spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Insgesamt werden im kommenden Jahr weltweit 350 Millionen Mediennutzer 680 Millionen Online-Abonnements abgeschlossen haben.

Und im Flugzeug wird online Mainstream, wenn auch zunächst sicherlich zu Preisen, die eher Business-Class-like sein werden. Auf jeder vierten Flugreise haben Passagiere im kommenden Jahr Internetempfang. Das ist ein Plus von über 20 Prozent im Jahresvergleich. In-Flight-Connectivity (IFC) wird dabei entweder über Satellit oder mittels der sogenannten „Air-to-Ground“-Technologie umgesetzt. In den kommenden zwölf Monaten werden weltweit weitere 1.600 bis 2.000 Maschinen mit IFC-Technologie ausgerüstet. Im nächsten Jahr werden Airlines laut Deloitte knapp eine Milliarde Dollar mit den kostenpflichtigen Internet-Diensten erlösen.

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