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Digitale Katastrophenhilfe: So hilft die türkische Tech-Branche Erdbebenopfern

Nicht nur Bergungskräfte bemühen sich um die Rettung der von schweren Erdbeben verschütteten Menschen in der Türkei. Auch die türkische Tech-Branche reagiert und versucht, mit ihren Mitteln zu helfen.

1 Min. Lesezeit
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Auch die türkische Tech-Branche unterstützt die Retter. (Foto: picture alliance / AA | Volkan Kasik)

Die schweren Erdbeben in der Türkei und Syrien haben bislang mehr als 16.000 Todesopfer gefordert. Während sich Notfallkräfte am Morgen des 6. Februar um die Rettung der Verschütteten kümmerten, fassten der Entwickler Furkan Kılıç und der Startup-Manager Eser Özvataf einen Plan, wie sie die Arbeit mit technologischen Hilfsmitteln unterstützen könnten.

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Kılıç und Özvataf vernetzten sich zunächst auf Twitter und gründeten dann einen Discord-Kanal, um ihre Arbeit zu koordinieren. Mit Unterstützung von 15.000 Entwickler:innen aus der Türkei und anderen Ländern entwickelten sie dann verschiedene Tools, mit denen etwaige Verschüttete schneller gefunden werden könnten.

Erdbeben in der Türkei: Wie die Tech-Branche den Verschütteten hilft

Eines der ersten Projekte des Teams von Freiwilligen war eine Web-App, die auf den sozialen Medien nach Hilferufen von Verschütteten fahndet. Diese Daten bereitet die App daraufhin in einer Kartenansicht auf. So sollen Hilfskräfte gezielt zu den Verschütteten geführt werden.

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Über die Website Deprem Yardim (Deutsch: Erdbebenhilfe) wiederum können Verschüttete oder Menschen, die von Verschütteten erfahren, deren Position in eine Datenbank übertragen. Diese Daten werden dann den Katastrophenhelfern zur Verfügung gestellt.

Gegenüber der US-Publikation Wired haben Kılıç und Özvataf erklärt, man arbeite derzeit auch an einem Weg, um sich mit syrischen Nichtregierungsorganisationen zu vernetzen, damit ihre Apps auch dort leben retten können.

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Die Tech-Branche in der Katastrophenhilfe

Sämtliche Projekte der freiwilligen Tech-Helfer:innen werden als Open-Source-Projekte auf GitHub bereitgestellt. Das ist tatsächlich keine ganz neue Entwicklung. 2004 setzten Freiwillige aus Sri Lanka ebenfalls auf Open-Source-Technologie, um die Rettungsarbeiten nach einem Tsunami zu unterstützen.

2010 reagierten Freiwillige auf ein Erdbeben ebenfalls mit der Entwicklung eigener Open-Source-Tools. Ähnliche Programme kamen auch 2012 nach Hurricane Sandy in den USA und 2015 nach einem Erdbeben in Nepal zum Einsatz.

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Wer sich für Projekte dieser Art interessiert, findet auf GitHub eine Liste verschiedener Open-Source-Tools, die speziell für die Hilfe nach unterschiedlichen Naturkatastrophen entwickelt wurden.

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Andi

Tja, da kann sich Deutschland erneut ne Scheibe abschneiden.
Es wird halt nicht überall das Internet als Neuland bezeichnet und mehr Wert auf Gendern als auf Ausbildung gelegt.

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