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Typewise schickt die QWERTZ-Tastatur in Rente – aber soll euch schneller tippen lassen

Stylischer Look und potenziell effizienteres Tippen. Die Tastatur-Alternative Typewise gibts nun für iOS und Android. (Screenshot: t3n)

Die QWERTZ-Tastatur basiert auf 140 Jahre alten Schreibmaschinen-Layouts. Typewise bringt ein frisches Design mit, das Tippende effizienter und fehlerfreier schreiben lassen soll. Wir haben die Tastatur-Alternative einen Monat lang getestet.

Mit Typewise – einer Alternative für die klassische, virtuelle QWERTZ-Tastatur auf dem Smartphone – wollen die Schweizer Entwickler von Icoaching das altgediente Keyboard-Layout überholen, das wir alle seit gefühlt ewigen Zeiten der Schreibmaschine gewöhnt sind. Typewise ist speziell für Tippen mit zwei Daumen auf dem Smartphone konzipiert, unterstützt dynamische Wischgesten und bietet dank cleverem Layout größere Tasten als das klassische QWERTZ. Das soll wiederum zum Hauptargument für Typewise führen: weniger Tippfehler.

Das Versprechen kann die Tastatur unserer Einschätzung nach einhalten. Typewise gibts kostenlos für iOS 12 und Android 6.0 oder höher. Einstellen solltet ihr euch jedoch auf eine relativ steile Lernkurve und eine damit verbundene recht lange Eingewöhnungszeit – und viele Komfort-Features, die ihr erst mit der kostenpflichtigen Pro-Version freischaltet.

Typewise-Keyboard mit Einstellungen.

Effizient und optisch äußerst befriedigend: Das Waben-Layout der Typewise erlaubt größere Einzeltasten. Die mittige Doppel-Leertaste ist mit beiden Fingern gut erreichbar – Leerzeichen tippen sich jedoch wesentlich schneller mit den Wischgesten, die auch auf allen anderen Tasten funktionieren. (Screenshot: t3n)

Bienenwaben und Lernkurven

Abgesehen vom Look, der ein Fest für Symmetrie-Fans ist, erlaubt das Waben-Layout etwas größere Tasten, die ihr dann auch leichter mit den Fingern trefft. Gleichzeitig sind die Tasten dafür – und um Platz für die zwei mittleren Leertasten zu machen – jedoch anders angeordnet. Besonders die Positionen von „I“ und „L“ und die Trennung von „A“ und „S“ durch die linke Leertaste waren gewöhnungsbedürftig – außerdem ist das „K“ gefühlt zu weit rechts, unten und außen. Ist man seit Jahren das QWERTZ-Layout gewöhnt, ist der Kulturschock nicht ohne und die Lernkurve steil – da muss man Bock drauf haben und das solltet ihr einplanen. All das ist jedoch letztendlich Gewöhnungs- und Geschmacksache.

Direkt mit eingebaut ist daher netterweise ein kleines Tutorial-Spiel, in dem ihr durch richtige Eingaben eine kleine Rakete steuert. Hinzu kommt die Möglichkeit, direkt in der Tastatur selbst auch wieder auf QWERTZ-Layout umzuschalten – wenn ihr mal keinen Bock auf Typewise habt oder während eurer Lernphase tatsächlich mal schnell und effizient tippen müsst. Unter iOS ist außerdem eine Lernfortschrittanzeige eingebaut, auf der ihr sehen könnt, ob und wie schnell ihr besser werdet. Für Android soll das Feature ebenfalls nachgerüstet werden.

Ein hilfreiches, kleines Tutorial bringt euch die wichtigsten Eingabe-Features von Typewise bei. Besonders für die anfangs ungewohnten Wischgesten ist das hilfreich. (Screenshot: t3n)

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2 Kommentare
Marcel
Marcel

Ich nutze schon seit Jahren MessagEase. Weniger und größere Tasten und sowohl für Ein- als Zweihandtippen gedacht. Zum Lernen gibt auch Spiele und sie ist sehr flexiebel Einstellbar – inkl. viele Komfortfunktionen und Designs. MessagEase ist die erste App die ich mir auf ein neues Handy spiele… habe ich erwähnt dass alle Funktionen kostenlos sind?

Antworten
Julius Beineke

Hallo Marcel,

danke Dir für Deinen Tipp! Klingt mir, als wäre es einen Blick wert. Ich schaue mir das mal an. :-)

Besten Gruß,
Julius

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