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Interview

TYPO3-CEO Mathias Schreiber: „Das einzige Ziel eines CMS ist es, Struktur und Präsentation zu trennen“

TYPO3 ist zumindest in Deutschland eines der verbreitetsten CMS. Im Interview verrät Mathias Schreiber, CEO der TYPO3 GmbH, warum das so ist – und welche Projekte man lieber mit anderen CMS umsetzt.

Mathias Schreiber ist seit Frühjahr 2016 CEO der neu gegründeten TYPO3 GmbH, deren Ziel die Förderung der Entwicklung und Sichtbarkeit von TYPO3 ist. Mathias kam 2001 erstmals in Kontakt mit TYPO3 und wurde als Teil von netfielders in die TYPO3-Community eingeführt. Im Jahr 2013 sammelte er Mittel für die 6.2-Version und wurde später als Vollzeit-Product Owner von der Wmdb Systems gesponsert. Ursprünglich kommt Mathias Schreiber aus der Werbung und der Musikindustrie. Im Interview berichtet Mathias von der langen Erfolgsgeschichte von TYPO3 und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der CMS-Lösung.

t3n.de: TYPO3 hat sich auf dem deutschen Markt innerhalb von zehn Jahren nach und nach zu einer der am meisten verbreiteten CMS-Lösungen entwickelt. Was sind aus deiner Sicht die Gründe für diesen Erfolg?

Mathias Schreiber: Vertrauen spielt eine große Rolle im Entscheidungsprozess für Software. Darum arbeiten wir im TYPO3-Projekt immer daran, das Vertrauen in die Software zu stärken. Das Ökosystem der Digitalagenturen profitiert davon in gleicher Weise – hier besteht gerade im Opensource-Bereich ein gesundes Geben und Nehmen. Das Feedback der Agenturen ist durch den engen Kontakt zur Community immer gegeben, wodurch wir auf Anforderungen im Markt flexibel reagieren können. Dies wiederum sorgt für einen fruchtbaren Dialog, welcher dem gesamten Digitalbusiness zu Gute kommt.

„Auf technologischer Ebene ist TYPO3 einfach unglaublich robust“

Auf technologischer Ebene ist TYPO3 einfach unglaublich robust und in der Lage, auf jede Anforderung zu reagieren, mit der man es konfrontiert. Uns gibt es jetzt beinahe 20 Jahre und wir konnten mit jeder technologischen Herausforderung umgehen. Das fängt an in den frühen 2000ern mit Crossmedia Publishing – man munkelt ja, dass ein Verlag aus Hannover ein komplettes Printmagazin mit TYPO3 erzeugt hat– und geht dann weiter mit mobilen Anwendungen, dem Responsive Web und nicht zu vergessen den Browserkriegen Mitte der 2000er. Diese Robustheit bemerken auch Kunden und entscheiden sich für das Einzige, was man nicht beschleunigen kann: Erfahrung.

t3n.de: Für welche Projekte eignet sich TYPO3 besonders? Wollt ihr eine spezielle Zielgruppe ansprechen?

Mathias Schreiber: Das ist schwer zu beantworten, weil es nach unten im Prinzip kein Limit gibt.

t3n.de: Kann ich meinen Blog mit TYPO3 bauen?

Mathias Schreiber: Natürlich, aber ob das im Individualfall sinnvoll ist, kann man eben auch nur an diesem individuellen Fall bewerten. Die wahren Stärken zeigen sich bei großen, komplexen Installationen. Nicht ohne Grund ist TYPO3 bei 60 Prozent aller Hochschulen im DACH-Raum im Einsatz. Hier reden wir von mehreren Hunderttausend Seiten Content, zwischen 100 und 2000 Redakteuren und klaren Anforderungen an CI und CD. Vergleichbare Anforderungen findet man in international agierenden Unternehmen auch – dort ist es dann eben nicht der Fachbereich, sondern das Produktmanagement für Produkt X, das den Content lokalisiert in verschiedene Märkte ausspielen muss.

Features wie Multi-Domain, Multi-Site, Mehrsprachigkeit und Content-Syndication auf der einen Seite und ein umfangreiches Rechte-Management auf der anderen Seite bieten etwas, was es im Opensource-Segment so im Prinzip kein zweites Mal gibt. Sicherlich kann System X Teile davon abbilden, aber wir haben bis jetzt noch nichts gesehen, was es auf dieser Bandbreite und in diesem Scale abbilden kann.

Letztendlich sind Agenturen auch unfassbar kreativ in den Anforderungen, die sie mit TYPO3 besetzen: Wenn man fragt, wie man auf die Idee kommt, das Mediacenter auf Aida Kreuzfahrtschiffen mit TYPO3 umzusetzen, kommt als Antwort „Warum nicht, ist doch auch nur Content“. Und damit haben sie einfach Recht.

t3n.de: Welche Projekte sollte man nicht mit TYPO3 umsetzen?

Mathias Schreiber: Über den oben bereits erwähnten Blog könnte man sicherlich diskutieren und natürlich liegen die Stärken in großen Installationen und der Abbildung komplexer Strukturen, in denen sich TYPO3 eher zuhause fühlt.

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5 Reaktionen
olivier

"Man sollte sich also von den "800 Worten" (wie Jeff Jarvis endlich auch mal neulich sagte) trennen und viele Präsentationen bzw. viele Nutzungs-Szenarien (RSS oder Twitter mit 140 Zeichen oder Google Suchergebnisse sind auch eine Präsentations-Form) realisieren."

Könnte ja auch für Deinen Kommentar gelten. ;-)

Viele vs. Viele

Davon abgesehen hatte ich schon mal vorgeschlagen, das man erfasst was gängig ist und von Kommentaren nur die ersten xx Worte/Zeilen anzeigt und man längere Kommentare auf-klappen muss.

http://meedia.de/2016/10/26/jeff-jarvis-bei-donald-trump-hat-der-amerikanische-journalismus-versagt/
Nach "800" suchen.

Das sind genau meine Beispiele mit Display-Größen von iWatch bis 999"-TV und unterschiedlichen Situationen. Vorlesen fehlt bei ihm. Sogar mein ständiger Hinweis auf Sumly ist dasselbe wie wenn das System mit auf mich individuell verkürzte Artikel formuliert. Sumly muss ja mitlernen und wissen was ich schon weiss und nicht ständig neu hören will.

Bei Politikern gehören immer die Schulden und Partei dran und wie viel Prozent ihn gewählt haben.
Bei Bilanz-Zahlen müssen wir kleinen Foren-User die fehlenden Zahlen ausrechnen. Bei Print in der Zeitung ist kein Platz dafür. Aber online schon. Alles relativ und absolut in Euro und in Dollar. Per Template muss man nur die Zahlen eintragen und alles andere wird (besser als Excel) automatisch berechnet. Besser noch aus der Bilanz scrapen (oder IBMs UDDI-Server wieder einschalten wo man alle Bilanzen aller Startups automatisch per XML auslesen können sollte aber Transparenz ist der Feind der Miswirtschaft, daher war das wohl unbeliebt bei Cashburner-Mietmafia-Mästern) aber ich kenne kein Land wo man diese (uralten) Techniken ohne vermutlich hohe Nebenkosten programmieren darf.

Davon abgesehen gilt: Der Author hat "Recht" weil er es überprüft hat. Die Realität sind oft nur CopyPaste von Agentur- oder PR-Meldungen.
Als kleiner Kommentator hingegen belege ich meine Aussagen statt wahllos was zu behaupten. Eigentlich lernt man das in der Schule und Studium zu wissen wer wann was worüber gesagt hat und die Quelle nennen zu können. Siehe Wikipedia ganz unten. Ohne Quelle bzw. ohne Beleg kriegt man vermutlich hier in Deutschland kaum Informationen dort hinein.

Die Kommentare sind ausführlich und mit Beispielen und Quellen belegt. Das mögen bezahlte PR-Agenturen und ihre nach Durchsatz ("1000 falsche Rezensionen bei Amazon, 1000 falsche Rezensionen im App-Store ..." "1000 Tweets für einen Schuldenmacher-Politiker" "1000 Tweets gegen einen guten Politiker der das Volk voran bringt" usw.) halt nicht. Speziell weil sie keine Gegenargumente finden was dann in der bedingungslosen Kapitulation "tl;dr" endet.. und mir folglich zu 100% Recht gibt.. "Ein Diskussions-Gegner gibt auf indem er als kostenloser Praktikant deine Tippfehler korrigiert und keine Argumente mehr vorbringt." Alte Usenet-Regel.

Ich wollte schon vor 15 Jahren Videobrillen, FPGAs und natürlich Menschenrecht auf Firmwareupdates.
Wie üblich wurde ich gemobbed. Doch die USA haben gestern die Firmware-Updates für Autos (sehr eingeschränkt) erlaubt... Hier ist das natürlich vermutlich weiter möglicherweise verboten.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/VW-Skandal-fuehrt-zu-Copyright-Ausnahme-in-den-USA-3409246.html

Am Ende habe ich meistens Recht. Hier wird viel auf Responsive Design wert gelegt. Durchgehende Flexibilität von Quelle bzw. QuellEN bis zum User und seinen GerätEN. Er lässt die vom Parteitag nur die CSU-Meinung berichten. Er lässt sich Geschäftszahlen von Apple einheitlich am Display anzeigen aber von ECHO/Alexa/Siri/Cortana/GoogleAssistant vorgelesen werden andere Dinge z.b. wo das meiste und kleinste Wachstum statt fand.
Usw.
Das swipen von links-rechts durch Produkte ist bei Amazon usw. ganz üblich. Hoch-runter ist klassisch aber am VR-Brille "wischt" man mit Kopfbewegungen den Artikel von Seite zu Seite (in der S-Bahn hat man keinen Dreh-Stuhl) und sieht sogar die vorhergehende/nachfolgende Seite links Rechts daneben. Denn Scrollen nervt wenn man kein Scrollrad hat.

Es gibt zig Darstellungs-Formen und Input-Möglichkeiten.
Schon Fahrkarten-Automaten und Onlinebanking überfordert viele Software-Firmen anscheinend...

Der einzige Vorteil ist, das die anderen genau so wenig auf diese Ideen kommen und wir von der Systempresse im System-Sinne weiter nur copy-pastete Agentur/PR-Meldungen ohne viel Eigenleistung vorgelegt bekommen wie Burger-Boxen oder Kantinen-Tabletts.
https://t3n.de/news/kleiner-entwickler-app-store-spitze-727119/ ("meisten Medien" suchen. Der Abschnitt drunter mit den iPhones ist auch bezeichnend).
Davon wird das Land sicher besser... Sieht man ja täglich. Und die Rezession und Tesla3 kommen ja noch und kosten dann viele Jobs.

Und der Kunde merkt, das die Artikel auf dem Phablett beim Joggen oder auf der iWatch schlecht zu lesen sind und seit "optimized für IE5(?) mit 1024x786 16Bit" nix dazugekommen ist... Und wer behauptet, AdBlocker wären schlecht (obwohl Google wohl mit Text-Werbung in Suchergebnissen wohl Milliarden seit der Gründung verdient), kriegt einen Riss in der Glaubwürdigkeit vieler User. Dann fragt man sich automatisch auch bei anderen Artikeln, ob die wohl korrekt sind.

0:1:* Null:Eins:Viele. Gut Softwaresysteme haben VIELE bei den meisten Sachen. Sogar AOL hatte 8 Usernamen um verschiedene Rollen (CEO, TV-Star, Familie, Fußballclub-mitglied,...) zu erfüllen was Facebook und Google Kreise immer noch nicht einsehen. "Screen Names" hiess das glaube ich bei AOL. Ein Fahrkartenautomat muss unterschiedliche Routen anzeigen, Umsteigezeiten für Leute mit Koffern verlängern oder für Leute Rollator empfehlen eine Route zu nehmen wo der Anschluss-Zug genau gegenüber auf dem Gleis hält. Viele Züge halten in Deutz (Messe Köln) und in Köln Hbf grade mal vielleicht 1000 Meter weiter entfernt. Das kann einen Unterschied machen.
Unschön ist hingegen, das dieselben Produkte bei Amazon mehrmals auftauchen obwohl Amazon doch diese tolle Foto-Produkt-Erkennung hat. Das ist z.B. mal eine Ausnahme zu "viele" wenn es ja dasselbe Produkt (vielleicht in unterschiedlichen Farben und Ausstattungs-Varianten) ist.
Skype hat auch nur 1:1. Man will aber den Chef der Baufirma oder den Bauleiter (oder bei Oma und Opa irgendeinen von beiden oder bei einer Grillfeier irgendeinen der Gastgeber) sprechen. Dadurch wird unnötig und völlig vermeidbar Zeit verschwendet.

Viele vs. Viele

Null eins viele. Am Ende hat der wahre Profi (überlegene Programmierer wie Swartz und Turing sind gemeint und was das System mit ihnen gemacht hat weil das System keine gute Programmierung will) normalerweise VIELE.
0:1:*
*:*

Oder anders gesagt:
"Das einzige Ziel eines CMS ist es, Struktur und Präsentation zu trennen."
Verschiedene StrukturEN und verschiedene PräsentationEN *:* n:m
Von der iWatch über das Ear-Pad (vorlesen lassen !) über Handy, Tablett, Laptop, Monitor, 99"-TV und schlussendlich endlos große VR/360/Videobrillen-"Monitore". Dann tut man unter Android so, als ob man das neue (leider zu teure) MacBook-Pro hätte oder Ferrari fährt oder am Strand liegt. SCNR.
Das Vorlesen oder Adaptieren kann auch so erfolgen, das man bequem in seiner Filterblase lebt oder Schwerpunkte bei robo-basierten Sport-Berichten legt und sich nur bestimmte Sachen länger und kürzer vorlesen oder alle News und Infos und t3n-Berichte immer genau auf einer Bildschirmseite zusammengefasst darstellen lässt und nur ggf. drauf klickt. Statische Anreisser-Größen sind von Anno dazumal...

Und die Sourcen kommen von der print-Zeitschrift, gelieferte Beiträge (vom Hillary Wahlteam gegen Sanders oder Googles Gegnern(1) ), eingetippte Beiträge, Agentur-Meldungen und natürlich Datenbanken diversester Arten z.b. für Wettervorhersagen.
Die meisten Apps (von Spielen abgesehen) machen auch nur Data-Flow also Daten holen und irgendwie darstellen und vielleicht noch kleine Transaktionen.

(1) http://www.golem.de/news/netzsperren-hollywood-plante-offenbar-rufmordkampagne-gegen-google-1507-115467.html

Hans

Worum geht's in deiner Reaktion? Versteht kein Mensch.

Viele vs. Viele

Anfänger und Unwissende könnten denken,
"Das einzige Ziel eines CMS ist es, Struktur und Präsentation zu trennen."
es gäbe nur EINE Struktur und eine einzige Präsentation.

Wie ich beschrieb, gibt es von der iWatch bis zum 999"-TV oder 3D-Display/Videobrille aber ZIG Bildschirmgrößen, es gibt 3D-Darstellung und es gibt Vorlesen beim Joggen, im Auto oder beim Gassi-Gehen.
D.h. es gibt ZIG Präsentationen und zig Quellen/Datenbanken also besser:

Anfänger und Unwissende könnten denken,

"Das einzige Ziel eines CMS ist es, Struktur und Präsentation zu trennen."
Anfänger könnten denken:
"Das einzige Ziel eines CMS ist es, die einzige Struktur von der einzigen Präsentation zu trennen."
wohingegen eher gemeint sein sollte:
"Das einzige Ziel eines CMS ist es, viele StrukturEN und viele PräsentationEN zu trennen."
und das CMS (aber auch der Leser) verwaltet diese Dinge.

Das mag im Original-Interview gemeint sein, es wäre aber sinnvoll, es eindeutiger zu beschreiben.
Auch daher sollte man Interviews noch mal durchgehen und hier und da Unklarheiten um-formulieren oder klar-stellendere Adjektive ergänzen.

Konzepte wie "einfache Sprache" usw. gibts ja auch noch und sind für Behörden-Webseiten inzwischen ja vorgeschrieben. Auch Übersetzungen sind nix falsches.
Und geht in eine Bahnhofs-Buchhandlung und schaut mal wie viele Rätsel oder Liebes-Romane in "EXTRAGROßER SCHRIFT" es gibt.

Bei Video, TV und Radio kann man ja auch die Helligkeit und Lautstärke individuell selber einstellen.

Man sollte sich also von den "800 Worten" (wie Jeff Jarvis endlich auch mal neulich sagte) trennen und viele Präsentationen bzw. viele Nutzungs-Szenarien (RSS oder Twitter mit 140 Zeichen oder Google Suchergebnisse sind auch eine Präsentations-Form) realisieren.
Die Print-Presse kommt ja von platzbegrenztem Papier auf Zeitung oder Zeitschrift und realisiert immer noch nicht, das der WAHRE Artikel viel größer und flexibler ist und Online oder als Radio oder AMP oder Facebook-Articles flexibel angeboten werden kann und sollte.

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