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Ratgeber

User-Experience: 8 schnelle Maßnahmen, die Erfolg versprechen

(Foto: Shutterstock / SFIO CRACHO)

Hat’s Spaß gemacht? Nur wenige Nutzer stellen sich die Frage nach der Qualität der User-Experience, wenn sie eine Website besuchen. Doch von der Antwort hängt es ab, ob wir eine Site erneut besuchen.

Die User-Experience im Web umfasst das ganzheitliche Nutzererlebnis und beeinflusst neben grundlegenden Merkmalen, wie beispielsweise der Verweildauer auf einer Seite oder der Conversion-Rate, auch weitreichende Kriterien wie Kundenzufriedenheit, Empfehlungsverhalten und Markenwahrnehmung. Studien zufolge werden 2020 also nicht mehr Preis und Produkt über die Wettbewerbsfähigkeit einer Website entscheiden: Schlüsselfaktor wird eine gute User-Experience sein. Doch wie kann das Nutzererlebnis verbessert werden, ohne im Vorfeld detaillierte UX-Guidelines zu erstellen? Hier sind acht gezielte Maßnahmen, die direkt helfen.

Tipp 1: Der erste Eindruck – den Nutzer auf der Startseite abholen

Die Startseite ist häufig der erste Anlaufpunkt für (potenzielle) Kunden – und sollte die zentrale Botschaft und das Produkt vermitteln. Ist für den Nutzer direkt sichtbar, wer das Unternehmen ist, wofür es steht und was es anbietet? Um diese Fragen zu klären, bieten sich eine Reihe nützlicher Elemente an, darunter zum Beispiel ein eindeutiges Logo, einladende Bilder, aussagekräftige und kurze Intro-Texte, eine multimediaunterstützte Beschreibung des USP oder authentische Marken- und Produktclaims.

Dabei gilt: Weniger ist mehr. Übersichtlichkeit ist das oberste Gebot. Der Nutzer soll nicht mit Informationen überhäuft, sondern neugierig gemacht werden. Das gelingt am besten, wenn Inhalte priorisiert und in Häppchen präsentiert werden. Eine gelungene Lösung können interaktive Teaser für die drei wichtigsten Kategorien eines Onlineshops sein oder eine Slideshow, die auf aktuelle Themen aufmerksam macht.

Gut gelungen ist dies zum Beispiel dem Food-Startup Hello Fresh: ?Die Startseite bietet einen kurzen, ansprechenden Claim.

  • Teaser und auch der erste Menüpunkt verraten direkt, worum es geht.
  • Ein auffälliger Call-to-Action im Teaser lädt ein, mehr zu erfahren.
  • Es gibt eine kurze, grafisch unterstützte Beschreibung, wie das Konzept funktioniert.
  • Die einzelnen Themenbereiche werden nur kurz angerissen. Der Nutzer kann selbst entscheiden, was er sich ansehen möchte.
Hellofresh als gutes Beispiel für gelungene User-Experience. (Screenshot: Hellofresh)

Tipp 2: Tonalität – den Nutzer gezielt ansprechen und aktivieren

Die Website ist eine großartige Chance, mit Kunden und Interessenten in Dialog zu treten und eine Verbindung aufzubauen. Eine passende und authentische Ansprache setzt zwar Recherche zur Zielgruppe voraus, lohnt sich jedoch. Denn wenn sich Nutzer positiv angesprochen und wertgeschätzt fühlen, schafft das Vertrauen.

Eine Hilfe dabei sind aktivierende und persönliche Headlines. Ein Beispiel für eine Reisewebsite ist etwa „Du brauchst einen Mietwagen in Amsterdam? Finde mit uns das richtige Auto zum besten Preis“ statt ein langweiliges „Finde günstige Mietwagen“. Oder statt der allgemeinen „Suche“ ein „Wonach suchst du?“. Korrekte Rechtschreibung und Grammatik sorgen für Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Nichts wirkt unseriöser als ein „Jetzt bestellen“.

Tipp 3: Content – dem Nutzer relevanten und ansprechenden Inhalt bieten

Fast vier von fünf Nutzern springen ab, wenn der Content der Website nicht relevant ist. Die Bedürfnisse der Kunden sollten daher die Inhalte bestimmen: Was möchten die Nutzer sehen? Was sind die wichtigsten Informationen?

Im Fokus steht die Lösung für den Nutzer: die Produkte oder Services des Unternehmens. Die Texte sollten aussagekräftig, kurz und gut strukturiert sein, Multimedia und interaktive Elemente wecken Begeisterung. Dürfen die Nutzer selbst aktiv sein, erzeugt das eher Interesse, als wenn nur Informationen aufgelistet werden. Gut umgesetzt ist dieser Punkt beispielsweise auf der Seite My own bike. Im Produktkonfigurator können sich Interessierte über eine interaktive Grafik ihr Produkt selbst zusammenstellen und erhalten direktes Feedback.

Das geht allerdings auch etwas einfacher, mit gut layouteten Texten und dem Einbinden eines Videos, wie die Website von Etepetete Bio zeigt. Eine gute Möglichkeit, Usern einen Mehrwert zu bieten, sind darüber hinaus Inspirationen, Tipps und Insiderwissen. So bietet die Reisewebsite Momondo beispielsweise zusätzliche Informationen zum Reiseziel sowie die Angabe zum besten Reisemonat.

?Tipp 4: Performance und Effizienz – den Nutzer nicht warten lassen

Performance scheint eigentlich ein offensichtlicher Punkt zu sein, wird aber immer noch vernachlässigt. Dabei sind lange Ladezeiten ein häufiger Grund, warum Nutzer abspringen. Der einfachste Weg, um die Ladezeit einer Website zu prüfen, besteht darin, Browserdaten zu löschen und die Site dann mit verschiedenen Geräten, Browsern sowie Internetverbindungen aufzurufen. Auch Tools wie Google Pagespeed helfen bei der Analyse.

Neben der „technischen“ Performance ist auch die Effizienz ein wichtiger Punkt. Hier gibt es viele einfache Möglichkeiten, den Nutzer schnell ans Ziel zu bringen. Dazu zählen Filter, die den Content direkt anpassen, oder Automatismen in Formularen, wie zum Beispiel ein Feld für die Postleitzahl, über das die Eingaben zu Stadt und Land automatisch generiert werden.

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