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Ratgeber

User-Experience: 8 schnelle Maßnahmen, die Erfolg versprechen

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Tipp 5: Navigation und Call-to-Action – den Nutzer nicht im Regen stehen lassen

Die Navigation der Website ist wohl eines der wichtigsten Themen. Sie sollte stets eindeutig und selbsterklärend sein. Muss es wirklich einen Punkt „Weiteres“ geben oder können die dazugehörigen Unterpunkte nicht doch anders platziert werden? Der Nutzer sollte immer wissen, wo er sich gerade befindet – mit Hilfe einer Breadcrumb, die den Pfad der aufgerufenen Seite angibt, oder einer Sticky Navigation, in der der aktuelle Menüpunkt markiert ist. ?Ebenso wichtig ist auch die Gestaltung von Call-to-Action-Elementen wie Buttons oder Links.

Diese sollen die Nutzer animieren und ihre Erwartungen erfüllen. Treffende Formulierungen wie „zur Versandart“ statt „Weiter“ schaffen Klarheit. Besteht noch keine Kaufabsicht, sollten die Elemente unverbindlich formuliert sein, um den User nicht zu bedrängen oder zu bevormunden. Der Onlineshop About You nutzt zum Beispiel die Formulierung „Die Welt wartet auf dich. Looks entdecken“ statt ein aufzwingendes „Jetzt neue Outfits kaufen“.

Tipp 6: Login – den Nutzer einladen

Auf vielen Websites werden für die Registrierungen immer noch eine Menge Daten über langwierige Formulare erfasst. Dabei gibt es inzwischen viele Alternativen, die eine Anmeldung erleichtern und auch wesentlich effizienter sind, darunter ein Gastzugang oder Social Logins. Zu beachten ist dabei, dass für viele Menschen ihre eigene E-Mail-Adresse weit leichter zu merken ist als ein separater Benutzername.

Besteht schon ein Login, ist es schon unerfreulich genug, wenn bei der Anmeldung etwas schiefläuft. Unpersönliche Standardmeldungen wie „ungültiges Passwort“ machen es da nicht besser, freundlicher ist ein „Es scheint, als hättest du dein Passwort vergessen.“

Tipp 7: Einfacher Bestellprozess – den Nutzer mit einem guten Gefühl schnell ans Ziel bringen

Während Kreativität da gilt, wo noch keine Kaufabsicht besteht, gilt Erwartungskonformität bei kritischen Punkten wie dem Checkout-Prozess. Transparenz ist das höchste Gebot: Zusätzliche Kosten wie Versand oder Gebühren (zum Beispiel Gepäckgebühren bei Reisewebsites) sollten so früh wie möglich angegeben und der Gesamtpreis immer im sichtbaren Bereich präsentiert werden.

Der Bestellprozess darf maximal fünf Schritte umfassen und muss eindeutig sein, damit der Nutzer weiß, was im nächsten Schritt auf ihn zukommt. Ablenkungen sollten vermieden und der Warenkorb so übersichtlich wie möglich gestaltet werden.

Ein gutes Beispiel für einen effizienten und übersichtlichen Bestellprozess ist Zalando:

  • Es gibt ein Artikelbild und eine kurze Beschreibung im Warenkorb.
  • Die Mengenänderung- und Löschen-Funktionen sind einfach.
  • Die Gesamtsumme ist direkt sichtbar und farblich hervorgehoben.
  • Lieferkosten und voraussichtliches Lieferdatum sorgen für Transparenz.
  • Eine Telefonnummer für Rückfragen steht zur Verfügung.
  • Der Prozess wird übersichtlich dargestellt.
  • Es gibt keine Ablenkung durch zusätzliche Werbung oder Empfehlungen.
  • An den entsprechenden Stellen wird auf mögliche Gebühren aufmerksam gemacht (in diesem Fall durch die Bezeichnung „kostenlos“).
  • Es werden eindeutige Beschriftungen für die Call-to-Actions genutzt.
  • Es besteht jederzeit die Möglichkeit, zum Shop zurückzukehren.

 

Zalando bietet einen übersichtlichen Bestellprozess. (Screenshot: Zalando)

Tipp 8: Persönlichkeit – Präsenz signalisieren und Gesicht zeigen

Zu guter Letzt: Persönlichkeit zeigen! Nichts verbindet mehr als Gefühle. Das Team vorzustellen, den Nutzern einen Einblick hinter die Kulissen zu bieten oder den Kontakt über Social Media zu halten, schafft Nähe. Auch ein Blog oder ein Magazin sind einfache Möglichkeiten, um die Website persönlicher zu gestalten. Ein gutes Beispiel sind Airbnb, Zalando oder Kayak mit ihren Blogs und Magazinen. Der Onlineshop für Tee 5 cups and some sugar oder der Mode-Onlineshop About You zeigen zum Beispiel gelungene „Über-uns“-Seiten.

Zur Persönlichkeit gehört auch die Erreichbarkeit. Unternehmen sollten ihren Kunden verschiedene Kommunikationskanäle (angefangen bei FAQs über Telefon, E-Mail, Kontaktformular bis hin zu Social Media) bieten und die Informationen dazu konventionell im Header, Footer oder in einem eigenen Menüpunkt verorten.

 

Ein Einblick hinter die Kulissen ist immer spannend. (Screenshot: 5cups)

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