Anzeige
Anzeige
News

Unmute und Zoombombing: Wie Corona die englische Sprache verändert

Noch vor einem Jahr wurde der englische Begriff „remote“ vorwiegend im Zusammenhang mit abgelegenen Inseln oder Dörfern verwendet. 2020 bezieht er sich hingegen meist auf die Arbeit.

1 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
Videokonferenzen im Homeoffice wurden im Pandemiejahr bei vielen zur Norm. (Foto: Shutterstock)

Seit 16 Jahren kürt das Oxford English Dictionary jährlich ein Wort aus der englischen Sprache zum Wort des Jahres. Doch 2020 ist vieles anders als in den Jahren davor, und das Wörterbuch hat sich dieses Mal dagegen entschieden, ein einzelnes Wort herauszugreifen und in den Fokus zu stellen. Stattdessen haben sich die Lexikografen angeschaut, wie sich die Pandemie und ihre Folgen im Gebrauch der englischen Sprache niedergeschlagen haben.

Anzeige
Anzeige

Wie hierzulande auch kam es im englischsprachigen Raum 2020 zu einer Häufung von Begriffen aus der Pandemieforschung. Aber auch der Umstieg vieler Firmen auf Heimarbeit zeigt sich im Sprachgebrauch. Laut dem Oxford English Dictionary häufte sich beispielsweise die Nutzung des Begriffs „remote“ (entfernt, abgelegen). Während das Wort noch 2019 aber vorwiegend im Zusammenhang mit Wörtern wie „village“ (Dorf) oder „island“ (Insel) genutzt wurde, stand es 2020 meist mit Begriffen wie Arbeit oder Lernen zusammen.

Unmute und Zoombombing: Das Homeoffice-Jahr und die englische Sprache

Wie stark Videokonferenzen pandemiebedingt in diesem Jahr Präsenztermine abgelöst haben, zeigt sich auch daran, wie häufig der Begriff „unmute“ (eine Stummschaltung deaktivieren) mittlerweile verwendet wird. Laut Oxford English Dictionary wurde das Wort in der englischsprachigen Welt um 500 Prozent häufiger verwendet als noch ein Jahr zuvor.

Anzeige
Anzeige

In eine ähnliche Kerbe schlägt die Wortneuschöpfung „Zoombombing“. Der Begriff bezeichnet das absichtliche Stören von Videokonferenzen, die über die Plattform Zoom durchgeführt werden. Beim Zoombombing werden bisweilen gewalttätige oder pornografische Inhalte in Videokonferenzen eingeschleust. Der Begriff orientiert sich an dem Wort „Photobombing“, der das Stören von Fotoaufnahmen von Dritten beschreibt und erstmals 2008 aufgetaucht ist.

Anzeige
Anzeige

Auch der starke Anstieg der Zoom-Nutzung hatte Folgen. Während das Wort noch 2019 im eigentlichen Sinne, also bezogen auf eine stufenlose Veränderung der Brennweite einer Kamera, genutzt wurde, kam der Begriff 2020 vor allem dann zum Einsatz, wenn von der Videokonferenzplattform gesprochen wurde. Statt von optischem Zoom oder Zehnfach-Zoom wurde vorwiegend von Zoom-Meetings oder Zoom-Konferenzen gesprochen.

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige