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Tüv: Corona-Warn-App ist stabil und sicher

(Foto: RossHelen / Shutterstock)

Der Tüv hat die Corona-Warn-App unter die Lupe genommen und sie als sicher und stabil eingestuft. Nutzer müssten sich keine Sorgen um unbefugte Datenabgriffe machen.

Die für diese Woche erwartete Corona-Warn-App des Bundes wird nach Einschätzung des IT-Dienstleisters Tüv Informationstechnik stabil und sicher laufen, ohne die Anwender auszuspionieren. Das habe eine Prüfung der App ergeben, die man im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unternommen habe, sagte Tüv-IT-Chef Dirk Kretzschmar am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Bei der Überprüfung der App habe man auch kontrolliert, ob Unbefugte Daten abgreifen könnten. „Das ist nicht der Fall. Die Anwender müssen keine Angst vor Überwachung haben.“ Die Entwickler von SAP und T-Systems hätten auch sichergestellt, dass niemand über die App Zugriff auf andere Daten bekomme.

Prüfer urteilen positiv

Frühe Versionen der App seien noch instabil gewesen, sagte Kretzschmar. „Die Tester hatten zum Schluss aber ein sehr positives Bild, weil inzwischen alles sehr stabil läuft. Sie waren auch ziemlich begeistert davon, wie schnell und in welcher Qualität die Entwickler auf noch entdeckte Schwachstellen reagiert haben.“

Bei dem Prüfprozess habe man sich auch intensiv mit der Frage beschäftigt, wie in der App die Eingabe einer Infektion abgesichert werden solle. Diese erfolgt über einen QR-Code aus dem Testlabor oder mithilfe einer TAN, die der Betroffene von einer Telefon-Hotline erhält. Hier sei es zum Beispiel darum gegangen, ein sicheres Verfahren anzuwenden, bei dem die TAN nicht leicht erraten oder die Status-Eingabe durch einen „Brute-Force-Anfgriff“ durch massenhafte Eingaben erzwungen werden kann.

Die offizielle deutsche App setzt auf den Smartphone-Schnittstellen von Apple und Google auf und wurde von SAP und der Deutschen Telekom entwickelt. Die App soll helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen und Infektionsketten frühzeitig zu unterbrachen. Die App erfasst, welche Smartphones einander nahegekommen sind – und warnt dann Nutzer, wenn sich herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten haben. dpa

Zum Weiterlesen: Corona-Warn-App kostet den Bund rund 20 Millionen Euro

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